Neue Hövelhofer Kommission tagt erstmals
Unterwegs für ein besseres Klima

Hövelhof (WB). Die neue Hövelhofer Klimakommission hat am Mittwoch ihre Arbeit aufgenommen. Zum Vorsitzenden wählten die Mitglieder Bürgermeister Michael Berens, der am Donnerstag im Gemeinderat über den Verlauf der ersten Sitzung informierte.

Samstag, 01.02.2020, 10:00 Uhr
Die neue Hövelhofer Klimakommission ist zu ihrer ersten Sitzung zusammengekommen. Daran nahmen (hinten von links) Bürgermeister Michael Berens, Peter Rüther (Biologische Station), Bernhard Klösener (Imkerverein), Norbert Osdiek (Landwirtschaftlicher Ortsverband Hövelhof und Espeln), Hermann Notbohm (Hegering) sowie (vorne von links) Werner Thor (Naturschutzstiftung Senne), Carsten Teget­hoff (Ortsheimatpfleger), Melina Stipper (Bauamt) und Klaus Wullenweber (Gemeindeförster) teil. Foto: Meike Oblau

Der Klimakommission gehören Peter Rüther (Biologische Station), Bernhard Klösener (Imkerverein), Norbert Osdiek (Landwirtschaftlicher Ortsverband Hövelhof und Espeln), Hermann Notbohm (Hegering), Werner Thor (Naturschutzstiftung Senne), Carsten Teget­hoff (Ortsheimatpfleger), und Klaus Wullenweber (Gemeindeförster) an. Das neue Gremium wurde auf Initiative der örtlichen CDU nach einem entsprechenden Ratsbeschluss ins Leben gerufen und tagt nicht-öffentlich.

Vielzahl von Themen besprochen

Bereits in der ersten Sitzung habe es eine Vielzahl von Themen gegeben, bilanzierte Bürgermeister Michael Berens. Eines davon war das „1000-Bäume-Programm“ der CDU. Demnach sollen demnächst je nach Interesse bis zu 1000 Bäume an Hövelhofer Bürger zur Pflanzung in Privatgärten ausgegeben werden. „Wir haben uns in der Klimakommission über das Procedere ausgetauscht und uns für fünf Baumarten entschieden: Linde, Eiche sowie Apfel-, Birnen- und Zwetschenbäume“, sagte der Bürgermeister. Pro Haushalt könnten je ein Laub- und ein Obstbaum ausgegeben werden. Interessenten sollen nachweisen, dass sie über entsprechende Flächen zur Anpflanzung verfügen. Das Bewerbungsverfahren solle im Frühjahr starten, die Bäume könnten dann im Herbst samstags am Bauhof ausgegeben werden. Die Biologische Station wolle passend dazu auch Schnittkurse für Obstbäume anbieten.

Ebenfalls diskutiert wurde ein Vorschlag der SPD, eine Fläche auszuweisen, auf der Bäume für jedes Hövelhofer Neugeborene gepflanzt werden könnten. „Dies haben wir zunächst vertagt, unser Gemeindeförster Klaus Wullenweber will sich dazu Gedanken machen“, sagte Michael Berens.

Große Bäume auf Spielplätzen?

Zudem wolle auch die Gemeinde eine Vorreiterrolle bei bestimmten Projekten übernehmen. Ortsheimatpfleger Carsten Teget­hoff, der in der Gemeindeverwaltung unter anderem als Spielplatzbeauftragter beschäftigt ist, solle überprüfen, auf welchen Spielplätzen oder anderen gemeindlichen Flächen größere Bäume angepflanzt werden könnten. Zudem sollen vermehrt Pflanzkübel mit Stauden oder Wildblumen im Ort aufgestellt werden: „Damit könnten wir Beispiele geben, wie Bürger ihre Gärten gestalten könnten“, so der Bürgermeister.

Jährlicher Klimaschutzwettbewerb geplant

Geplant ist auch ein jährlicher Klimaschutzwettbewerb. Der erste solle bereits in Kürze starten, dazu wolle man die Bürger über die Medien entsprechend informieren. „Uns schwebt vor, dass die Hövelhofer bis Ende März ihre Bewerbungen einreichen können. Die Klimakommission tagt im April das nächste Mal, so dass wir dort dann möglicherweise den Sieger des ersten Wettbewerbs küren könnten“, schilderte Michael Berens. Eine weitere Idee sei, an den örtlichen Schulen „Klimalotsen“ anzuregen, die Schüler etwa für das Thema Energiesparen sensibilisieren. Auch das bereits beschlossene Klimaschutzkonzept solle in der Kommission mit vorbereitet werden.

„Kommission ist eine reine Männerveranstaltung“

Generell stießen die Schilderungen des Bürgermeisters auf Zustimmung. Mario Schäfer (SPD) regte allerdings an, auch einen politischen Vertreter, etwa den Vorsitzenden des Bau- und Umweltausschusses, mit in die Kommission zu berufen. Juliane Brauckmann (Bündnis 90/Die Grünen) kritisierte, die neue Kommission sei „eine reine Männerveranstaltung“.

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