Opposition kritisiert Zahlung: Bilanz des Hövelhofer Schützenhauses nicht bekannt
SuB bekommt weiter Zuschüsse

Hövelhof (WB). Die Arbeit der Hövelhofer Schützen- und Bürgerhaus GmbH soll weiterhin von der Gemeinde mit bis zu 20.000 Euro jährlich finanziell unterstützt werden. CDU und SPD haben im Haupt- und Finanzausschuss einem entsprechenden Antrag der CDU zugestimmt. Aus Reihen der SPD, der Grünen und der FDP kam Kritik, weil die Bilanzen des Schützen- und Bürgerhauses (SuB) an der von-der-Recke-Straße nicht bekannt sind.

Sonntag, 08.12.2019, 11:00 Uhr
Das Schützen- und Bürgerhaus, hier bei den Aufbauarbeiten im Vorfeld des Nena-Konzerts im Sommer, soll weiterhin finanzielle Unterstützung aus Steuergeldern bekommen. Foto: Oliver Schwabe

2008 hatte der Gemeinderat die vertraglichen Bedingungen zur Errichtung des Schützen- und Bürgerhauses beschlossen. Damals sah die Vereinbarung zunächst eine Zusage vor, mögliche Verluste von bis zu 20.000 Euro jährlich für die nächsten 20 Jahre auszugleichen. Später wurde ein Teil dieser Verlustdeckungszusage in eine einmalige Auszahlung umgewandelt, so dass sich der Zeitraum der Verlustabdeckungszusage auf zehn Jahre verkürzte. Dieser Zeitraum ist nun in diesem Jahr abgelaufen.

Schützen halten Zuschüsse weiterhin für notwendig

Die St.-Hubertus-Schützenbruderschaft habe mitgeteilt, dass eine finanzielle Unterstützung für den Erhalt des Schützen- und Bürgerhauses auch in den kommenden Jahren notwendig sei, hatte die CDU in ihrem Antrag geschrieben und einen Betriebskostenzuschuss in Höhe von jährlich bis zu 20.000 Euro, befristet auf zunächst weitere zehn Jahre, vorgeschlagen. CDU-Ratsherr David Merschjohann sprach am Donnerstag im Ausschuss von einer „zehnjährigen Erfolgsgeschichte“, die das SuB geschrieben habe.

SPD-Fraktionsvorsitzender Mario Schäfer entgegnete, er sehe das weitaus weniger euphorisch. „Ich erinnere daran, dass vor zehn Jahren von Seiten der Schützen gesagt wurde, dass der zunächst gewährte Zuschuss ausreiche und nach zehn Jahren keine weiteren Gelder nötig seien“, sagte Schäfer am Donnerstagabend. „Daher sind wir vom Vorschlag der CDU jetzt nicht über die Maßen begeistert, sind uns aber dennoch der guten Arbeit und positiven Außenwirkung des Schützen- und Bürgerhauses bewusst und werden den erneuten Zuschüssen daher zustimmen.“

Praschan: „Uns liegen keinerlei Bilanzen des SuB vor“

Marcus Praschan von Bündnis 90/Die Grünen hingegen stimmte gegen den Antrag: „Das ehrenamtliche Engagement der Schützen ist sicherlich hervorzuheben, aber uns liegen keinerlei Bilanzen des SuB vor. Wie soll ich da entscheiden, ob dort Fördergelder der Gemeinde notwendig sind oder nicht?“ Er würde es begrüßen, wenn der Geschäftsführer der Schützen- und Bürgerhaus GmbH zu den Zahlen einmal in einem politischen Gremium Rede und Antwort stehen würde: „Dann würde sich auch zeigen, ob das SuB Zuschüsse braucht oder nicht.“ Zustimmung erhielt Marcus Praschan von André Klocksin (FDP): „Ich kann keinen Zuschüssen zustimmen, wenn ich die Jahresabschlüsse der GmbH gar nicht kenne.“ Klocksin enthielt sich bei der Abstimmung letztlich.

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