Hövelhofer Bauamt stellt neue Friedhofssatzung vor – Gebühren steigen leicht
Baumbestattungen ab Januar möglich

Hövelhof (WB). Im Sommer ist auf dem neuen Friedhofsteil in Hövelhof eine Fläche für Baumbestattungen hergerichtet worden. Bauamtsmitarbeiterin Ellen Horenkamp hat jetzt im Haupt- und Finanzausschuss den Entwurf der neuen Friedhofssatzung vorgestellt. Sollte der Rat dem Entwurf am kommenden Donnerstag zustimmen, sind von Januar an Baumbestattungen in der Sennegemeinde möglich.

Samstag, 07.12.2019, 13:00 Uhr
Ellen Horenkamp (Bauamt) und Friedhofsgärtner Manfred Rodehutscord an der Fläche, auf der künftig Baumbestattungen möglich sind. Eine Stele aus Sandstein, an der Namensplaketten angebracht werden können, wurde im Sommer aufgestellt. Foto: Meike Oblau

Die alte Friedhofssatzung datierte aus dem Jahr 2003. „Sowohl der demografische Wandel als auch ein klar erkennbarer Wandel der Bestattungskultur hin zu vermehrter Nachfrage nach Urnengräbern und pflegefreien Gräbern haben eine Neufassung nötig gemacht“, sagte Ellen Horenkamp im Ausschuss. Überprüfung und Neufassung wurden gemeinsam mit der Kommunal-Agentur NRW erarbeitet. Mit aufgenommen wurde der Themenbereich Sternenkinder (Kinder, die bereits vor, während oder kurz nach ihrer Geburt gestorben sind) sowie natürlich der Bereich Baumbestattungen. Die Fläche für künftige Baumbestattungen mit einer Sandstein-Stele (das WV berichtete) wurde ebenso neu angelegt wie auf dem alten Friedhofsteil eine neue Grabanlage für pflegefreie Urnen- und Reihengräber. Diese Fläche konnte entstehen, weil dort zuvor Gräber eingeebnet worden waren.

Öffnungszeiten jetzt in der Satzung enthalten

Die neue Friedhofssatzung ist angelehnt an die Mustersatzung des Städte- und Gemeindebundes. Sie enthält erstmals auch konkrete Öffnungszeiten für den Friedhof. „Die bisherige Aussage, dass er geöffnet ist, so lange es hell ist, ist juristisch nicht ausreichend“, erläuterte Ellen Horenkamp. Das bedeute aber nicht, dass der Friedhof künftig abends abgeriegelt werde – die neuen Öffnungszeiten seien im Fall der Fälle aber eine Frage der Haftung, wenn etwas passiere.

Gebühren neu kalkuliert

Ebenfalls neu gestaltet wurde die Gebührensatzung. Ellen Horenkamp spricht von einer „vertretbaren Gebührenerhöhung. Die Gebührenkalkulation basiere auf einer 100-prozentigen Kostendeckung. Lediglich für die Benutzung der Friedhofskapelle und der Leichenhalle weiche die Kalkulation zur Vermeidung von Härten auf einen 50-prozentigen Kostendeckungsgrad ab.

Zudem seien die Gebühren für die Nutzung der Friedhofskapelle und der Leichenhalle getrennt worden. Bisher gab es eine pauschalierte Gebühr für die Nutzung der Kapelle und der Leichenkammer. „Viele Bestatter verfügen über eine eigene Infrastruktur, nun ist frei wählbar, ob man bei einer Beerdigung auf unserem Friedhof nur die Kapelle, nur die Leichenhalle oder beides im Rahmen der Bestattung nutzen möchte“, sagte Horenkamp.

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