Auf 5000 Quadratmeter entsteht eine ultimative Fahrspaß-Anlage Salvator-Kolleg baut BMX-Parcours

Hövelhof (WB). Höher, schneller, weiter: Auf dem Gelände des Salvator-Kollegs in Hövelhof-Klausheide wird aktuell ein weiteres herausragendes Projekt im Bereich des erlebnispädagogischen Angebots realisiert. Direkt an Allee zur Einrichtung der Erziehungshilfe und in einem Teil des angrenzenden Nonnenwäldchens entsteht ein Parcours für den BMX-Sport in einer Größenordnung, die es im Kreis Paderborn bisher noch nicht gibt.

Von Jürgen Spies
Ganz schön hoch hinauf geht es, wenn man zu Fuß den höchsten Hügel der künftigen BMX-Strecke (Dirttrack) erklimmt. Ungefähr 1500 Kubikmeter Erdaushub, insbesondere Lehmboden aus dem Raum Detmold und aus der Egge, wurden per Lastwagen zum Salvator-Kolleg gebracht. Künstlerin Claudia Cremer-Robelski hilft bei der Gestaltung eines Metalltores unterhalb des Hügels . Beim kurzen Marsch auf den Hügel folgen ihr Mohammad Abdulkader, Claus Winkler und Malermeister Götz von Sellen.
Ganz schön hoch hinauf geht es, wenn man zu Fuß den höchsten Hügel der künftigen BMX-Strecke (Dirttrack) erklimmt. Ungefähr 1500 Kubikmeter Erdaushub, insbesondere Lehmboden aus dem Raum Detmold und aus der Egge, wurden per Lastwagen zum Salvator-Kolleg gebracht. Künstlerin Claudia Cremer-Robelski hilft bei der Gestaltung eines Metalltores unterhalb des Hügels . Beim kurzen Marsch auf den Hügel folgen ihr Mohammad Abdulkader, Claus Winkler und Malermeister Götz von Sellen. Foto: Oliver Schwabe

Die Idee dazu hatte Einrichtungsleiter Klaus Kruse – nicht zuletzt aufgrund der positiven Erfahrungen, die das Personal des Salvator-Kollegs und in allererster Linie die Jugendlichen und Jungs als Bewohner des Heims mit den schon vorhandenen erlebnispädagogischen Attraktionen auf dem riesigen Areal machen konnten. Kletterhalle, Hochseilgarten, Callestenicscenter, Bogenschießanlage und anderes mehr gibt es schon im Salvator-Kolleg. »Der BMX-Parcours wird dieses Angebot noch bereichern«, blickt Klaus Kruse voraus.

Förder- und Spendenmittel

Auch beim jüngsten Projekt glückt es dem Salvator-Kolleg, eine Finanzierung auf die Beine zu stellen, die das eigene Budget (Trägerin ist die Caritas) kaum belastet – und das bei veranschlagten Materialkosten zum Bau der BMX-Bahn in Höhe von 60.000 Euro. Aus Förder- und Spendenmitteln des Lotteriespiels »Spiel 77« fließen allein 45.000 Euro in den BMX-Parcours. Hintergrund: Deutsche Lotterien fördern mit Wettmittelfonds Einrichtungen aus den Bereichen Soziales, Bildung, Umwelt, bürgerschaftliches Engagement, Entwicklungszusammenarbeit, Kultur, Denkmalschutz und Sport.

Auch die Beschaffung des Erdbodens, aus dem die Hügel und anderen Elemente der BMX-Strecke geformt werden, bekam das Salvator-Kolleg äußerst günstig. Per Lastwagen wurden etwa 1500 Kubikmeter Erdaushub angeliefert, hauptsächlich lehmig-schwerer Boden aus dem Kreis Lippe.

Aufgeschüttet zu Hügeln – der höchste Erdberg misst immerhin fünf Meter – wurden die gewaltigen Mengen mit professionellem Großgerät; alles Weitere »kriegen wir mit Bordmitteln hin«, berichten Ausbildungsleiter Reiner Potthast und Erlebnispädagoge Sven Welke.

Klaus Kruse ist froh, dass sich Sven Welke mit der Materie in Sachen BMX und Mountainbiking sehr gut auskennt. Das hilft bei der Gestaltung des etwa 5000 Quadratmeter großen BMX-Geländes (4000 Quadratmeter auf 45 mal 90 Meter Grund an der Allee, dazu 1000 Quadratmeter unmittelbar übergehend im Wald) enorm. Welke weiß, wo ein Hügel hin muss, wie er geshaped (geformt) werden soll, wo man einen Pumptrack platzieren sollte, wo North Shore-Elemente sinnvoll sind, wo Sprünge, Wellen, Steilkurven oder Brücken der BMX-Anlage den Kick geben können, an welcher Stelle man demnächst gut Drops oder Dirtjumps machen kann.

Viel Eigenleistung

Die weiteren Arbeiten werden in den nächsten Wochen und Monaten in Eigenleitung erbracht. Dass die jugendlichen Bewohner der Einrichtung keinerlei Motivationshemmnisse haben, wenn sie an der BMX-Anlage anpacken, versteht sich von selbst. Einen fixen Eröffnungstermin gibt es nicht. Sven Welke: »Das ist alles stark witterungsabhängig. Wir gehen von einem Termin im Frühjahr aus.« In den größten Hügel eingearbeitet ist bereits eine Art betonierte Garage, in der künftig sämtliche Utensilien verstaut werden können.

Das Metalltor wird derzeit in der Malerwerkstatt der Einrichtung aufbereitet, fachmännisch vorbereitet und kunstvoll gestaltet. Dabei hilft Claudia Cremer-Robelski (Atelier CCR) aus Schlangen. Den Kontakt hatte Götz von Sellen, Malermeister und Ausbilder im Salvator-Kolleg, hergestellt. Mit Acrylfarben wird ein BMX-Fahrer im Jump (Sprung) aufgemalt. Aussehen soll das Ganze dann noch dreidimensional.

Für die Jugendlichen ist das ganze BMX-Projekt eine tolle Sache. Mohammad Abdulkader stellt stellvertretend für die weiteren Auszubildenden fest: »Das ist ein großes Glück für uns, es macht echt Spaß, daran mitzuwirken!«

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