Hövelhofs Bürgermeister Michael Berens hatte Gewerbetreibenden Hoffnung gemacht Detmold lehnt Schierbusch-Erweiterung ab

Hövelhof (WB). Bei der in Hövelhof seit Jahren gewünschten Erweiterung des Gewerbegebiets Schierbusch an der Hövelrieger Straße sei man »auf einem guten Weg«, hatte Hövelhofs Bürgermeister Michael Berens (CDU) bei seiner Nominierungsrede am Freitag gesagt . Die Bezirksregierung sieht das anders.

Von Meike Oblau
Die Gemeinde Hövelhof würde das Gewerbegebiet Schierbusch (links die Firma Hedenkamp) gerne um das Waldgebiet auf der gegenüberliegenden Seite der Hövelrieger Straße erweitern. Die Bezirksregierung spricht sich nach wie vor dagegen aus.
Die Gemeinde Hövelhof würde das Gewerbegebiet Schierbusch (links die Firma Hedenkamp) gerne um das Waldgebiet auf der gegenüberliegenden Seite der Hövelrieger Straße erweitern. Die Bezirksregierung spricht sich nach wie vor dagegen aus. Foto: Meike Oblau

In seiner Rede am Freitag habe er seine positive Grundstimmung zur weiteren wirtschaftlichen Entwicklung Hövelhofs zum Ausdruck gebracht und aus »laufenden Gesprächen« berichtet, ergänzte Berens am Montag gegenüber dem WB. Die Gemeinde würde das Gewerbegebiet Schierbusch gerne um das Waldgebiet auf der gegenüberliegenden Seite der Hövelrieger Straße erweitern. Schon nach der Landtagswahl 2017 und dem Regierungswechsel in Düsseldorf hatte Berens gesagt, er hoffe in Sachen Schierbusch auf neue Impulse – und schon damals hatte die Bezirksregierung bekräftigt, die Erweiterung nach wie vor abzulehnen .

»Rechtsgrundlage ist unverändert«

Auch jetzt reagierte die Detmolder Behörde auf den erneuten Vorstoß des Hövelhofer Gemeindeoberhaupts verwundert. »Die Rechtsgrundlagen sowohl im Landesentwicklungsplan als auch im Regionalplan sind unverändert. Dort sind eindeutige Vorgaben, zwingend zu beachtende Ziele, festgeschrieben, die die Inanspruchnahme von Schutzgebieten – hier Schierbusch – ausschließen«, hieß es aus der Pressestelle der Bezirksregierung.

Bezirksregierung will »Schutzstatus nicht antasten«

Die Vorgaben seien im aktuellen Landesentwicklungsplan noch einmal konkretisiert und vertieft worden: »Die Regionalplanungsbehörde wird auch im neuen Regionalplan OWL, dessen Entwurf erarbeitet wird, dem Regionalrat vorschlagen, diesen Schutzstatus nicht anzutasten«, positioniert sich die Behörde in Detmold klar und lehnt eine Erweiterung weiterhin ab.

Gewerbepark Senne in Stukenbrock als Alternative

Die Alternative für die weitere Wirtschaftsflächenentwicklung Hövelhofs sei mit dem interkommunalen Gewerbegebiet Stukenbrock-Senne geschaffen worden . Die interkommunalen Partner arbeiteten an der Umsetzung dieser Flächen. Am Gewerbepark Senne sind Hövelhof, Schloß Holte-Stukenbrock und Augustdorf beteiligt. Auch gegen dieses Gewerbegebiet gibt es Protest , vor allem von Anwohnern und Grundstückbesitzern aus Stukenbrock-Senne.

Insbesondere drei Hövelhofer Unternehmen – Hedenkamp, DBL Kotzenberg und Senne Products (ehemals Senne-Plastik) hatten immer wieder Interesse an einer Erweiterung des Gewerbegebiets Schierbusch bekundet. DBL Kotzenberg hat inzwischen ein anderes Grundstück in der Nähe gekauft .

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