Zentrale Feier der Landesregierung am 16. November in der Pfarrkirche
Hövelhof gedenkt der Kriegstoten

Hövelhof (WB). Schon seit einem halben Jahr bereiten sich die Akteure aus Hövelhof auf diese Veranstaltung vor: Die zentrale Landesfeier in NRW anlässlich des Volkstrauertages findet am Samstag, 16. November, um 16 Uhr im Rahmen einer öffentlichen Gedenkstunde in der katholischen Kirche in Hövelhof statt.

Dienstag, 01.10.2019, 13:25 Uhr aktualisiert: 01.10.2019, 13:28 Uhr
Das Hövelhofer Vorbereitungsteam (von links): Helena Kottowski, Gustav Theismann, Hanna Hittmeyer, Hermann-Josef Bentler, Thomas Westhof, Susanne Gaertner, Bürgermeister Michael Berens, Stefan Schmidt (Referent des Landesverbandes beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge), Jochen Welschmeier und Manfred Schneider.

Die Gäste werden von Landtagspräsident André Kuper aus Rietberg begrüßt. Die Gedenkrede hält Staatsminister a.D. Thomas Kutschaty, Vorsitzender des Landesverbandes NRW im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Das Totengedenken verliest NRW-Heimat-Ministerin Ina Scharrenbach.

Schüler gestalten die Gedenkfeier mit

Der Volkstrauertag steht unter dem Motto »100 Jahre Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge – Europa, der Krieg und ich«. Schüler der Franz-Stock-Realschule Hövelhof und der Krollbachschule Hövelhof sowie Vertreter der St.-Hubertus-Jungschützen stellen dazu ihre Gedanken vor. Für die musikalische Umrahmung sorgen das Blasorchester Hövelhof, der Chor »à la Carte« und die »Siene Puttkers«.

Im Zuge der Vorbereitungen werden Schüler der Krollbachschule im Oktober nach Flandern reisen, um dort Kriegsgräberstätten des Ersten Weltkrieges zu besuchen. Ihre Erlebnisse sollen in die Gedenkstunde einfließen. Mit dem Thema »Kriegsgefangenschaft« aus unterschiedlicher Perspektive setzen sich Schüler der Franz-Stock-Realschule und die Jungschützen der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft aus­einander. Auch die musikalischen Beiträge sollen Bezug auf die Erinnerung an die Weltkriege nehmen.

Feierstunde jedes Jahr in einer anderen NRW-Kommune

Der Volkstrauertag findet jedes Jahr zwei Wochen vor dem ersten Advent statt. Am Vortag führen Landtag, Landesregierung NRW und Volksbund NRW traditionell eine gemeinsame Gedenkveranstaltung durch. In diesem Jahr fällt der Volkstrauertag auf den 17. November. Tradition ist es auch, das die Feierstunde von Jahr zu Jahr in einer anderen Kommune in Nordrhein-Westfalen stattfindet – nach Gelsenkirchen im vergangenen Jahr nun im ostwestfälischen Hövelhof.

1922 ins Leben gerufen, diente der Volkstrauertag zunächst des Gedenkens an die Toten des Ersten Weltkrieges. Die National­sozialisten benannten den Tag in »Heldengedenktag« um und stellten ihn in den Dienst ihrer Propaganda. Seit 1945 wird am Volkstrauertag auch der zivilen Opfer des Krieges gedacht. Der diesjährige Volkstrauertag steht im Zeichen des 100-jährigen Bestehens des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge.

Der Volksbund wurde 1919 gegründet. Er kümmerte sich zunächst um die Gräber der deutschen Kriegstoten des Ersten Weltkrieges im europäischen Ausland, ab 1946 auch um die Kriegsgräber des Zweiten Weltkrieges. Heute pflegt der Volksbund 834 Kriegsgräberstätten mit mehr als 2,7 Millionen Gräber in 46 Staaten.

Ausstellung und Vorträge in Planung

Im Vorfeld der Gedenkstunde am 16. November organisiert der Kreisverband Paderborn zahlreiche Veranstaltungen: Vom 21. Oktober bis 22. November ist im Hövelhofer Rathaus die Ausstellung »Gräber mahnen zum Frieden« zu sehen. Am 5. November um 19 Uhr hält Kreis- und Stadtarchivar Wilhelm Grabe in der Krollbachschule einen Vortrag zum Thema »Erinnerung und Mahnung – Kriegerdenkmäler im Kreis Paderborn«. Am 14. November um 19 Uhr gibt es im Kreishaus einen Vortrag. Dr. Volker Jacob (Münster) spricht zum Thema »Gemeinsam für den Frieden – 100 Jahre Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge«.

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