Dorfgemeinschaft und Schulmuseum Riege bestehen seit 25 Jahren
Doppeljubiläum festlich eingeläutet

Hövelhof (WB/al). Mit einer historischen Schulglocke hat Ferdinand Stöppel, Vorsitzender der Dorfgemeinschaft, den Start der Festveranstaltung zum 25. Gründungsjubiläum der Dorfgemeinschaft Hövelriege/Riege und zum 25-jährigen Bestehen des Schulmuseums eingeläutet. Anschließend fand das Lichterfest in und rund um das Schulmuseum statt.

Montag, 30.09.2019, 09:00 Uhr aktualisiert: 01.10.2019, 12:28 Uhr
Locken mit ihrem Unterricht nach der preußischen Schulordnung jedes Jahr tausende Besucher in das Schulmuseum (von links): Manfred Robrecht, Ferdinand Stöppel und Manfred Schneider. Foto: Axel Langer

»Wir feiern heute nicht ohne Stolz gleich zwei Jubiläen«, sagte Ferdinand Stöppel zur Begrüßung zahlreicher Gäste, darunter auch der Ehren- und Gründungsvorsitzende der Dorfgemeinschaft Egon Spieker.

Protest gegen Umfüllstation der Bundeswehr in den 80er Jahren

Ferdindand Stöppel erinnerte an den Ursprung der Dorfgemeinschaft, die sich von 1981 bis 1989 gegen eine geplante Umfüllstation für Treibstoffe der Bundeswehr am Haltepunkt der Eisenbahn in Riege wehrte. »Erfolge spornen zu neuen Taten an, so dass am 15. März 1994 die Dorfgemeinschaft als Verein gegründet wurde«, blickte Stöppel zurück.

Als Dach aller örtlichen Vereine vertritt die heute 186 Mitglieder zählende Dorfgemeinschaft die Interessen der Ortsteile Riege und Hövelriege, organisiert mit dem Lichterfest, dem Adventskonzert und dem Adventsmarkt sowie weiteren Veranstaltungen aber auch eine Vielzahl kleinerer und größerer Veranstaltungen. Außerdem hat sich die Dorfgemeinschaft dem Schutz von Umwelt und Natur, dem Erhalt des dörf­lichen Charakters der Ortsteile sowie der Fortführung des Schul­museums verschrieben.

Ehrung für die Gründungsmitglieder

»Für uns ist die Dorfgemeinschaft ein konstruktiver und zuverlässiger Partner, der viele Ideen zum Wohl der Menschen in den Ortsteilen entwickelt. Wir haben hier zwei Ortsteile, die gleiche Gene haben und für uns wie eineiige Zwillinge sind«, fand auch Bürgermeister Michael Berens (CDU) anerkennende Wort für das Engagement. Namentlich dankte er den beiden Vorsitzenden der Dorfgemeinschaft, Egon Spieker und seinem Nachfolger Ferdinand Stöppel, für ihren Einsatz. »Sie haben die alte Dorfschule zu einer Oase entwickelt. Daraus ein Schulmuseum zu machen, war eine wunderbare Idee«, sagte Berens. »Sie betreiben vorbildliche Heimatförderung und sind der Anwalt der Bürgerinnen und Bürger«, betonte der stellvertretende Landrat Vinzenz Heggen (CDU).

Glückwünsche für ihr 25-jähriges Mitgliedsjubiläum in den Reihen der Dorfgemeinschaft konnten anschließend Heinrich Bultmann, Werner Brüggemeier, Ellen Ewers, Werner Ewers, Karl-Heinz Greven, Karl-Heinz Ilsen, Helga Kühnel, Johannes Meyer, Herbert Ponzel, Eduard Renneke, Heinz-Josef Rübbelke, Hubert Schmidt, Egon Spieker, Siegfried Wiethoff und Heinz Tegethoff entgegen nehmen. Manfred Wiethoff als Schatzmeister und Hermann Ilskens als Schriftführer feierten ihr Mitgliedsjubiläum und bekleiden von Beginn an Vorstandsposten.

Unterricht nach der preußischen Schulordnung von 1872

Über die Geschichte des Schulmuseums, das 1994 eröffnet wurde, berichtete Manfred Schneider, der von 1962 bis zur Schließung 1968 die damalige Volksschule geleitet hat. Viele Ausstellungsgegenstände habe der inzwischen verstorbene Wolfgang Paul zusammengetragen. Seit 2000 unterrichtet Manfred Schneider am Schulmuseum nach der preußischen Schulordnung von 1872, was Jahr für Jahr tausende Besucher anlockt. 2004 kamen mit Lutz Göhnert, 2008 Manfred Robrecht und 2011 Ferdinand Stöppel weitere Lehrer hinzu. Viele Stationen der Dorfgemeinschaft wie auch des Schulmuseums sind in einer neuen Chronik festgehalten, die Ferdinand Stöppel federführend zusammengestellt hat.

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