Hövelhofer Bauamt stellt Planungen vor – Gebäude soll 2020 entstehen
Neues Flüchtlingsheim an der Bielefelder Straße

Hövelhof (WB). An der schon seit Jahren genutzten Flüchtlingsunterkunft an der Bielefelder Straße entsteht ein weiterer Neubau zur Unterbringung von Asylbewerbern. Die Planungen stellte jetzt Heike Vahle, Mitarbeiterin im Hövelhofer Bauamt, im Bau- und Umweltausschuss vor. Die Kosten für den Neubau sind noch nicht bekannt und werden sich im weiteren Planungsverfahren konkretisieren.

Dienstag, 10.09.2019, 09:00 Uhr
Entstehen soll ein zweigeschossiges Gebäude mit Pultdach. Es bietet in acht Wohnungen Platz für bis zu 34 Menschen. Foto: Gemeinde Hövelhof

Nach Angaben von Bürgermeister Michael Berens sind derzeit etwa 150 Personen in den Hövelhofer Übergangsheimen (unter anderem Altbau und Container an der Bielefelder Straße, ehemaliges Landhaus Ahmet an der Grenze zu Kaunitz, früheres Büchereigebäude an der Bahnhofstraße) untergebracht. Der Großteil von ihnen ist bereits anerkannt und somit verpflichtet, mindestens drei Jahre lang den Wohnsitz in Hövelhof zu nehmen.

Weitere Zuweisungen sind angekündigt

Die zuständige Bezirksregierung Arnsberg habe die Zuweisung von etwa 50 weiteren Flüchtlingen angekündigt, sagte der Bürgermeister. »Derzeit haben wir rechnerisch noch 65 freie Plätze. Für die kommenden Monate wird das noch reichen, aber es ist schwierig, weitere Prognosen zu wagen«, so Michael Berens. Der Bau einer weiteren festen Unterkunft an der Bielefelder Straße (zwischen Bahnübergang und Hövelrieger Straße) war bereits für 2018 vorgesehen, wurde aber zunächst zurückgestellt, da es noch genug freie Zimmer in anderen Unterkünften gab. Im vergangenen Jahr war zunächst ein Bau in Holzrahmenbauweise geplant worden, der etwa 1,4 Millionen Euro gekostet hätte. Wie viel die neue Planung kostet, ist derzeit noch nicht bekannt. Gelder stehen aber schon seit 2018 bereit.

Kaum Wohnungen auf dem freien Markt

»Wir hatten das Ziel, möglichst viele der bereits anerkannten Flüchtlinge in private Mietwohnungen zu vermitteln, das hat aber leider nicht geklappt, weil es in Hövelhof so gut wie keine preiswerten Wohnungen auf dem freien Markt gibt«, sprach der Bürgermeister ein weiteres Pro­blem an.

Der geplante Neubau an der Bielefelder Straße solle möglichst über kurz oder lang auch die Containerlösung dort ersetzen, diese seien nicht als Dauerunterkunft geplant gewesen. Mit dem Neubau soll möglichst kurzfristig gestartet werden: »Bis Ende 2020 wollen wir das umsetzen«, so Berens.

Acht etwa 45 Quadratmeter große Wohnungen geplant

Bauamts-Mitarbeiterin Heike Vahle präsentierte anschließend die Planung: ein längliches, zweigeschossiges Gebäude mit je vier Wohnungen im Erdgeschoss und im ersten Stock, die über einen außen liegenden Gang erreicht werden können. Die Wohnungen sind jeweils etwa 45 Quadratmeter groß.

»Je nach Zuweisung durch die Bezirksregierung können in den acht Wohnungen etwa 34 Personen untergebracht werden. Geplant ist ein einfacher Baukörper ohne Keller und mit Pultdach«, beschrieb Heike Vahle

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6914285?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198401%2F2851066%2F
Corona: Bund und Länder vereinbaren massive Beschränkungen
Mitarbeiter der Stadtpolizei in Frankfurt am Main im Gespräch mit zwei Frauen.
Nachrichten-Ticker