156 Seiten starkes Buch dokumentiert vielfältige Aktivitäten
Zwei Jubiläen beim Lichterfest

Hövelhof (WB). Doppelt und dreifach Grund zum Feiern haben die Rieger und Hövelrieger sowie deren Gäste beim stil- und stimmungsvollen Lichterfest am Freitag, 27. September, im Schulgarten an der Junkernallee: Seit 25 Jahren besteht der Verein Dorfgemeinschaft Hövelriege-Riege (DGHR), ebenfalls ein Vierteljahrhundert alt wird das Dorfschulmuseum in der alten Schule, und anlässlich der beiden Jubiläen ist jetzt eine üppige Festschrift entstanden.

Sonntag, 08.09.2019, 15:56 Uhr
Manfred Wiethoff (links, Vorstandsmitglied der DGHR) und di e Dorfschulmuseumsleiter Manfred Schnieder, Ferdi Stöppel (außerdem Vereinsvorsitzender) sowie Manfred Robrecht (ab 2. von links) präsentieren die 156 Seiten starke Dokumentaion.

Komplett neu ist das 156 Seiten starke Buch im DIN-A-4-Format nicht, denn Teile darin stammen aus der Festschrift, die vor vier Jahren anlässlich des runden Geburtstages »200 Jahre Dorfschule« erschien. Einige der Berichte im jetzt herausgebrachten Buch sind allerdings überarbeitet und ergänzt, viele andere jedoch ganz neu verfasst.

Ein Grund für die neuen Beiträge in der Festschrift: Die Dorfgemeinschaft Hövelriege/Riege hat allein in den vergangenen vier Jahren, seit dem Jubiläum des Dorfschulgebäudes, etliche neue Projekte initiiert und umgesetzt. »Und immer ist das alles nur möglich geworden durch das gute Zusammenwirken im Ort, durch Teamarbeit im besten Sinne«, unterstreichen Ferdinand Stöppel, Vorsitzender der DGHR sowie Vorstandsmitglied Manfred Wiethoff in einem Gespräch mit dieser Zeitung.

Projekte im Dorf umgesetzt

Wer sich mit der Entstehungsgeschichte des Vereins Dorfgemeinschaft Hövelriege-Riege befasst, wer zurückschaut auf die Ideen und die Aktivitäten der Mitglieder in einem Zeitraum von 25 Jahren, wer einzuschätzen vermag, welche positiven Effekte die verschiedenen Projekte im Dorf hatten und haben, wird dem Verein und allen, die vor und hinter den Kulissen mitwirken, Dank, Respekt und Anerkennung zollen. Genauere Auskunft über das Erreichte zeigt die Dokumentation, die in einer Auflage von zunächst 500 Exemplaren erschienen ist. Mitfinanziert wurde das Buch durch Spenden von Privatleuten und Firmen.

Die Zusammenstellung der Dokumentation »hat viel Zeit in Anspruch genommen, hat aber auch viel Freude gemacht«, blickt Stöppel zurück. Verkauft wird das Buch natürlich auch beim Lichterfest. Aufgestellt wird dazu ein Sparschwein, das mit zehn Euro pro Buch (gerne auch mehr...) gefüttert werden kann.

Das 25 Jahre alte Dorfschulmuseum, untergebracht in der alten Rieger Schule, ist gewissermaßen das Prunkstück der DGHR. Wer das mit außergewöhnlicher Liebe zum Detail ausgestattete Museum betritt, wird nicht nur in eine völlig andere Zeit zurückversetzt; als Besucher wird man binnen kürzester Zeit quasi entschleunigt.

Bis 1968 wurden hier Kinder unterrichtet. Letzter Schulleiter war Manfred Schneider. Mitte der 1990er Jahre wurde das denkmalgeschützte Gebäude renoviert. Angemeldete Gruppen können hier 90 Minuten lang »Unterricht nach der Preußischen Schulordnung von 1872« erleben. In Zweierbänken können die Teilnehmer der Führungen dann die altdeutsche Schrift üben, auf Schiefertafeln schreiben und alte Rechengeräte nutzen. Eine einmalige Besonderheit im Gebäude ist das »goldene ABC«, das 1850 angebracht wurde. Museumsleiter sind Manfred Robrecht, Manfred Schneider und Ferdi Stöppel, die allesamt als ehemalige Lehrer »vom Fach« sind und sich dieser Aufgabe mit spürbarer Leidenschaft verschrieben haben.

Das Museum lebt, weil immer wieder mal neue/alte Exponate hinzukommen. Da reicht die Palette vom uralten Spucknapf bis zur seltenen Fibel. Mal bekommen die Museumsleiter etwas angeboten, mal »entdeckt man selbst etwas beim Schlendern über Flohmärkte«, berichtet Manfred Robrecht, dem unlängst ein Buch aus dem 18. Jahrhundert über Kindererziehung in die Hände kam.

Archivierung erwünscht

Der Fundus des Dorfschulmuseums ist so vielseitig, dass es höchste Zeit zu sein scheint, alles einmal archivarisch zu erfassen. Robrecht: »Die Universitäten Bielefeld und Paderborn werden sich in den kommenden Monaten mit dem Thema ‘100 Jahre Grundschule’ befassen. Das Dorfschulmuseum in Riege ist darin involviert. Die ersten Kontakte zu den Universitäten sind sehr erfreulich gewesen. Vielleicht ergibt sich daraus die Gelegenheit, das Thema Dorfschulmuseum-Archiv in Riege als Projektarbeit anzubieten.«

 

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6909641?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198401%2F2851066%2F
Arminia verpflichtet Nathan de Medina
Nathan de Medina (rechts) verteidigt ab der neuen Saison für Arminia in der 1. Liga. Foto: imago
Nachrichten-Ticker