Hövelhofer Bürgermeister nimmt Stellung zum Neubau des Supermarktes
Optische Gestaltung des E-Centers bleibt unklar

Hövelhof (WB). Wie wird die Fassade des neuen E-Centers an der Bielefelder Straße aussehen? Klar ist: nicht so, wie auf bisherigen Animationen zu sehen war. Unklar ist hingegen, wie die neue Planung aussieht. Der Bauherr, die Firma Lüning, hält sich bedeckt, die Gemeindeverwaltung sagt, dass ihr hinsichtlich der Fassadengestaltung keine Informationen vorliegen. Dies sei allein Sache der Firma Lüning.

Samstag, 07.09.2019, 12:00 Uhr
Derzeit entsteht an der Bielefelder Straße der erste Bauabschnitt des neuen E-Centers. Optisch weicht die Ausführung von den öffentlich vorgestellten Ansichten ab. Foto: Meike Oblau

Vor zwei Wochen hatte sich in Leserbriefen und politischen Stellungnahmen teils heftige Kritik an der derzeit laufenden Baumaßnahme entwickelt . Zum einen missfiel einigen Politikern wie WB-Lesern, dass die acht Meter hohen Außenwände unmittelbar an den Radweg an der Bielefelder Straße heranrücken (Begriffe wie »Bunker« oder »Hövelhofer Mauer« fielen in den sozialen Netzwerken), zum anderen wiesen etliche Hövelhofer darauf hin, dass der Bau anders aussieht als in den zuvor veröffentlichten Architektenansichten, auf denen unter anderem eine große, durchgehende Glasfassade zu sehen war. Diese scheint nun nicht mehr umgesetzt zu werden.

So sah die Planung 2016 aus.

So sah die Planung 2016 aus. Foto: Lüning

Lüning: »Neue Zeichnungen sind nicht geplant«

Anfragen der WB-Redaktion, ob eine neue Ansicht des Baus für eine Veröffentlichung bereit stünde, beschied die Firma Lüning. ­negativ: »Nach Rücksprache mit der Geschäftsleitung bitten wir um Verständnis, wenn wir auf die vorhandenen und öffentlich im Bauamt ausliegenden Zeichnungen hinweisen. Neue Zeichnungen des Objekts sind nicht geplant«, hieß es aus der Pressestelle des Rietberger Unternehmens.

Die Gemeindeverwaltung teilte mit: »Im Rathaus liegen die bekannten und veröffentlichten Planzeichnungen vor. Die Außenfassade war nicht Gegenstand des Bebauungsplans. Hier sind nur die bereits vorgestellten Illustrationen bekannt. Da sich das Gebäude noch im Rohbau befindet, obliegt es dem Investor, die Fassade zu verblenden oder anderweitig farblich zu gestalten. Wir haben noch keine Kenntnisse über die Endgestaltung.«

Bürgermeister bittet um Zurückhaltung bei Beschuldigungen

In der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am Donnerstag ging Bürgermeister Michael Berens auf die im WB veröffentlichten politischen Stellungnahmen zum Thema E-Center ein. Er wies Vorwürfe, es sei nicht bekannt gewesen, dass das Gebäude bis unmittelbar an den Radweg heran gebaut werde, entschieden zurück: »Hier sind alle Vorgaben eingehalten worden und alle Ratsmitglieder waren über diese Planung informiert und haben genau darüber abgestimmt. Ich darf Sie also bitten, sich mit öffentlichen Beschuldigungen, der Bürgermeister oder das Bauamt hätten mehr gewusst, zurückzuhalten«, sagte Berens.

Auch auf das Thema Fassadengestaltung am neuen E-Center ging der Bürgermeister in der Sitzung ein: »Auch mir ist nicht bekannt, wie die Fassade letztlich aussehen wird. Ich gebe zu bedenken, dass derzeit über den Rohbauzustand geurteilt wird und gehe davon aus, dass der Bauherr nach der zuletzt geäußerten und durchaus auch berechtigten Kritik sehr großen Wert auf die Fassadengestaltung legen und sich viel Mühe geben wird«, so Michael Berens. Unterdessen wird in Kürze übrigens auch die Fläche schräg gegenüber dem E-Center bebaut. Hier entstehen Wohnhäuser (Eigentumswohnungen).

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