Gemeinde Hövelhof probiert von Montag an neues Sanierungsverfahren aus
Brandtstraße wird zur Teststrecke

Hövelhof (WB). Die Gemeinde Hövelhof testet von Montag an an der Brandtstraße ein neues und für Anwohner kostenloses Sanierungsverfahren. Dabei werden neue Deckschichten auf die kaputte Straße aufgebracht. Dieses Verfahren funktioniert allerdings nur bei Straßen, deren Unterbau noch tragfähig ist.

Freitag, 06.09.2019, 09:00 Uhr
Die Brandtstraße in Hövelhof wird von Montag an saniert. Nach Angaben der Gemeindeverwaltung sollen die Bauarbeiten etwa bis zum 26. September dauern. Foto: Besim Mazhiqi

Die Brandtstraße wird nach Angaben aus dem Sennerathaus von Montag an bis voraussichtlich zum 26. September gesperrt. Nicht betroffen ist der Kreuzungsbereich Dr.-Sonnenschein-Straße. Die Anwohner der Brandtstraße müssen in den kommenden Wochen mit Einschränkungen rechnen.

In dem neuen Verfahren wird eine so genannte »dünne Asphaltdeckschicht in Kaltbauweise«, kurz DSK, auf den vorhandenen Straßenbelag aufgebracht. In der kommenden Woche werden zunächst Vorarbeiten erledigt, die Straße ist bis 13. September von leichten Einschränkungen abgesehen zunächst noch befahrbar.

Neue Deckschicht schon nach wenigen Minuten befahrbar

Ab Montag, 16. September, wird die erste Deckschicht aufgetragen, die bereits nach etwa fünf Minuten wieder befahrbar ist. Im weiteren Verlauf der Woche wird eine weitere Schicht aufgetragen, die nach circa einer Stunde wieder befahrbar ist. Je nach Wetter kann sich der Bauablauf kurzfristig verschieben.Während die beiden Schichten aufgetragen werden, wird die Brandtstaße vorübergehend voll gesperrt. Zusätzlich wird ein absolutes Halteverbot eingerichtet. Das Befahren der Hauseinfahrten ist während der Bauarbeiten nur eingeschränkt möglich.

Die Sanierungsmethode hatte Bauamtsmitarbeiter Dennis Kleewald empfohlen, der das Verfahren von seiner früheren Arbeitsstelle in Hamm kennt. Seinen Angaben zufolge hält die neue Deckschicht etwa zehn Jahre lang. »Es ist eine optische Verschönerung, die Straße wird quasi neu versiegelt«, erläuterte Kleewald Ende vergangenen Jahres das Verfahren gegenüber dem WB.

Dabei wird eine Mischung aus Bitumen, Zement, einer Gesteinskörnung und Wasser in einer Dicke von etwa 2,5 Zentimetern auf die vorhandene Straße aufgebracht. So werden Schlaglöcher geschlossen und zudem erreicht, dass das Wasser wieder besser von der Straßenoberfläche abfließen kann. Straßenbaubeiträge von Anwohnern werden bei diesem Sanierungsverfahren nicht erhoben.

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