2020 feiert Espeln zum 100. Mal Erntedank – Ernte- und Kranzkönig gekürt
Was für eine gelungene Generalprobe!

Hövelhof (WB). Die Hövelhofer Schützen haben in diesem Jahr bereits ihren 100. Geburtstag gefeiert. Dem Espelner Erntedankumzug steht dieses Jubiläum 2020 bevor. Die Generalprobe beim 99. Umzug ist hervorragend geglückt. 3000 Zuschauer waren restlos begeistert.

Sonntag, 01.09.2019, 19:49 Uhr aktualisiert: 01.09.2019, 20:31 Uhr
41 Gruppen zogen beim 99. Erntedankumzug durch Espeln. Etwa 3000 Besucher freuten sich über das bunte Bild in dem 680-Einwohner-Dorf. Foto: Meike Oblau

41 Wagen und Fußgruppen zogen zweimal durch das 680-Einwohner-Dorf, unterstützt von vier Musikkapellen. »Da krieg’ ich Gänsehaut«, war der erste Vorsitzende des ausrichtenden Bürgervereins, Günter Austermeier, sichtlich stolz auf das ebenso bunte wie kreative Treiben. Birgit Pachur hatte wieder zahlreiche Kinder animiert, mit Trampeltreckern, Bollerwagen, Kettcars oder zu Fuß mitzumachen.

Espeln feiert beim 99. Erntedankumzug

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Schützen feiern erstmals im Umzug mit

Die St.-Hubertus-Schützen um König Frank Bröckling und Oberst Hubert Bonke feierten eine Premiere und nahmen anlässlich ihres Bruderschaftsjubiläums erstmals am Erntedankumzug teil – dem Spaßfaktor in ihrer Gruppe nach zu urteilen vielleicht auch nicht das letzte Mal.

Vom Mostereiwagen (Tobias Düsterhus und Freunde) wurde den Zuschauern am Straßenrand Apfelsaft gereicht und natürlich hatten auch der Bäckerwagen (Günter Merschmann, Olaf Weikmann) und der neu gestaltete Kartoffelwagen (Matthias Austermeier, Stefan Siegenbrink) Leckereien mit an Bord. Auf dem Jahrmarktwagen gab’s sogar einen »Hau den Lukas«. Wer nicht ganz so kräftig war, dem blieben nur spöttische Bezeichnungen wie »Pillefuß« oder »Popeye« – wer aber richtig zulangte, der durfte sich glücklich »Espelner« nennen, wenn er es bis zur obersten Markierung schaffte.

Letzter Wagen lädt schon zum Jubiläum ein

Martin Hegemann moderierte den Umzug am Bürgerhaus gewohnt gut gelaunt. Den Abschluss des Umzuges bildete diesmal ein ganz besonderer Wagen mit Heinz Melcher am Steuer: Hier wurde schon mal Werbung gemacht für die große Jubiläumsveranstaltung »100 Jahre Erntedank in Espeln« im kommenden Jahr. So viel sei schon mal verraten: 2020 feiern die Espelner vier Tage lang und beginnen schon freitags – die Schützen haben das in diesem Jahr ja erfolgreich vorgemacht. Auch eine historische Ausstellung und eine Chronik sind bereits in Planung. Und natürlich wird es auch 2020 wieder durchs Dorf schallen: »Zwei, drei, vier – juhuuuu!«

Markus Keßler und Melanie Bräuer sind das Erntekönigspaar

Der persönliche Referent von Landrat Manfred Müller steht seit Sonntagnachmittag über seinem Chef – zumindest, was den Titel angeht: Markus Keßler ist Erntekönig in Espeln.

Traditionell wird das Erntekönigspaar vom Kranzkönig gekürt. Der muss sich zunächst einmal hoch zu Ross sportlich betätigen. Am Sonntag war es Markus Engels, der den Kranz im Galopp herunterholte. Zum Erntekönigspaar ernannte er anschließend Markus Keßler und dessen Lebensgefährtin Melanie Bräuer. Zur Königsfamilie gehören die Kinder Kristin (21) und Maurice (17) sowie Hund Carlos. Markus Keßler arbeitet als persönlicher Referent von Landrat Manfred Müller beim Kreis Paderborn, seine Frau ist in Hövelhof bei DBL Kotzenberg beschäftigt.

Beide sind dem Ortsteil Espeln seit vielen Jahren eng verbunden. Markus Keßler hat viele Jahre beim SC Espeln Fußball gespielt und als Jugendtrainer fungiert. Bei den Emslandjägern gibt er als Schlagzeuger den Takt vor und er gehört zum Orga-Team von »Espeln live«, das in diesem Jahr Premiere feierte. Melanie Bräuer war lange bei den Espelner Messdienern engagiert und unterstützt bei vielen Veranstaltungen die Dorfgemeinschaft.

Sehenswerte Quadrille der Reitergruppe

Vor dem Kranzreiten hatte die Reitergruppe unter der Leitung von Edwin Krukenmeyer wieder ihre beeindruckende Quadrille auf dem Sportplatz gezeigt.

Nachdem der ursprünglich geplante Festredner, Unternehmer und Schalke-Boss Clemens Tönnies, seine Teilnahme vor zwei Wochen abgesagt hatte (das WV berichtete), lauschten die Zuschauer stattdessen den Worten von Bürgermeister Michael Berens und von Günter Austermeier, Vorsitzender des Bürgervereins Espeln.

Bürgermeister fordert mehr Wertschätzung für Landwirte

Michael Berens beklagte, die Landwirtschaft werde heute oftmals diffamiert und sei nicht mehr wohl gelitten: »Viele haben offenbar vergessen, was die Landwirtschaft leistet. Im Deutschen Bundestag gibt es in der Kantine Lebensmittel aus Argentinien, Frankreich oder Irland, bei den Mitgliedern des Bundestages scheint deutsches Essen verpönt zu sein«, so Berens. Es müsse ein Umdenken geben: »Wir müssen wieder viel mehr wertschätzen, was die Landwirtschaft für uns alle leistet.« Es müsse Schluss sein »mit den Zeiten der Griesgrämigkeit, in denen blauhaarige Youtuber den Ton angeben. Deswegen komme ich gerne nach Espeln. Hier sind die Menschen fröhlich, positiv und optimistisch, statt an allem herumzumeckern«, lobte der Bürgermeister den Teamgeist im 680-Einwohner-Dorf.

 

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