Hövelhofs Kämmerer Andreas Schwarzenberg stellt Jahresabschluss 2018 vor
Minus geringer als geplant

Hövelhof (WB). Der Haushalt 2018 der Gemeinde Hövelhof weist ein Jahresergebnis von minus 1,3 Millionen Euro aus, heißt: Hövelhof hat mehr ausgegeben als eingenommen. Da ursprünglich aber sogar mit einem Minus von 2,9 Millionen Euro geplant worden war, bilanzierte Kämmerer Andreas Schwarzenberg in der Ratssitzung am Donnerstag eine »Ergebnisverbesserung von 1,6 Millionen Euro«.

Samstag, 06.07.2019, 15:00 Uhr
Symbolbild Foto: dpa/Daniel Reinhardt

Große finanzielle Probleme sieht der Kämmerer trotz des Defizits vorerst nicht, sein Statement lässt sich aber wohl mit dem Filmtitel »Die fetten Jahre sind vorbei« zusammenfassen. Um das Defizit auszugleichen, muss die so genannte Ausgleichsrücklage herhalten, die in Hövelhof aber immer noch recht gut gefüllt sei. Durch die guten Ergebnisse der Vorjahre standen vor dem Jahresabschluss 2018 in der Rücklage noch 8,3 Millionen Euro zur Verfügung, durch das 2018 eingefahrene Minus von 1,3 Millionen Euro schrumpft dieser Wert also auf sieben Millionen Euro. »Der Puffer ist noch recht gut, Sorgen müssen wir uns keine machen«, sagte Andreas Schwarzenberg.

Gewerbesteuereinnahmen rückläufig

Dennoch verwies der Kämmerer auf die sich eintrübende Konjunktur und die damit einhergehenden rückläufigen Gewerbesteuereinnahmen. Die seien vor allem auch der Grund für das Jahresdefizit 2018, sagte Schwarzenberg – geplant hatte Hövelhof mit Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 11,8 Millionen Euro, es wurden aber 650.000 Euro weniger. »In den Vorjahren lagen die Gewerbesteuereinnahmen teilweise bei über 13 Millionen Euro, diese Zahl ist derzeit außer Sichtweite geraten«, so Schwarzenberg weiter. Auch für das Haushaltsjahr 2019 erwarte er Ähnliches: »Wir müssen das im Auge behalten, denn der Hövelhofer Haushalt basiert im Wesentlichen stets auf den Einnahmen aus der Gewerbesteuer.«

Berens: »Wirtschaftswachstum sollte unser Ziel Nummer eins bleiben«

Bürgermeister Michael Berens ergänzte, diese Zahlen seien der Beleg dafür, wie stark die Kommune von der Gewerbesteuer abhängig sei: »Daher sollte ein Wirtschaftswachstum in Hövelhof weiterhin Ziel Nummer eins bleiben«, erinnerte Berens daran, dass die Gemeinde schon seit längerer Zeit keine neuen Gewerbegebiete mit Ausnahme der interkommunalen Fläche auf Stukenbrocker Gebiet mehr ausweisen konnte. Seine Kritik an dieser Tatsache richtet sich an Bezirks- und Landesregierung.

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