Technik für den neuen Brunnen am Henkenplatz in Hövelhof versteckt sich im Keller
Unterwegs im Untergrund

Hövelhof (WB). Bald sprudelt es am Henkenplatz: Die neue Brunnenanlage an der Hauptkreuzung soll passend zur Eröffnung am Montag fertig sein. Die größte Besonderheit des Brunnens ist im »Keller« verborgen: Die Technik steckt in der Brunnenstube unter dem Platz. Bauamtsleiter Andreas Markgraf hat das WB mitgenommen in den »Untergrund«.

Sonntag, 02.06.2019, 08:59 Uhr aktualisiert: 02.06.2019, 18:06 Uhr
Hier geht’s in den Untergrund: Bauamtsleiter Andreas Markgraf zeigt, wo sich die so genannte Brunnenstube auf dem neu gestalteten Henkenplatz versteckt. Im Keller befinden sich die Technik und auch das Wasserreservoir für den Brunnen. Foto: Jörn Hannemann

Durch eine kleine Klappe geht es auf einer Sprossenleiter ein paar Meter nach unten – dort schlägt das »Herz« der Anlage, die den Namen »Quellen der Senne« trägt. Die Firma Artesia aus dem benachbarten Augustdorf hat in dieser Woche die letzten Arbeiten erledigt. In der Zentrale im Keller kann der Brunnen künftig nach Wunsch programmiert werden.

So sieht die unterirdische Brunnenstube aus.

So sieht die unterirdische Brunnenstube aus. Foto: Hannemann

»Im Brunnenbecken sind insgesamt zwölf Düsen verbaut«, erklärt Andreas Markgraf. Zwei davon sind so genannte »Event-Düsen«, sie können nicht nur Fontänen in die Höhe sprudeln lassen, sondern auch so eingestellt werden, dass die Wasserstrahlen quer über die Brunnenanlage »schießen«.

Höhe der Fontänen und Beleuchtung wechseln

Das alles ist in der Brunnenstube programmierbar, ebenso wie die Höhe der einzelnen Fontänen und die Beleuchtung: »Hier können verschiedene Farben eingestellt werden«, beschreibt Markgraf. Auch das Wasser, aus dem sich der Brunnen speist, befindet sich in der Brunnenstube in einem eigenen Reservoir. »Das ist ein geschlossenes System. Nur bei Wasserverlust durch Verdunstung oder Spritzwasser wird das Reservoir wieder aufgefüllt«, sagt An­dreas Markgraf.

Die Unterkellerung erweist sich als überraschend geräumig, nahezu aufrecht kann der Bauamtsleiter hier stehen und zur Not finden auch zwei, drei andere Personen dort unten noch Platz – zumindest dann, wenn sie nicht unter Platzangst leiden.

Ersatz für den Mühlsteinbrunnen von Ernst Dunschen

Den neuen Brunnen, der den alten Mühlsteinbrunnen von Ernst Dunschen ersetzt, hat das Bauamt entwickelt. Die technische Umsetzung erledigten dann die Experten der Firma Artesia.

»Uns war es wichtig, dass wir nicht nur Wasserfontänen auf einer ebenen Fläche haben und das Wasser sofort versickert, sondern, dass es auch ein kleines Becken gibt, durch das Kinder durchwaten können oder in das auch Erwachsene am Brunnenrand sitzend ihre Füße halten können«, beschreibt Andreas Markgraf. Daher ist das Becken abschüssig, damit sich an der unteren Seite das Wasser sammeln kann und erst verzögert abfließt.

Hinter dem Brunnen stehen die Heidschnucken

Hinter dem Brunnen und damit in größtmöglicher Entfernung zur Hauptkreuzung steht die neue Heidschnuckenskulptur , die ebenfalls für Kinder zum Spielen gedacht ist – das Klettern auf den Schnucken und dem Ziegenbock des irischen Künstlers Alan Ryan Hall ist ausdrücklich erlaubt und erwünscht, ebenso wie das Spielen am und im Brunnen. Zumindest ab Montagabend, denn erst dann wird der Platz eröffnet . Frisch gepflanzte Schirmplatanen und neue Sitzbänke sorgen zusätzlich für Aufenthaltsqualität. Unterdessen plant das Bauamt bereits den nächsten neuen Brunnen: Der soll kommendes Jahr auf dem Hövelmarktplatz nahe der Eisdiele gebaut werden.

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