Conta-Clip investiert in 2300 Quadratmeter großen Anbau an der Otto-Hahn-Straße
Bekenntnis zum Standort Hövelhof

Hövelhof (WB). »Wir verdanken unsere Erweiterungsmöglichkeiten meinem Vater. Er hat an die Idee von Conta-Clip geglaubt«, sagt Bianca Klaß. Das Hövelhofer Unternehmen investiert kräftig in einen 2300 Quadratmeter großen Anbau an der Otto-Hahn-Straße.

Dienstag, 28.05.2019, 19:00 Uhr
Nach Ende der Bauarbeiten soll das Conta-Clip-Gebäude an der Otto-Hahn-Straße so aussehen. Mit der Fertigstellung wird im ersten Quartal 2020 gerechnet. Der Neubau bietet eine zusätzliche Nutzfläche von 2300 Quadratmetern für Produktion und Verwaltung. Zur Investitionssumme machte das Unternehmen keine Angaben.

Im Gegensatz zu vielen anderen örtlichen Unternehmen hat der Hersteller von elektrischer und elektronischer Verbindungstechnik dazu die räumlichen Möglichkeiten, weil Firmengründer Hans-Peter Klaß in den 1980er Jahren den Mut hatte, gleich in ein großes Grundstück zu investieren. Am Montag ist Baustart für den Anbau – und selbst wenn der im ersten Quartal 2020 fertig ist, gibt es noch weitere Möglichkeiten, im hinteren Bereich des Firmenareals zu erweitern.

300 Mitarbeiter, 121 davon in der Sennegemeinde

Aktuell arbeiten weltweit etwa 300 Menschen für Conta-Clip, davon 121 am Stammsitz in Hövelhof. Mehr als 17.000 verschiedene Artikel stellt das Unternehmen her. »Quasi alles, was in Schaltschränken steckt«, sagt die Tochter des Firmengründers, Bianca Klaß. Europa und Nordamerika sind dabei die Kernmärkte, das Unternehmen hat Tochtergesellschaften in den USA, in Frankreich, Italien und den Niederlanden. Produziert wird in Hövelhof und Tschechien, in der Sennegemeinde sind zudem eine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung sowie Konstruktion und Werkzeugbau beheimatet.

Die Produkte, die Conta-Clip anbietet, sind ähnlich wie die der großen Mitbewerber Phoenix Contact aus Blomberg, Weidmüller aus Detmold oder Wago aus Minden. »Im Konzert der Großen spielen wir eher eine untergeordnete Rolle, aber dadurch können wir flexibler sein, auch kleinere Mengen liefern. Wir besetzen gerne die Nischen«, beschreibt Bianca Klaß, wobei Conta-Clip auch ganz große Firmen wie Siemens oder Dräger beliefert. Patente besitzt das Unternehmen unter anderem auf spezielle selbst entwickelte Kabeldurchführungssysteme.

Produktion platzt aus allen Nähten

Nun braucht Conta-Clip mehr Platz, und zwar sowohl in der Verwaltung als auch in der Produktion, die nach Angaben von Bianca Klaß »bereits aus allen Nähten platzt«. »Wir benötigen mehr Flächen für neue Maschinen- und Werkzeugkonzepte«, sagt die geschäftsführende Gesellschafterin. Zusammen mit einem externen Spezialisten wurde ein Gutachten zur Wegeoptimierung in der Produktion erstellt.

Den 2300 Quadratmeter großen Neubau teilen sich Produktion (1100 Quadratmeter Hallenanbau) und Verwaltung (neues Gebäude auf 1200 Quadratmetern). In Workshops haben auch die Mitarbeiter über die Ausgestaltung der Pläne mitdiskutiert. Daraus resultiert unter anderem der Wunsch nach einem schallisolierten Pausenraum in der Produktion. Den Anbau setzt die Firma Goldbeck aus Bielefeld für Conta-Clip um – und zwar während der laufenden Produktion.

Firmengebäude soll repräsentativer werden

Mit dem Neubau einher geht auch der Plan, ein repräsentativeres Ambiente zu bieten. Das Verwaltungsgebäude wird teilweise verklinkert. Innen soll es durch dicke Glasscheiben möglich sein, auch einen Blick in die Produktion zu werfen. Saniert wird aber auch der Altbau. »Wir wollen schließlich keine Zwei-Klassen-Gesellschaft unter den Mitarbeitern«, sagt Bianca Klaß. Geplant sind unter anderem auch eine große Dachterrasse und Lademöglichkeiten für E-Autos. »Diese Erweiterung ist ein klares Bekenntnis zum Standort Hövelhof und wir sind guten Mutes, in fernerer Zukunft auch das noch zur Verfügung stehende freie Gelände im hinteren Bereich weiter füllen zu können«, sagt Bianca Klaß.

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