Militärseelsorger Jörg Plümper zieht von Hövelhof ins Berchtesgadener Land
Der Präses sagt Servus

Hövelhof/Augustdorf (WB). Viel weiter weg von Hövelhof innerhalb der deutschen Grenzen geht es kaum: Schützenpräses und Militärseelsorger Jörg Plümper zieht ins Berchtesgadener Land. Der 44-Jährige wechselt aus der Generalfeldmarschall-Rommel-Kaserne zu den Gebirgsjägern nach Bad Reichenhall. Am Donnerstag, 25. April, wird er in Augustdorf verabschiedet.

Mittwoch, 24.04.2019, 08:00 Uhr
Sechs Jahre lang hat der Hövelhofer Schützenpräses Jörg Plümper als Militärseelsorger in Augustdorf gearbeitet. Nun wechselt er in den tiefsten Süden: Der neue Arbeitsort des 44-Jährigen ist Bad Reichenhall im Berchtesgadener Land. Foto: Meike Oblau

Die gute Nachricht für die Hövelhofer St.-Hubertus-Schützen, die in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiern : Jörg Plümper bleibt ihnen trotz der 700 Kilometer, die ihn künftig von seiner Wahlheimat in der Senne trennen, als Präses erhalten. »Fürs Jubelfest habe ich schon Urlaub genommen«, berichtet er.

Plümper stammt aus dem Sauerland, genauer gesagt aus Menden, wo er geboren wurde und Abitur machte, und Fröndenberg, wo er aufwuchs. Und doch war sein beruflicher Weg nach dem Abitur, Wehrdienst in Unna und dem Studium in Freiburg und Paderborn ein wenig anders als der seiner Mitbrüder. Sein Diakonat absolvierte er 2002/2003 in Hövelhof (»Die Liebe zum Schützenwesen habe ich von dort mitgenommen«). Seine erste feste Stelle hatte Plümper in Elsen und hatte lange Zeit das Amt des Diözesanjungschützenpräses inne.

Seit 2012 ist Plümper Militärseelsorger

2012 wurde Plümper, dessen Familie in Hövelhof wohnt, dann Militärseelsorger. Als solcher ist er vom Erzbistum für den Militärbischof freigestellt und daher derzeit Bundesbeamter auf Zeit. »Für sechs Jahre war ich Ansprechpartner für die Soldaten der Panzerbrigade 21 Lipperland und deren Angehörige«, sagt Jörg Plümper. Zuständig war er auch für die Standorte in Höxter und Brakel. Militärseelsorger sollen Soldaten und ihre Angehörige »begleiten, nicht missionieren«, beschreibt der 44-Jährige. Dreimal ist er mit den Soldaten auch monatelang im Auslandseinsatz gewesen: in der Türkei, im Irak und gerade erst bis Ende März in Afghanistan .

»Nach sechs Jahren konnte sich Berlin nun einen anderen Dienstort für mich vorstellen«, sagt Jörg Plümper – und so packt er gerade Umzugskartons. Es zieht ihn nach Bad Reichenhall im Berchtesgadener Land und somit zur Gebirgsjägerbrigade 23 in die Hochstaufen-Kaserne. Eine Wohnung hat er bereits gefunden. Sechs Jahre wird er, wenn alles läuft wie geplant, in Oberbayern verbringen, um dann ins Erzbistum Paderborn zurückzukehren. Daher behält er seinen zweiten Wohnsitz in Hövelhof.

Verabschiedung am Donnerstag in Augustdorf

Am Donnerstag ab 13.30 Uhr wird Jörg Plümper offiziell mit einer Messe und einem kleinen Empfang aus Augustdorf verabschiedet. Auch Freunde, Nachbarn und eine Schützendelegation aus Hövelhof werden dabei sein. Bereits am Dienstag, 30. April, wird der Militärseelsorger in Bad Reichenhall in sein neues Amt eingeführt.

»Die Aufgabe bleibt dieselbe wie in Augustdorf: Wir sind da für Menschen in Extrem- und Grenzsituationen«, sagt der 44-Jährige. Gemerkt habe er bereits, dass Soldaten in Bad Reichenhall sehr große Wertschätzung genießen und »vielleicht sogar mehr gesellschaftlich etabliert und überall in Uniform dabei sind als hier in OWL«. An den bayrischen Dialekt wird er sich noch gewöhnen müssen. »Zur Not hole ich meine paar Brocken Hövelhofer Platt raus«, lacht der Geistliche. In diesem Sinne: Servus, Jörg Plümper - und »Chut Chohn!«

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