Hövelhofs Bürgermeister Michael Berens kommt mit Neuigkeiten zur Versammlung
Steuert Linie 73 bald wieder Riege an?

Hövelhof (WB). Die Buslinie 73 zwischen Hövelhof und Gütersloh könnte bald wieder über Riege fahren. »Nach den Sommerferien könnte das klappen«, sagte Hövelhofs Bürgermeister Michael Berens auf einer Bürgerversammlung im Rieger Pfarrheim.

Dienstag, 02.04.2019, 08:00 Uhr
Bürgermeister Michael Berens möchte Riege wieder an den Streckenverlauf der Buslinie 73 anbinden. Der Betreiber sagt, Riege und Hövelriege würden aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr angefahren. Schulkinder, die nach Verl wollen, müssen seither an der Gütersloher/Ecke Detmolder Straße einsteigen. Foto: Meike Oblau

Wie berichtet hatten sich Eltern darüber beklagt , dass Kinder aus den Ortsteilen, die in Verl zur Schule gehen, an der aus ihrer Sicht gefährlichen Bushaltestelle Brink an der Tankstelle Gütersloher/Detmolder Straße ein- und aussteigen müssen. Die Linie 73 hatte bis vor ein paar Jahren Riege angesteuert, fährt seitdem aber direkt von Hövelhof über die Gütersloher Straße nach Verl und weiter nach Gütersloh. Kinder aus Riege, Hövelriege und Stukenbrock-Senne müssen seither an der Haltestelle Brink warten, die nicht ausgebaut ist und nahe an beziehungsweise direkt in einer Tempo-100-Zone liegt.

Gespräche über finanzielle Unterstützung für den Linienbetreiber

»Wir haben mit dem Linienbetreiber gesprochen«, berichtete Michael Berens auf der Bürgerversammlung. Die TWV (Teutoburger Wald Verkehr) habe mitgeteilt, dass Riege und Hövelriege aus Kostengründen nicht mehr angefahren würden. »Der Betreiber wäre aber bereit, die alte Verbindung wieder herzustellen, wenn wir als Gemeinde das mitfinanzieren«, sagte Michael Berens. Wird eine Einigung erzielt, könnte die Buslinie 73 nach den Sommerferien wieder über die Hövelrieger Straße statt wie derzeit über die Gütersloher Straße fahren.

Auch mit der Kreuzung Detmolder/Gütersloher Straße, an der die umstrittene Haltestelle Brink liegt, sei er nicht glücklich, sagte Berens. Direkt im Kreuzungsbereich ist zwar Tempo 70 angeordnet: »Es wird aber sehr oft viel zu schnell gefahren, was gerade, wenn Autos aus der Detmolder Straße nach links abbiegen wollen, zu brenzligen Situationen führt. Immer wieder passieren auch Unfälle.« Die Gemeindeverwaltung habe daher einen Vorstoß gewagt und an dieser Stelle einen Kreisverkehr gefordert: »Das Land NRW sagt aber leider Nein und sieht keinen Bedarf«, sagte Michael Berens.

Neues Baugebiet in Riege wird ab 2020 vermarktet

Auf der Bürgerversammlung ging er auch auf andere Projekte ein. So erinnerte Berens an die Sanierung der Ortsdurchfahrt Hövelriege und den »Lückenschluss« an der Junkernallee durch eine neue Brücke im vergangenen Jahr. Zudem seien die Fassade der Furlbachschule und der Spielplatz hinter dem Rieger Pfarrheim erneuert worden. In Riege solle in den kommenden Jahren in drei Bauabschnitten ein neues Baugebiet entstehen. Berens rechnet für Frühjahr 2020 mit der Vermarktung der ersten 25 Grundstücke. In diesem Jahr solle zudem die Straße Im Winkel ausgebaut werden, im Herbst oder spätestens im Frühjahr 2020 sollen auch die Bauarbeiten für den neuen Trainingsplatz des FC Hövelriege beginnen.

Schlechter Handyempfang und langsames Internet

Noch keine Lösung gibt es für den schlechten Handyempfang in den Ortsteilen. Die Mobilfunkanbieter hätten unisono erklärt, dass ein Ausbau dort für sie derzeit nicht wirtschaftlich sei, sagte Michael Berens. Auch die langsamen Internetverbindungen in Riege und Hövelriege werden immer wieder beklagt. Möglicherweise hätten die Ortsteile eine Chance auf einen Ausbau, wenn es im Hövelhofer Kernort und der Bentlake mit dem Ausbauprojekt der Deutschen Glasfaser klappe , sagte der Bürgermeister. Den Grundschulstandort Furlbachschule sehe er inzwischen wieder als gesichert an, die Klassen seien gut besucht.

Kritik am Zustand etlicher Straßen

Kritik übten Anwohner am Zustand etlicher Straßen in den Ortsteilen, genannt wurden unter anderem Ramselstraße, Hirschpark und Strickstroot. An der Ramsel- und der Detmolder Straße wolle der Bauhof in Kürze ein neues Verfahren zur Befestigung der immer wieder ausgefahrenen Straßenrandbereiche testen, sagte Michael Berens. Dieses Verfahren sei in Hövelhof bereits am Grünen Weg angewendet worden. Hierbei werden zur Stabilisierung so genannte Ufersteine (Betonrasengitter) in die Bankette eingebaut. 2020 werde der Nachtigallenweg endausgebaut. Im Bereich Strickstroot, sagte Berens, könne man gerne eine Anwohnerabfrage machen, auch diese Straße sei – seit Jahrzehnten – noch nicht endausgebaut.

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