Fällungen am Elli irritieren Hövelhofer Bürger – Gemeindeverwaltung erklärt Gründe
Darum mussten 16 Bäume weichen

Hövelhof (WB). Die Baumfällungen am Elli-Markt-Areal in Hövelhof waren zwar angekündigt. Die Menge der gefällten Bäume aber hat in dieser Woche für Irritationen gesorgt. Die Gemeindeverwaltung erklärt, warum so viele Bäume weichen mussten – und kündigt für die kommenden Tage weitere Fälllungen im Verlauf der Gütersloher Straße in Fahrtrichtung Geha-Werke an.

Freitag, 01.03.2019, 21:00 Uhr
Entlang der Gütersloher Straße ließ die Gemeinde acht Bäume fällen. Hier soll eine zweite Zufahrt auf den Elli-Parkplatz entstehen. Damit Autofahrer, die auf die Straße abbiegen wollen, ausreichende Sicht haben, mussten die Bäume weichen. Foto: Jörn Hannemann

Insgesamt sind nach Angaben aus dem Sennerathaus in den vergangenen Tagen rund um das und auf dem Supermarkt-Gelände, wo demnächst bekanntlich der jetzige Elli-Markt in ein mehr als doppelt so großes E-Center erweitert werden soll, 16 Bäume gefällt worden. Vor allem die Fällung aller Bäume entlang der Gütersloher Straße vom Kreisverkehr bis zur angrenzendem Wohnbebauung war in dieser Woche Gesprächsthema in der Sennegemeinde.

Neue Zufahrt zum Elli-Parkplatz entsteht

Hier soll demnächst eine zweite Zufahrt auf den Elli-Parkplatz entstehen. Bisher ist der Parkplatz nur über die Bielefelder Straße erreichbar. Viele Hövelhofer waren offenbar davon ausgegangen, dass es für eine weitere Parkplatzzufahrt ausreicht, ein oder zwei Bäume zu entfernen. Aber so einfach ist das nicht, heißt es aus dem Rathaus.

»Für die Herstellung der Grundstückszufahrt an der Gütersloher Straße sind die Baumfällungen gemäß Verkehrsgutachten unumgänglich. Vergleichbar einer öffentlichen Straße sind Grundstückszufahrten mit erhöhtem Verkehrsaufkommen in Bezug auf die Verkehrssicherheit zu betrachten«, lautet eine schriftliche Erklärung der Gemeindeverwaltung. Autofahrer, die künftig vom Parkplatz aus auf die Gütersloher Straße abbiegen wollten, bräuchten eine ausreichende Sicht auf den fließenden Verkehr: »Bei einer zulässigen Geschwindigkeit vom 50 km/h auf der Gütersloher Straße beträgt die notwendige Einsehbarkeit in den Straßenraum mindestens 70 Meter in beide Fahrtrichtungen. Dieses war aufgrund der Bäume und des leicht kurvenförmigen Straßenverlaufes nicht gegeben. Die so genannten Sichtdreiecke waren daher freizumachen. Hierfür wurden acht Bäume gefällt. Da es sich um Bäume im öffentlichen Straßenraum handelt, wird dieses von der Sennegemeinde finanziert«, erklärt die Verwaltung.

Fällungen auch an der Bielefelder Straße

Zusätzlich seien von der Firma Lüning vier Bäume am heutigen Parkplatz an der Bielefelder Straße gefällt worden, da das neue E-Center künftig direkt bis an den Gehweg heranreicht. Weitere vier Bäume entfernte Lüning mitten auf dem Grundstück nahe des Wohn- und Geschäftshauses, in dem derzeit noch die Modeboutique Edith M. untergebracht ist.

Obwohl Bäume laut Bundesnaturschutzgesetz nur bis 28. Februar gefällt werden dürfen, stehen an der Gütersloher Straße zudem in Kürze weitere Fällarbeiten an, die Bürgermeister Michael Berens Anfang Februar im Bauausschuss angekündigt hatte. Für die Entfernung der Bäume trotz Beginns des gesetzlichen Fällverbots ab dem 1. März gibt es nach Absprache mit der unteren Naturschutzbehörde eine Ausnahmegenehmigung.

Wurzeln beschädigen Geh- und Radwege

Im Verlauf der Gütersloher Straße vom Elli-Gelände in Richtung Industriestraße sollen insbesondere mehrere Großbäume, zum Beispiel Platanen, gerodet werden, die mit ihren Stämmen und Wurzeln erhebliche Schäden auf Gehwegen, Radwegen und in der Straßenentwässerung angerichtet hatten. Um diese Schäden beheben zu können, müssen die Bäume in Kürze entfernt werden. Dazu werde noch einmal eine gesonderte Pressemitteilung herausgegeben, hieß es aus dem Rathaus.

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