Ausverkaufte Premiere: fünf Bands in fünf Hövelhofer Gaststätten unterwegs
Kreuz und quer auf Kurz-Tournee

Hövelhof (WB). Fünf Bands spielen in fünf Lokalen auf – das Konzept ist bekannt und bewährt. Doch die Hövelhofer Kulturinitiative Sennekult und der Verkehrsverein haben dieses Konzept neu erfunden: Nicht das Publikum wechselte im Laufe das Abends die Örtlichkeiten, sondern die Musiker reisten von Kneipe zu Kneipe. Mit gut 550 Gästen war »Acts on Tour« restlos ausverkauft.

Dienstag, 19.02.2019, 11:38 Uhr aktualisiert: 19.02.2019, 16:24 Uhr
Fünf Bands waren bei der ersten Ausgabe der »Acts on Tour« in fünf Hövelhofer Gaststätten unterwegs. Nach jeweils 40-minütigen Kurzkonzerten wechselten The Young Guinnessis (vorne links), Lanny Lanner (vorne rechts), Reis against the Spülmaschine (hinten links), Pete Alderton (hinten mit Hut) und die Royal Stage Army (hinten rechts) die Lokalität und präsentierten sich einem neuen Publikum. Foto: Axel Langer

»Das Konzept ist für uns Musiker eine echte Herausforderung. Wir werden mit möglichst minimalistischem Aufwand unterwegs sein«, sagte Coco, Sängerin der Royal Stage Army. Jeweils 40 Minuten dauerten die Gastspiele der jeweiligen Band in den Lokalitäten, dann ging es im Kleinbus und betreut von ehrenamtlichen Helfern des Sennekults weiter zur nächsten Gaststätte. Instrumente und ein eingepegeltes Mischpult wurden mitgenommen. Die Bühne und Mikrofone blieben vor Ort.

Verschiedene Musikstile

Bei der Auswahl der Bands wurde Wert auf verschiedene Musikstile gelegt. Während The Young Guinnessis mit irischen Klängen unterwegs waren, sorgten Reis against the Spülmaschine für eine Mischung aus Gassenhauermelodien, die mit eigenen, kabarettistischen Texten bereichert wurden. Eine Mischung, die kaum ein Auge trocken ließ. In Singer-/Songwritermanier präsentierte sich Lanny Lanner. Der Österreicher ist mit Stefanie Hertel verheiratet und hat schon »Hövelhof-Erfahrung« gesammelt. Eher rockige Klänge bot der Engländer Pete Alderton. Bei der Premiere war auch die Hövelhofer Band Royal Stage Army dabei.

»Es wird spannend sein, welches Publikum uns jeweils vor Ort erwartet. Das dürfte kunterbunt gemischt sein«, war Coco vor dem ersten, 40-minütigen Auftritt im Hotel Victoria ganz gespannt, wie die musikalische Rundreise beim Publikum ankam.

Anschließend ging es weiter in den Gasthof Kersting, in Frank’s Vinothek, ins Werk 7 und in die Gaststätte Einstein. »Bei fünf Stationen muss ganz schnell auf- und abgebaut werden. Das ist sicher eine tolle Erfahrung«, war auch Lanny Lanner auf das neue Musikformat gespannt.

Musikalischer und gastronomischer Genuss

In allen Gaststätten boten die Künstler mehr oder weniger das gleiche Programm. »Wir haben eigens Stücke zusammengestellt, die als Akustik-Version funktionieren. Außerdem kann man zum Schluss des eigenen Konzerts keinen echten Rausschmeißer spielen. Wer haben uns etwas rausgesucht, das Lust auf mehr macht«, hatte sich Coco gut vorbereitet und trotzdem gehörte Lampenfieber vor den ersten Tönen einfach dazu.

Lust auf mehr hatten auch die rund 550 Besucher in den Gaststätten. Viele verbanden die Konzerte nicht nur mit musikalischem, sondern auch mit gastronomischem Genuss.

Lautstark wurden auch Zugaben der einzelnen Künstler gefordert, denen die Musiker in zeitlich beschränktem Rahmen auch nachkamen, um dann in Windeseile der nächsten Band Platz zu machen. »Wir sind sehr zufrieden und planen bereits eine Neuauflage«, sagte Sennekult-Geschäftsführer Christian Bökamp am Rande eines Auftritts.

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