Flüchtlingsberater soll künftig in Vollzeit beschäftigt werden
Hövelhof will Stelle aufstocken

Hövelhof (WB). Im September 2018 hat Flüchtlingsberater Ralf Daut von den Maltesern im Hövelhofer Rathaus seine Arbeit aufgenommen – in Teilzeit. Die Opposition hatte schon zuvor gefordert, ihn direkt als Vollzeitkraft einzustellen . Jetzt soll seine Stelle aufgestockt werden.

Samstag, 02.02.2019, 12:00 Uhr
Im Integrationsbüro im Hövelhofer Rathaus berät Ralf Daut Flüchtlinge und Asylbewerber. Das tut er derzeit mit einer Wochenarbeitszeit von 19,5 Stunden. Die Gemeindeverwaltung möchte seine Stelle zum 1. März auf Vollzeit aufstocken. Foto: Jürgen Spies

Die Gemeindeverwaltung schlägt die Aufstockung in einer Vorlage für die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses vor, der kommende Woche Donnerstag im Rathaus tagt. Demnach soll Dauts Stelle zum 1. März deutlich erweitert werden. Bürgeramtsleiterin Petra Schäfers-Schlichting begründet das in der Vorlage mit deutlich gestiegenen Flüchtlingszahlen, so dass Dauts bisheriger Arbeitsumfang von 19,5 Wochenstunden nicht mehr ausreiche.

Zahl der Flüchtlinge auf aktuell 185 gestiegen

Nach Angaben von Petra Schäfers-Schlichting belief sich die Zahl der Flüchtlinge in Hövelhof im August 2018 auf 104 plus 26 anerkannte Flüchtlinge, die noch in gemeindlichen Unterkünften wohnten, summa summarum also 130 Personen. Die aktuelle Zahl gibt die allgemeine Vertreterin von Bürgermeister Michael Berens mit 185 Flüchtlingen an.

»Die Praxis zeigt, dass vor allem die anerkannten Flüchtlinge, die unmittelbar aus einer Landeseinrichtung zugewiesen werden, einen besonders vielfältigen und zeitaufwändigen Beratungsbedarf haben«, schreibt Schäfers-Schlichting. Um eine »langfristig gute Integration in Hövelhof zu ermöglichen«, schlägt die Verwaltung deshalb vor, die Stelle von Flüchtlingshelfer Ralf Daut im Integrationsbüro auf Vollzeit aufzustocken.

Stelle zum 1. März ausweiten

Nach Angaben der Amtsleiterin sei das seitens des Malteser Hilfsdienstes organisatorisch zum 1. März umsetzbar. Die zusätzlichen Kosten beziffert sie auf monatlich 2517 Euro. Die Finanzierung könne aus den vom Land NRW in Aussicht gestellten Inte­grationsmitteln, der Weiterleitung der Integrationspauschale des Bundes an die Kommunen, erfolgen. Die Hövelhofer Politiker müssen nun im Ausschuss und im Rat am 14. Februar entscheiden, ob die Stelle erweitert wird.

Sprechstunden im Rathaus und im Sprachcafé

Bisher steht Ralf Daut Flüchtlingen und Asylbewerbern zu festen Sprechzeiten montags, dienstags und donnerstags von 11 bis 14 Uhr im Rathaus zur Verfügung und zusätzlich mittwochs nachmittags im ehrenamtlich betriebenen Sprachcafé. »Herr Daut hat einen guten Kontakt zu Flüchtlingen und zu den Ehrenamtlichen vor Ort aufgebaut«, schreibt Petra Schäfers-Schlichting.

Auch mit dem Sozialamt, dem Jobcenter, Kindergärten, Schulen, Familienzentren und Beratungsstellen sei er gut vernetzt. »Die vom Integrationshelfer zu bearbeitenden Themen liegen aktuell im Bereich der Behördenangelegenheiten, Fragen zur Wohnsituation und Unterbringung und in Bezug auf die Orientierung neu zugewiesener Flüchtlinge im Sozialraum Hövelhof sowie allgemein in Deutschland. Darüber hinaus ist es erforderlich, dass in Einzelfällen Lösungen für individuelle Problemlagen gefunden und aufgezeigt werden«, beschreibt Petra Schäfers-Schlichting das Aufgabenfeld des Maltesers.

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