Sanierung der Hövelhofer Ortsdurchfahrt und der Sennestraße stehen 2019 an
Vollsperrung jetzt doch unvermeidbar

Hövelhof (WB). Seit Anfang 2017 ist sie angekündigt , nun soll es bald losgehen mit der abschnittsweisen Sanierung der Hövelhofer Ortsdurchfahrt (Paderborner Straße/Schloßstraße/Bielefelder Straße). Die schlechte Nachricht: Anders als gehofft sind Vollsperrungen unvermeidlich. Ende August sollen die Sanierungsmaßnahmen beendet sein.

Samstag, 27.10.2018, 14:00 Uhr
Rund um die gepflasterten Bereiche und die Verkehrsinseln sollen Paderborner Straße, Schloßstraße und Bielefelder Straße im kommenden Jahr saniert werden. Ein genauer Zeitplan und die Umleitungsstrecken sollen noch vorgestellt werden. Foto: Besim Mazhiqi

Ortsunkundige Autofahrer, die die Nebenstraßen nicht kennen, werden sich auf weitläufige Umleitungen einstellen müssen, die nach Angaben von Planer Günter Drilling über Ostenland, Espeln und Riege führen werden. Wann genau welcher Abschnitt wie lange gesperrt sein wird, steht derzeit noch nicht fest. »Das hängt auch vom Wetter ab«, erklärte Drilling.

Los geht es im November mit dem Henkenplatz

Klar ist, dass es im November zunächst am Henkenplatz vor dem Asia-Restaurant losgehen soll. Dieser Auftrag, hieß es am Donnerstag im Bauausschuss, sei an eine ortsansässige Firma vergeben worden. Zunächst kann der Verkehr dort normal weiterfließen, da sich die Bauarbeiten anfangs nur auf den Platz selbst erstrecken werden. Anfang 2019 ist dann der Bereich Paderborner Straße (Höhe Zweirad Fulland/Sparkasse, rund um den dortigen Fahrbahnteiler) von Baumaßnahmen und Sperrungen betroffen.

Nach diesem Bauabschnitt folgen vier weitere, die laut Günter Drilling möglicherweise teils parallel zueinander abgearbeitet werden könnten: Zum einen geht es in der Schloßstraße um den Bereich zwischen Schlossgarten und Kirchplatz, wo die Verkehrsinsel weiter Richtung Rathaus verlegt wird, und zum anderen um den Bereich rund um die Fußgängerampel am Rathaus. Überall werden die gepflasterten Flächen, die sich in einem schlechten Zustand befinden, entfernt und durch Asphalt ersetzt. Gearbeitet werden soll auch an Entwässerungsrinnen und an den Schäden im Bereich der Rad- und Gehwege. Zwischen Rathaus und Kreisel werden zudem neue Kanalleitungen verlegt.

Die übrigen beiden Bauabschnitte befinden sich an der Bielefelder Straße, am Elli-Markt/Schillerstraße und in Richtung Gehastraße.

Straßenbreite zu gering

»Leider hat sich herausgestellt, dass an vielen Stellen die Straßenbreite zu gering ist, um den Verkehr zumindest in eine Richtung weiterfließen lassen zu können«, sagte Günter Drilling. Über die konkreten Sperrungen und Umleitungen werde noch ausführlich über die Medien informiert.

Terminiert ist inzwischen auch die Sanierung der Sennestraße . Diese Baumaßnahme war ursprünglich für dieses Jahr geplant, es hatte im Frühjahr auch schon eine Anliegerversammlung gegeben. Im Sommer aber war bekannt geworden, dass die Sanierung zwischen Bahnübergang und Schulzentrum auf 2019 verschoben wird , damit nicht die Sennestraße und die Schloßstraße parallel saniert werden. Inzwischen wurde nach Angaben des Kreises Paderborn aber entschieden, auch die Sennestraße ebenso wie die Ortsdurchfahrt kommendes Jahr in Angriff zu nehmen.

»Am 15. Oktober hat es ein Abstimmungsgespräch zwischen Kreis und der Gemeinde gegeben. Wir investieren hier gemeinsam rund 1,5 bis 2 Millionen Euro. Anfang 2019 ist eine Bürgerversammlung geplant, in der Landrat und Bürgermeister über die Baumaßnahme informieren werden. Das Gros der Arbeiten leistet die Gemeinde. Sie gibt also die Termine vor. Geplanter Baubeginn ist Mai/Juni«, sagte die Pressesprecherin des Kreises, Michaela Pitz, auf WV-Anfrage.

Kommentar

Wer schön sein will, muss leiden. Das ist auf Baumaßnahmen übertragbar: Wenn Straßen saniert werden, wird Anwohnern und Autofahrern ebenfalls eine gewisse Leidensfähigkeit abverlangt. Das gilt vor allem für viel befahrene Nadelöhre wie die Hövelhofer Ortsdurchfahrt, zumal lange Umleitungen eingerichtet werden. Geduld ist aber nicht nur bei Anwohnern und Geschäftsleuten gefragt, sondern auch bei Menschen, die gar nicht an der Ortsdurchfahrt wohnen. Der Verkehr auf den offiziellen Umleitungsstrecken wird ebenso zunehmen wie der auf den »Schleichwegen«. Dafür gehören dann aber auch Pfützen oder kaputte Bordsteine bald der Vergangenheit an – zumindest in der Ortsdurchfahrt. Meike Oblau

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