Kirchengemeinde möchte im Sommer Konzept präsentieren – Diskussion um Parkplatz Pfarrheim: »Es gab noch kein Planungsgespräch«

Hövelhof (WB). Im Sommer möchte die katholische Kirchengemeinde ihr Konzept für eine mögliche künftige Nutzung des Hövelhofer Pfarrheims präsentieren. »Das Gesamtkonzept werden wir dem Erzbistum vorlegen. Wenn wir grünes Licht bekommen, geht es in die Vollplanung«, sagte Gemeindereferent Bertold Filthaut in dieser Woche auf einer Gemeindeversammlung.

Von Meike Oblau
Über die künftige Nutzung des Hövelhofer Pfarrheims wird viel diskutiert.
Über die künftige Nutzung des Hövelhofer Pfarrheims wird viel diskutiert. Foto: Meike Oblau

Die Diskussionen darüber, ob das Pfarrheim künftig unter anderem für Tagungen und Familienfeiern genutzt werden und eine eigene Gastronomie anbieten soll, werden am Donnerstag (19 Uhr, Ratssaal) auch ein Thema in der Ratssitzung sein, nachdem zuletzt bereits im Bauausschuss debattiert worden war.

Parkplatz von 9 auf 25 Stellplätze erweitert

Dabei geht es nicht nur um die Frage, wie sich die Gemeindeverwaltung in der Diskussion positioniert, sondern auch um die bereits beschlossene 165.000 Euro teure Erweiterung des Parkplatzes neben der Senne-Apotheke. Diese hatte Bürgermeister Michael Berens im November unter anderem damit begründet, man benötige künftig mehr Parkplätze für Pfarrheim-Besucher, wenn dort das neue Nutzungskonzept umgesetzt werde. Die auch protokollierte Aussage hatte für Irritationen gesorgt , weil Bauamtsleiter Andreas Markgraf erklärt hatte, das neue Nutzungskonzept fürs Pfarrheim sei noch gar nicht bekannt. Jörg Schlüter (Grüne) hatte nachgefragt, wieso denn eine Parkplatzerweiterung schon beschlossen worden sei, wenn noch gar nicht klar sei, wie das Pfarrheim künftig genutzt werde.

Verwaltung »förmlich« noch nicht informiert

André Klocksin (FDP) hatte nach der Bauausschusssitzung schriftliche Anfragen an die Gemeindeverwaltung gerichtet und wollte wissen, seit wann der Bürgermeister die Pfarrheim-Pläne kenne. Die Antwort aus dem Rathaus lautet: »Im Laufe der Planungen für den Schlossgarten ist im vergangenen Jahr beiläufig erwähnt worden, dass eine Neuausrichtung für das Pfarrheim gesucht wird, wobei unter anderem eine Tagungs-/Bildungsstätte eine Option sei. Eine förmliche Information, ein Planungsgespräch oder ähnliches hat es bislang nicht gegeben.«

Parkplätze müssen »baurechtlich« nachgewiesen werden

Die Parkplatzanlage, heißt es aus der Gemeindeverwaltung weiter, stehe in keinem ursächlichen Zusammenhang mit der Umnutzungsidee des Pfarrheims. Vielmehr seien durch die Umwandlung des Schlossgartens in eine öffentliche Freifläche mit Kulturscheune, Bücherei und Tourist-Info Stellplätze im Umfeld baurechtlich nachzuweisen. 2016 war im Bauausschuss noch verneint worden, dass weitere Parkplätze nötig seien. Die vorhandenen Parkmöglichkeiten an der Schloßstraße seien ausreichend, hieß es damals. In einer 2016 im Ausschuss vorgestellten Visualisierung waren neun Stellplätze eingeplant und offenbar für ausreichend befunden worden, inzwischen ist von 25 die Rede. Zur Frage, wie die Verwaltung zu den Plänen der Kirche stehe, heißt es: »Die wenig konkrete zukünftige Entwicklung des Pfarrheims lässt keine sachliche und fachliche Stellungnahme zu und würde sich ausschließlich im Bereich der Spekulationen bewegen.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.