Fraktionsvorsitzender sieht Grundstücksverhandlungen in Hövelhof als gescheitert an Jägerstraße: FDP kritisiert Bürgermeister

Hövelhof (WB/mobl). Die FDP-Fraktion im Hövelhofer Rat sieht die Kaufverhandlungen der Gemeinde mit der Familie Wilsmann hinsichtlich des ehemaligen Spielplatzgrundstückes an der Jägerstraße als gescheitert an. Bestätigt hat das Bürgermeister Michael Berens indes bisher nicht.

Über diesen Fußweg könnte das dahinterliegende ehemalige Spielplatzgrundstück von der Jägerstraße aus erschlossen werden. Unklar ist, ob es überhaupt noch einen Kaufinteressenten für das Areal gibt.
Über diesen Fußweg könnte das dahinterliegende ehemalige Spielplatzgrundstück von der Jägerstraße aus erschlossen werden. Unklar ist, ob es überhaupt noch einen Kaufinteressenten für das Areal gibt. Foto: Meike Oblau

Fraktionsvorsitzender André Klocksin übte in seiner Haushaltsrede scharfe Kritik am Verhalten des Bürgermeisters.Wie berichtet gibt es seit Ende Februar Streit um das Grundstück. Letztlich wurde es nach monatelanger Diskussion und Protesten aus der Nachbarschaft per Ratsbeschluss in Baugrund umgewandelt. Nach Aussage von Michael Berens hat es dadurch an Wert gewonnen.

Das Grundstück kann nach aktuellem Stand nur von der Jägerstraße aus erreicht werden, wenn der jetzige Fußweg zwischen Jäger- und Gartenstraße verbreitert wird. Dazu müsste der Vater des Kaufinteressenten, Hubert Wilsmann, Teile seines Grundstückes abtreten, was er aber nur täte, wenn das Areal an seinen Sohn Dennis verkauft wird. Andere Kaufinteressenten gibt es nicht.

Nachdem Bürgermeister Michael Berens im Mai gefordert habe, »nicht weiter rumzueiern«, habe sich der Grundstücksverkauf »aus unserer Sicht durch ›aktives Rumeiern‹ immer weiter in die Länge gezogen«, schimpfte André Klocksin. »Auch scheint der potenzielle Käufer so stark verärgert zu sein, dass er sich letztlich dazu entschlossen hat, das Grundstück bis heute nicht zu erwerben. Aus unserer Sicht ist das Kind eindeutig in den Brunnen gefallen und es ist auch ein Schaden für unsere Gemeinde entstanden«, sagte der FDP-Ratsherr. »Der Versuch, dem Gemeinderat vorzugaukeln, dass das Grundstück im Wert gestiegen sei, ist gescheitert. Ein Grundstück, das unverkäuflich ist, hat einen objektiven Wert von null Euro.« Bürgermeister Michael Berens hatte zuletzt erklärt, zu den Grundstücksverhandlungen öffentlich keine Stellung beziehen zu können.

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