Feuer in der Notunterkunft Staumühle: Algerier sollen mit »Gemetzel« gedroht haben Flüchtlinge sollen Brand gelegt haben

Hövelhof/Paderborn (WB/mobl). Drei Flüchtlinge aus Algerien sollen am 5. Januar absichtlich das Feuer in der Notunterkunft Staumühle gelegt haben, bei dem 57 Menschen eine Rauchvergiftung erlitten. Seit Dienstag müssen sie sich vor dem Paderborner Landgericht verantworten. Es sind noch weitere drei Verhandlungstage angesetzt.

Die drei Angeklagten müssen sich seit Dienstag vor dem Paderborner Landgericht verantworten.
Die drei Angeklagten müssen sich seit Dienstag vor dem Paderborner Landgericht verantworten. Foto: Meike Oblau

Laut Anklage seien die drei Männer, die erst eine Woche vor dem Brand ihre Unterkunft bezogen hatten, mit ihrer Unterbringungssituation unzufrieden gewesen und hätten sich von Mitbewohnern aus Albanien bedroht gefühlt.

Am Tag vor dem Brand sollen die drei Algerier sich massiv beschwert und ein »Gemetzel« angedroht haben, falls sie nicht bis zum nächsten Tag in eine andere Unterkunft verlegt würden. Am folgenden Nachmittag brannte dann die Baracke, in der die Männer wohnten.

Der Hauptbelastungszeuge, ein Ägypter, der das Zimmer mit den drei Angeklagten teilte, gab an, gesehen zu haben, wie der 21-jährige Hauptangeklagte mit einer brennenden Toilettenpapierrolle eine Matratze angezündet habe. Abdo A. machte vor Gericht keine Angaben zum Tatvorwurf. Mit angeklagt ist ein Brüderpaar, das eine Tatbeteiligung allerdings abstritt. Sie hätten das Zimmer bereits vor dem Ausbruch des Brandes verlassen.

Der Prozess wird am Mittwoch, 7. Juni, fortgesetzt.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie am Mittwoch, 31. Mai, im WESTFALEN-BLATT, Lokalteil Delbrück/Hövelhof.

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