Planung für die Erneuerung der Jakobstraße und eines Teilstücks der Schlaunstraße in Delbrück ist auf der Zielgeraden
Straßenbild ändert sich gravierend

Delbrück -

Der langwierige, komplizierte Planungsprozess zur Erneuerung der Jakobstraße und eines Teilabschnitts der Schlaunstraße ist auf der Zielgeraden angelangt. Markus Hückelheim, Leiter des Fachbereiches Bauen und Planen, stellte den aktuellen Stand des Projektes, das – wie mehrfach berichtet – mindestens 1,3 Millionen Euro kosten wird, in der jüngsten Sitzung des Umwelt-, Bau- und Planungsausschusses vor und erläuterte die weitere Vorgehensweise.

Dienstag, 09.02.2021, 03:00 Uhr
Teilansicht der Schlaunstraße: Hier und an der Jakobstraße wird die Stadt dutzendweise Bäume fällen, um die Straßenerneuerung realisieren zu können. Foto: Jürgen Spies

Mehr als 800.000 Euro sind für die Straßenerneuerung der Jakobstraße veranschlagt; für die Schlaunstraße im Abschnitt zwischen den Einmündungen Leipziger Straße/Mühlenstraße sowie Gabelung Jakobstraße/Schlaunstraße wird mit Kosten in Höhe von mehr als 500.000 Euro gerechnet.

Inbegriffen sind unter anderem die Neuanlage der Gehwege (bisher kaum mehr als Trampelpfade, obwohl sie Schulweg sind!) und die Erneuerung der Straßenbeleuchtung, um Beispiele zu nennen. Festgehalten wird daran, den seit Jahrzehnten an der Nordseite der Jakobstraße verlaufenden offenen Entwässerungsgraben entgegen erster Überlegungen zu erhalten. Die Querschnitte der Verrohrungen unter den Grundstückszufahrten werden verbreitert, die Böschungen zum Graben hin abgeflacht und der Graben an sich vertieft.

Der Fußgängerüberweg etwa in Höhe der Einmündung Leipziger Straße wird barrierefrei ausgebaut, mit taktilen Elementen (Bordsteinhöhe dort: null) sowie mit „Zebrastreifen“-Beleuchtung versehen. Die Erneuerung der gesamten Beleuchtung an den beiden Straßenzügen zählt ebenfalls zum Gesamtpaket. „Wir müssen diese Straßen nun endlich zukunftssicher machen“, sagte Hückelheim.

Das gesamte Maßnahmenbündel lässt sich bekanntlich nur dann umsetzen, wenn gewissermaßen eine ganz bittere Pille geschluckt wird: Viele Dutzend Bäume, darunter auch zahlreiche großkronige, schöne und somit ortsbildprägende Bäume, müssen gefällt werden, um benötigten Platz zu schaffen. Das Erscheinungsbild der Jakobstraße und des Teilstücks Schlaunstraße verändert sich dadurch gravierend, nahezu radikal.

Hückelheim wiederholte zwar, man sei bemüht, Bäume, wo immer dies noch möglich sei, zu erhalten, quasi zu retten. Gustav Robrecht (FDP) kritisierte jedoch in diesem Zusammenhang gleich, dass offenbar keine Ersatzanpflanzungen, wo immer dies möglich sei, vorgesehen seien. „Wo ist die Kompensation für einen solchen Eingriff? Man könnte ja auch schlankere und nicht so üppig wachsende Bäume auswählen“, bemerkte Robrecht. Fachbereichsleiter Hückelheim sagte dazu, es seien ja durchaus Ersatzbäume denkbar; das müsste aber in jedem Fall mit den Anliegern besprochen werden.

Willibald Haase (SGD) brachte eine in der Vergangenheit schon mehrfach diskutierte Einbahnstraßenregelung zur Sprache und stellte dazu den entsprechenden Antrag. Markus Hückelheim dazu: „Wir sind jetzt kurz vor dem Abschluss der ganzen Planungsphase!“ Haase blieb bei der Abstimmung der einzige Antrag-Befürworter.

Nach Angaben der Verwaltung wird es zur Beteiligung der Anlieger keine Bürgerversammlung geben (Stichwort: Corona). Hückelheim: „Wir werden stattdessen alle Anlieger anschreiben und auf die Informationsmöglichkeiten, etwa auf der Homepage der Stadt Delbrück, hinweisen. Außerdem bieten wir auch einzelne Gespräche mit Anliegern, die noch Fragen haben, an. Wir möchten erreichen, dass die Akzeptanz so groß wie möglich ausfällt.“

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