Fabian Peitz (21) aus Delbrück produziert international klingende Popmusik mit zündenden Refrains
Mason Milanos Mucke geht ins Ohr

Delbrück -

Fabian Peitz aus Delbrück produziert seit etwa drei Jahren daheim am Computer eingängige elek­tronische Musik, die angenehm und international klingt, sofort „ins Ohr geht.“

Montag, 04.01.2021, 10:50 Uhr aktualisiert: 04.01.2021, 13:46 Uhr
Lust, Leidenschaft, Freude an der Musik, Talent und auch eine gute Portion Ehrgeiz – all das bringt Fabian Peitz (Mason Milano) in die Produktion seiner eigenen Titel ein, die in erster Linie am PC entstehen. Hin und wieder schließt der 21-Jährige auch noch eine echte E-Gitarre an, „weil es noch mehr Spaß macht“, erzählt der Delbrücker. Foto: Jürgen Spies

Wenn jemand ein „gutes Näschen“ oder auch den „richtigen Riecher“ für etwas hat, bedeutet das dem Sprichwort nach, dass man ein Gefühl dafür besitzt, profitable Geschäfte zu machen, oder ganz simpel, dass man besonders zielsicher spürt, was allgemein gut ankommt. Wenn dem so ist, hat Fabian Peitz – in Abwandlung des besagten Sprichwortes – ein „gutes Ohr“ im besten Sinne: Der junge Delbrücker produziert seit etwa drei Jahren daheim am Computer eingängige elek­tronische Musik, die angenehm und international klingt, sofort „ins Ohr geht.“

Der 21-jährige veröffentlicht seine Titel auf Kanälen und Plattformen wie Youtube, Spotify, Amazon und iTunes. Wer sich dort Musik von Fabian Peitz mal anhören oder auch downloaden möchte, gibt einfach den Namen „Mason Milano“ ein.

Mason Milano? Der talentierte Musiker nennt sich so, weil man diesen Namen auf dem ganzen Globus leicht und problemlos aussprechen kann und weil er „eben cool klingt“, erzählt der ausgebildete Feinwerkmechaniker in einem Gespräch mit dem WESTFÄLISCHEN VOLKSBLATT.

Den Kick zur Musik bekam Fabian vor gut zehn Jahren: „Damals habe ich zusammen mit meinem älteren Bruder und begleitet von unserem Vater ein Konzert der Band Blink 182 in Hamburg besucht. Es war mein erster Konzertbesuch überhaupt, fand ich total super. Ich hab‘ mir danach ‘ne Gitarre gekauft und Songs nachgespielt.“

Nach einiger Zeit spürte Fabian dann aber, dass seichter Pop-Punk wie beispielsweise von Blink 182 nicht so richtig sein Ding ist und dass er vielmehr auf elektronische Mucke mit Dancebeats und unmittelbar zündenden Melodiephrasen, auch Hooklines genannt, steht.

Inspiriert von erfolgreichen Produzenten elektronischer Musik wie etwa Alan Walker („Faded“), Kygo („Fire­stone“) oder Martin Garrix („Animals“) schaffte sich Fabian Peitz vor vier Jahren ein Keyboard an, wenig später dann die erste Musikproduktionssoftware.

Mason Milano

Mason Milano Foto: Jürgen Spies

Dank solcher Programme, die immer ausgefeilter werden, ist der PC daheim das geworden, was früher mal ein ganzes Tonstudio war. Und die Programme sind so komplex und bieten derart viele Möglichkeiten, dass Laien zwar das Grundprinzip halbwegs schnell kapieren, wie man eine Melodie selbst am Rechner kreiert, Instrumente sowie Drums, Bass und Soundeffekte einsetzt und zusammensetzt, dann aber nicht über den Punkt hinauskommen, dass aus Spielerei tatsächlich ein ganzer Song entsteht.

„Man muss sich schon sehr intensiv damit befassen, dass mehr dabei herumkommt“, weiß Fabian aus Erfahrung. Mit Lust und Leidenschaft, Freude an der Musik und ständigem Ausprobieren ist der 21-Jährige immer routinierter und besser geworden.

Das Keyboard ist nach wie vor ein unverzichtbarer Begleiter. Hier entstehen die Chords, die Akkordfolgen, die Grundbausteine für einen Musiktitel sind. Dann geht es natürlich um eine Melodie/Gesangsmelodie, um den passenden Einsatz von E-Instrumenten und um das Rhythmusgerüst aus Bassdrum und anderen Percussionelementen. „Ich mache viel nach Gehör und weiß inzwischen ziemlich schnell, was gut zusammenpasst“, berichtet Fabian.

Wenn er einen neuen Song am PC „gebaut“ und in vielen Stunden einen Feinschliff gegeben hat und der Titel danach nicht instrumental bleiben soll, geht es ans Fine­tuning einer möglichen Gesangsspur.

„Ich singe ja nicht selbst und bereite nur vor, wie ich mir die Vocals auf dem Titel vorstelle“, sagt Fabian. Die Lösung: Es gibt einen weltweiten Pool guter Sängerinnen und Sänger, denen man Titel zuschicken kann und die dann die Vocals einsingen, texten und zurückschicken. In diesem Zusammenspiel entstehen letztlich Songs, die eben nicht mehr hobbymäßig, sondern professionell gemacht klingen.

Die meisten Titel von Mason Milano gehen klar in die Richtung topmoderner, radiotauglicher und tanzbarer Mainstreampop, weniger in die Schiene reine Clubmusik.

Anspieltipps auf dem Youtube-Kanal von Mason Milano: „You And I“ (feat. Scarlett) und „I like You“.

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