Kurt Korder und Rainer Beine setzen komplette Eisenbahn-Anlage wieder in Stand
Züge halten am Haus Lebensfreude

Delbrück-Westenholz -

„Es macht richtig Spaß, die Züge fahren zu lassen“, freut sich Kurt Korder (87) über den Personenzug, der auf der Eisenbahnmodellanlage vor ihm seine Runden zieht. Gemeinsam mit Ingenieur Rainer Beine aus Bentfeld hat er die Eisenbahnanlage in den vergangenen Wochen gründlich gereinigt und wieder in Gang gesetzt. Nun halten die Züge im Westenholzer Seniorenheim „Haus Lebensfreude“ wieder am Bahnhof „Haus Lebensfreude“. Schnell wurde die Eisenbahn zu einer der neuen Attraktionen.

Samstag, 02.01.2021, 10:30 Uhr
Kurt Korder (links) und Rainer Beine haben eine in die Jahre gekommene Eisenbahnanlage wieder entstaubt, repariert und in Gang gesetzt. Die Anlage hat im Haus Lebensfreude eine eigene Ecke bekommen und eine Bahnhofsuhr sowie eine Schaffnertasche runden das Ambiente ab. Foto: Axel Langer

„Wir haben die Anlage vor einigen Jahren geschenkt bekommen. Sie ist einige Wochen gelaufen und blieb dann defekt stehen und wurde eingelagert“, erläutert die Inhaberin von Haus Lebensfreude, Christine Gertkämper, die knappe Geschichte der Eisenbahnanlage im Maßstab HO. Angeregt durch die Gründung des Repair-Cafés in den Räumen der evangelischen Kirche im Frühjahr, bei dem beispielsweise defekte Elektrogeräte repariert werden können, nahm die Idee konkrete Form an, die Eisenbahn wieder flott zu machen.

Christine Gertkämper hatte gehofft, über das Repair-Café Kontakt zu eisenbahnbegeisterten Helfern zu bekommen. „Leider kann das Repair-Café auf Grund der Corona-Einschränkungen aktuell nicht öffnen“, berichtet Rainer Beine vom Presbyterium der evangelischen Kirche und nahm die Anfrage aus Westenholz gleich selber in die Hand.

Getüftelt und repariert

Mit großer Begeisterung wurde getüftelt und repariert. Tatkräftig mit dabei war auch immer Kurt Korder (87), der seit kurzem im Haus Lebensfreude wohnt. Der Tischler hat sein Herz für die Modelleisenbahn entdeckt und die Häuser wieder auf Vordermann gebracht. Der rüstige Senior hat inzwischen Bilder der Anlage über soziale Medien gepostet und auch den Reparaturfortschritt mit vielen Fotos dokumentiert.

„Wie im wirklichen Leben musste erst die große Talbrücke saniert werden“, sagt Rainer Beine und schmunzelt. An einer der Brückenstützen war ein Stück abgebrochen und musste repariert werden.

Neuer Trafo

Außerdem musste der Staub von den Schienen entfernt werden, damit der Strom wieder ungehindert fließen kann. Zwischenzeitlich sorgte ein „altersschwacher“ Trafo für Probleme. „Der große Personenzug fuhr einige Runden und blieb dann liegen. Dank eines neuen Trafos ist das Problem inzwischen behoben“, freut sich Kurt Korder darüber, dass die Bahn nun wieder einwandfrei ihre Runden drehen kann.

„Ich habe früher mal für meinen Sohn eine Anlage gebaut, aber nur mit einem Gleis und immer in der Runde. Diese Anlage ist viel größer und sogar das Licht in den Häuser funktioniert wieder“, ist Kurt Korder von seinem neuen Hobby begeistert und ist jeden Tag an der Eisenbahnanlage zu finden.

Auch das Drumherum erhielt von Christine Gertkämper nun das entsprechende Bahnambiente: Eine Bahnhofsuhr sowie eine Ledertasche eines Schaffners wurden an der Wand in der „Eisenbahn-Ecke“ aufgehängt. „Ich habe schon einige Ideen, was ich in nächster Zeit noch an der Anlage renovieren möchte“, sprüht Kurt Korder bereits vor Tatendrang.

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