Delbrücks Bürgermeister erläutert, wie die Stadt mit Corona-Neuigkeiten umgeht
Peitz: „Wir informieren sehr transparent“

Delbrück -

Informiert die Stadtverwaltung ausreichend und aktuell über die Coronasituation in Delbrück? Bürgermeister Werner Peitz bejaht dies. Auf Anfrage des WESTFÄLISCHEN VOLKSBLATTES ist der Verwaltungschef in einem Gespräch näher darauf eingegangen.

Mittwoch, 02.12.2020, 10:21 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 16:24 Uhr
Delbrücks Bürgermeister Werner Peitz. Foto: Jörn Hannemann

Peitz wies darauf hin, dass „alle wichtigen Informationen zu einzelnen Maßnahmen, etwa an Schulen oder städtischen Kindergärten, auf der Homepage der Stadt Delbrück unter www.delbrueck.de veröffentlicht und auch an die Presse gegeben werden. „Eltern informieren wir persönlich“, ergänzte Peitz.

Ferner würden alle Verordnungen, die teilweise sogar kurzfristig im Tagesverlauf im Rathaus eintreffen, immer aktuell auf der Homepage der Stadt Delbrück veröffentlicht.

„Der Zugriff auf die Homepage der Stadt muss natürlich aktiv von den Usern erfolgen. Ich informiere aber auch regelmäßig über Facebook über den aktuellen Stand in Sachen Corona, im Bedarfsfall auch über neue Verordnungen und deren Auswirkungen für die Bürgerinnen und Bürger im Delbrücker Land. So erreiche ich automatisch rund 5000 Follower, von denen dann sehr wahrscheinlich noch viele die Infos wiederum an jeweils ihre Freunde weiterleiten.“

Von der möglichen Variante oder zusätzlichen Möglichkeit, sich per Videobotschaften an die Bürger Delbrücks zu wenden, sieht Werner Peitz ganz bewusst ab. Jeder Bürgermeister habe da so seine eigene Vorgehensweise, und wenn andere Amtskollegen Videobotschaften nutzen, sei das ebenfalls gut. „Ich habe mich eben für den Weg ohne Videobotschaften entschieden. Informationen rund um Corona, die die Stadt und auch ich rüberbringen möchten, können wir kurz und knackig zum Nachlesen auf den Punkt bringen.“

Die Stadt Delbrück gehe also „sehr transparent und offen mit der Informationspolitik um.“ Peitz legt gleichwohl Wert auf die Feststellung, dass Kommunen dem Datenschutz unterliegen und dass dieser zu beachten sei.

Auch wenn der Stadt in Einzelfällen mal detailliertere Infos vorliegen, müsse und werde die Stadt Delbrück gerade damit äußerst sensibel vorgehen. Folglich würden entsprechende Infos auch nicht veröffentlicht, sondern blieben verwaltungsintern.

Infektionsschwerpunkte hat die Stadtverwaltung in den vergangenen Wochen und Monaten im Delbrücker Land übrigens nicht feststellen können. Vielmehr handle es sich um ein „diffuses Infektionsbild“. Schulen und Kitas sowie beispielsweise auch Betriebe oder der Einzelhandel seien jedenfalls keine Hotspots.

Vielmehr sei festzustellen, dass Infektionen sehr häufig auf Fälle im familiären Umfeld zurückzuführen seien. Und dass Infektionen von dort aus ihren weiteren Lauf nehmen.

Diese Aussagen decken sich mit denen des Robert-Koch-Institutes. Das RKI zählt bekanntlich auch auch das Gastgewerbe – als deren Betriebe vor den Lockdowns noch öffnen durften – nicht zu den Infektionstreibern in Deutschland.

Dass es in Delbrück, der zweitgrößten Stadt im Kreis Paderborn und zweitgrößten Stadt im Hochstift, „vergleichsweise viele Corona-Positivfälle“ gab beziehungsweise aktuell gibt, diese Aussage hat auch Werner Peitz schon häufiger gehört. „Vergleiche der Kommunen untereinander hinken und sind nur auf Einwohnerzahl bezogen nicht sinnvoll“, stellt der Bürgermeister fest.

Die Besprechungen der Corona-Krisenstäbe in der Stadtverwaltung Delbrück finden inzwischen in aller Regel digital statt, nicht selten auch an Wochenenden, wenn mit möglichst geringem Zeitverzug Maßnahmen abgestimmt werden müssen. Man müsse sich nicht mit unmittelbarer körperlicher Präsenz austauschen, um sich auszutauschen.

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