Digitalisierung: Fördergelder machen Anschaffungen im Wert von einer Million Euro möglich
Delbrücker Schulen gut ausgestattet

Delbrück -

Das Delbrücker Gymnasium freut sich über die Anschaffung von 109 Surface-Geräten. Das sind kleine Windowsrechner im Tablet-Format, die mit Hilfe von Fördergeldern gekauft werden konnten und den Schülern und Schülerinnen zur Verfügung stehen. Die Rechner wurden von der IT der Stadt Delbrück konfiguriert und jetzt an die Schule übergeben.

Dienstag, 01.12.2020, 01:56 Uhr aktualisiert: 01.12.2020, 02:01 Uhr
André Rossig (EDV-Verantwortlicher Lehrer am Gymnasiums Delbrück), Bürgermeister Werner Peitz, Stephan Gringard (Schulleiter Gymnasium) und Manuel Tegethoff (Leiter Fachbereich Bildung/Sport/Kultur, von links) mit einigen der neuen Tablets. Foto: Stadt Delbrück

„Ich freue mich sehr über die sehr gute digitale Ausstattung unserer Schule. Solche optimalen Bedingungen findet man nicht in allen Kommunen vor“, so Stephan Gringard, Schulleiter des Delbrücker Gymnasiums.

Das Land NRW und der Bund stellten im Rahmen des Digitalpakts II zusätzliche Mittel für Endgeräte bereit. Hierfür wurde vom Fachbereich Schule/Bildung/Kultur der Stadt Delbrück ein Förderantrag gestellt. Im September ging der positive Bescheid in Höhe von 198.020 Euro bei der Stadt ein. Die Kostenbeteiligung (Eigenanteil) der Stadt Delbrück beträgt zehn Prozent an den Gesamtkosten. Die Tablets werden nur im Schulbetrieb eingesetzt. Das heißt aber auch, dass Schüler, die Zuhause über kein Endgerät verfügen, diese mit nach Hause bekommen und so gleichberechtigt am Distanzunterricht teilnehmen können.

Von den Fördergeldern profitieren auch die Delbrücker Grundschulen und die Gesamtschule: Die Grundschulen erhalten aus dem Förderkontingent 224 Tablets, die Gesamtschule 213 Endgeräte (jeweils iPads).

Über 216 Tablets dürfen sich jetzt auch die Lehrerinnen und Lehrer aller Delbrücker Grundschulen und der Gesamtschule Delbrück freuen. Möglich gemacht hat das ein Förderbescheid über 151.000 Euro. Der Eigenanteil der Stadt Delbrück beträgt auch hier wieder 10 Prozent der Gesamtkosten. Darüber hinaus erhalten die Lehrerinnen und Lehrer des Delbrücker Gymnasiums 109 Surface-Geräte.

 

Bürgermeister Werner Peitz, Ralf Lübbert (stellvertretender Schulleiter Gesamtschule) und Manuel Tegethoff (Leiter Fachbereich Bildung/Sport/Kultur) bei der Übergabe der Förderbescheide.

Bürgermeister Werner Peitz, Ralf Lübbert (stellvertretender Schulleiter Gesamtschule) und Manuel Tegethoff (Leiter Fachbereich Bildung/Sport/Kultur) bei der Übergabe der Förderbescheide. Foto: Stadt Delbrück

Aus dem Förderprogramm „Digitalpakt Schule“ bekommt die Stadt Delbrück weitere Fördergelder in Höhe von 169.787 Euro. „Wir freuen uns sehr, dass die Bezirksregierung Detmold erneut zwei Förderbescheide für unsere Delbrücker Schulen bewilligt hat, um hier die digitale Ausstattung weiter zu verbessern“, so Bürgermeister Werner Peitz.

Durch bereits genehmigte Fördergelder wurden die Verkabelungen in den Schulen durchgeführt, sodass nun auch Access-Points und Switche – für einen besseren WLAN-Empfang – im Gesamtwert von 174.262 Euro eingebaut werden. Auch diese Maßnahmen werden erst durch Fördergelder möglich. 90 Prozent der Kosten übernehmen das Land NRW und der Bund.

Ein weiterer Förderantrag beschäftigt sich mit der Anschaffung von Kurzdistanz-Beamern und Projektionsflächen für die Oberstufe der Gesamtschule Delbrück.

Im Sommer 2020 wurden in einer Pilotphase die Wände von vier Klassenräumen der Oberstufe der Delbrücker Gesamtschule mit beschreibbarer Whiteboardfarbe gestrichen. Davon wurde je eine Wand zusätzlich mit einer Magnetspachtelung unter dem Farbanstrich hergerichtet, sodass es in diesen Klassenräumen nun keine klassischen Tafeln mehr gibt.

Aufgrund der positiven Rückmeldung durch die Schulleitung und das Lehrerkollegium, wurde erneut ein Förderantrag auf den Weg gebracht, mit dem Ziel, alle Unterrichtsräume im ehemaligen Rathaus (Marktstraße 6) entsprechend herzurichten. Die Gesamtkosten hierfür belaufen sich auf 14.390 Euro. Die Projektionsflächen sind bereits hergestellt worden, die Kurzdistanz-Beamer werden jetzt geliefert.

Die Stadt Delbrück profitiert insgesamt stark von dem Förderprogramm „Digitalpakt Schule I+II“: Bis jetzt konnten bereits Fördergelder in Höhe von 409.000 (aus dem Digitalpakt I) und Digitalpakt II (329.718) Euro abgerufen werden. Der Stadt Delbrück stehen insgesamt 1,05 Millionen Euro (Digitalpakt I) bis Ende 2021 zur Verfügung. „Wir werden alle Fördergelder abrufen, um unseren Schülerinnen und Schülern, aber auch den Lehrerinnen und Lehrern in den Schulen die bestmögliche digitale Ausstattung zu ermöglichen“, freut sich Manuel Tegethoff über die unkomplizierte Abwicklung der Förderung und dankt der Bezirksregierung Detmold für die kooperative Zusammenarbeit.

Der nächste Förderantrag ist auch schon genehmigt: Für die Gesamtschule wurden 50 „Donat“-Aktiv-Boxen und 15 einfache Aktiv-Boxen zur Verbesserung der Tonwiedergabe bei Beamer-Präsentationen, insbesondere erforderlich in den Fächern Musik und Sprache, angeschafft.

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