Bis Sommer 2022 werden in Delbrück voraussichtlich 2,4 Millionen Euro investiert
Bau der B 64-Unterführung startet

Delbrück (WB). Noch in diesem Monat werden die Bauarbeiten zur Anbindung des Neubaugebietes „Lerchenweg“ an die Rietberger Straße unter der Bundesstraße 64 hindurch beginnen. Dies wurde bei einer Bürgerinformationsveranstaltung in der Stadthalle deutlich. Bis zur Fertigstellung der Unterführung, des Lärmschutzes sowie eines Minikreisverkehrs auf der Rietberger Straße wird es rund zwei Jahre dauern.

Donnerstag, 08.10.2020, 05:00 Uhr
Auf Höhe der Rietberger Straße entsteht eine Unterquerung, über die man das Neubaugebiet Lerchenweg erreichen kann. Zusätzlich ist ein Minikreisverkehr im Kreuzungsbereich Hubertusstraße/Rietberger Straße geplant. Die Bauarbeiten starten in Kürze und sollen im Sommer 2022 abgeschlossen sein. Foto: Oliver Schwabe

Die Baukosten sind mit 1,65 Millionen Euro für die Untertunnelung der B 64 sowie mit 750.000 Euro für einen Minikreisverkehr veranschlagt. Im Fokus des Infoabends stand der Zeitplan des Großprojektes. „Die Bundesstraße 64 ist die am stärksten frequentierte Straße in Delbrück. Eingriffe sind hier nur mit erheblichem Aufwand und langer Vorplanung möglich“, sagte Fachbereichsleiter Bauen und Planen Markus Hückelheim.

Drei Bauabschnitte geplant

Das Großprojekt wird in drei Schritten abgewickelt, wie Dirk Schneider vom Planungsbüro DS Verkehrsinfrastruktur erklärte. Von Oktober an werde eine Umfahrung für die B 64 auf der Südseite des späteren Bauwerks erreichtet. In dieser Zeit kann die Kreuzung Rietberger Straße/Bundesstraße vollständig genutzt werden. Im Frühjahr 2021 beginnt der eigentliche Bau der Unterführung. Hierzu wird die Bundesstraße gesperrt und der Verkehr über die Umfahrung geleitet. Auch die Kreuzung mit der Rietberger Straße wird mit einer Ausnahme gesperrt. Lediglich die Ausfahrt aus Delbrück und das Rechtsabbiegen in Richtung Rietberg wird möglich sein.

„Wir werden mit dem Bau der Unterführung erst beginnen, wenn das Wetter sicher ist und kein Wintereinbruch mehr zu erwarten ist. Damit steht und fällt natürlich der Zeitplan“, machte Dirk Schneider deutlich. Für September 2021 ist der Abschluss der Bauarbeiten für die Unterführung geplant. Die Ausschreibung ist bereits erfolgt und die Firma Pollmann aus Neubeckum wurde beauftragt. Die Firma Pollmann hat 450 Mitarbeiter und war am Bau der Autobahn 33 beteiligt.

Im Zeitraum von August bis Dezember 2021 sollen beidseitig der Bundesstraße die Lückenschlüsse der Lärmschutzwand erfolgen. Auch die Unterführung wird an den Ausläufen mit Lärmschutzelementen versehen.

Minikreisel entsteht an der Rietberger Straße

Im Frühjahr 2022 wird dann mit dem Bau eines Minikreisverkehrs mit 20 Metern Durchmesser im Kreuzungsbereich Hubertusstraße /Rietberger Straße begonnen. Über diesen Kreisverkehr wird auch die Unterführung der B 64 an das bestehende Verkehrsnetz angeschlossen. Zusätzlich wird der Straßenbau in der Unterführung durchgeführt. Bei optimalem Verlauf sollen die Arbeiten im August 2022 abgeschlossen sein. In dieser Zeit werden die Rietberger Straße sowie die Hubertusstraße komplett gesperrt.

Geplant ist, dass die am Kreuzungsbereich liegende Zahnarztpraxis über den vorhandenen Parkplatz erreicht werden kann. „Wir überlegen außerdem, ob wir für den Zeitraum der Bauarbeiten die Einbahnstraßenregelung aufheben und eine Befahrung in beide Richtungen, zumindest für Pkw, möglich machen können“, erläuterte Edgar Heidgerken vom Fachbereich Bauen und Planen.

Tempo 30 in der neuen Unterführung

Die Unterführung unter der Bundesstraße wird eine lichte Höhe von drei Metern haben. Ein zusätzliche, sichtbare Höhenbegrenzung soll verdeutlichen, dass Lkw die Unterführung nicht nutzen können. Die Unterquerung ist elf Meter breit. Neben den Fahrbahnen für Pkw wird es auf der westlichen Seite einen 1,60 Meter breiten Radweg geben. Auf der östlichen Seite wird der Radweg zwei Meter breit sein. Außerdem gibt es hier einen Gehweg sowie einen Fußweg mit Treppenanlage. Um die Barrierefreiheit der Unterquerung zu gewährleisten gibt es hier eine Rampe mit maximal sechs Prozent Steigung. Hier sind auch einige Ruhepodeste eingeplant. Die Steigung der Fahrbahn beträgt sechs bis acht Prozent.

Für die Unterquerung ist eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h vorgesehen. Ein Beleuchtungskonzept liegt noch nicht vor, klar ist nach Aussage von Dirk Schneider, dass der Bereich möglichst gut ausgeleuchtet werden soll. „Unser Ziel ist es, durch die Bauform und eine helle Beleuchtung erst gar keinen Angstraum entstehen zu lassen“, versprach Fachbereichsleiter Markus Hückelheim.

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