Diskussion um die Delbrücker Graf-Sporck-Straße – Anwohner beklagen wildes Parken
Stellplätze bleiben auf der westlichen Seite

Delbrück (WB/mobl). Die Parkplätze an der umgebauten Graf-Sporck-Straße bleiben dort, wo sie auch ursprünglich eingeplant worden waren. Nach einer Anwohnerversammlung hat die CDU-Fraktion im Bauausschuss einen Antrag, die Parkplätze auf die andere Straßenseite zu verlagern, zurückgezogen.

Samstag, 26.09.2020, 06:00 Uhr
An der neu gestalteten Graf-Sporck-Straße zwischen dem Alten Markt und Ladestraße/Brenkenkamp soll nur noch auf der hier links zu sehenden Fahrbahnseite, an der die Postagentur liegt, geparkt werden. Das wünschen sich auch die Anwohner. Noch sind die Parkbuchten nicht endgültig markiert. Anwohner beklagen wildes Parken besonders rund um die Post. Foto: Meike Oblau

Nach dem Umbau sind die Parkplätze an der Graf-Sporck-Straße bisher noch nicht markiert worden. Eingeplant waren sie auf der westlichen Fahrbahnseite. Die CDU hatte angeregt, die Markierung der Parkplätze auf der östlichen Straßenseite anzubringen. Die Anordnung der Parkplätze auf der rechten Seite stadteinwärts (Post) und ein Gehweg lediglich auf der linken Seite stadteinwärts (Volksbank) stelle aus Sicht der Fußgänger die eher schlechteste Lösung dar, hatte die CDU in ihrem ursprünglichen Antrag ausgeführt.

Gespräch mit den Anwohnern

Ein Beschluss war im Sommer aber zunächst vertagt worden, da die Stadtverwaltung beauftragt wurde, noch einmal Gespräche mit den direkten Anwohnern zu führen. Dieses Gespräch hat nach Angaben von Markus Hückelheim, Fachbereichsleiter Bauen und Planen, in dieser Woche stattgefunden. „Die Anwohner, die an diesem Gesprächstermin teilgenommen haben, haben einstimmig ausgesagt, dass sie eine Verlagerung der Parkplätze für nicht sinnvoll erachten, zumal eine Verlegung auf die andere Straßenseite eine Reduzierung von acht auf sechs Parkplätze zur Folge hätte“, sagte Markus Hückelheim im Ausschuss. Nach Meinung der Anwohner würden sich für Fußgänger keine wesentlichen Verbesserungen ergeben, wenn die Parkplätze auf der anderen Straßenseite angeordnet würden.

„Ordnungsamt kann noch keine Knöllchen verteilen“

Da die Parkplätze derzeit noch nicht markiert seien, sei vielmehr wildes Parken das größte Problem, das die Anlieger festgestellt hätten. „Die Stellplätze sind zwar eigentlich schon jetzt zu erkennen, aber da sie noch nicht markiert sind, kann unser Ordnungsamt da derzeit noch keine Knöllchen verteilen. Das wäre nicht rechtssicher“, führte der Bauamtsleiter aus.

Insbesondere im Bereich der Post werde wild geparkt, klagten die Anwohner, die unter anderem auch von zugeparkten Grundstückseinfahrten berichteten und stärkere Kontrollen forderten. Insgesamt hätten die Teilnehmer des Anwohnergesprächs moniert, dass es aus ihrer Sicht zu wenig öffentliche Stellplätze in der Innenstadt gebe. Das unterstrich auch Reinhold Hansmeier von der CDU: „Diese Aussage habe ich auch im Rahmen des Wahlkampfes immer wieder gehört: Wir haben nach dem Innenstadtumbau nicht zu viele Parkplätze, sondern zu wenige. Der Meinung sind nicht nur Geschäftsinhaber, sondern auch Menschen, die zum Beispiel innenstadtnah in Mehrfamilienhäusern wohnen und keinen Parkplatz finden.“

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