Freude im Löschzug Boke – Stadt Delbrück investiert rund 420.000 Euro
Neuanschaffungen sind Sahnehäubchen

Delbrück (WB). Für die 37 Mitglieder des Löschzuges Delbrück-Boke war es ein großer Tag: Nach der coronabedingten Absage der Jahreshauptversammlung im Frühjahr konnten jetzt Ehrungen und Beförderungen im festlichen Rahmen nachgeholt werden, gleichzeitig wurde auf das 15-jährige Bestehen nach der Neugründung 2005 zurückgeblickt, vor allem aber bestand jetzt Gelegenheit, zwei neue Feuerwehrfahrzeuge offiziell in Dienst zu stellen und segnen zu lassen.

Montag, 07.09.2020, 06:32 Uhr aktualisiert: 07.09.2020, 09:32 Uhr
Gleich zwei neue Fahrzeuge sind jetzt beim Löschzug Boke offiziell in Dienst gestellt worden (von links): Johannes Grothoff (Wehrführer der Freiwilligen Feietrwehr Delbrück), sein Stellvertreter Johannes Appelbaum, Löschzugführer Bernhard Grothoff-Wessels, Pastor Martin Göke, der stellvertretende Löschzugführer Frank Brüggemeier sowie Bürgermeister Werner Peitz. Foto: Axel Langer

„Die Indienststellung war eigentlich im Rahmen eines Tages der offenen Tür geplant, doch musste auch dieser auf Grund der Coronasituation abgesagt werden“, berichtete Löschzugführer Bernhard Grothoff-Wessels am Freitagabend. In die beiden Fahrzeuge investierte die Stadt 420.000 Euro.

Dabei war die Beschaffung des neuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuges 20 (HLF 20) etwas kompliziert: Bernhard Grothoff dazu: „Wir durften erst 2018 ein Großfahrzeug in Dienst stellen. Die Neubeschaffung des HLF war ursprünglich mal für 2016 geplant, wurde dann aber ins Jahr 2021 verschoben. Nur wenige Wochen nach der Indienststellung des ersten Fahrzeuges erlitt das 28 Jahre alte Einsatzfahrzeug einen Defekt an der Achsaufhängung. Eine Reparatur wäre unwirtschaftlich gewesen. Glücklicherweise konnten wir binnen weniger Wochen ein neuwertiges Vorführfahrzeug erwerben. Angesichts von 24 Monaten Lieferzeit ein echter Glücksfall. Allen daran Beteiligten gilt mein Dank. Wir sind stolz, dieses hochmoderne Fahrzeug bekommen zu haben.”

HLF 20 gilt als “Arbeitstier” in den Feuerwehr-Fuhrparks

Das HLF 20 verfügt über einen 2.000 Liter Löschwasser fassenden Tank sowie einen Tank für 120 Liter Schaumlöschmittel. Die Pumpe verfügt über eine Pumpleistung von 3.000 Liter Wasser pro Minute. Als einziges Löschfahrzeug in Delbrück verfügt es über ein automatisches Schaumzumischsystem. Beladen ist das HLF mit Technik für die Brandbekämpfung sowie für die technische Hilfeleistung.

Die Kabine bietet Platz für neun Feuerwehrleute. Am Heck führt das HLF eine Verkehrssicherungshaspel sowie eine Schlauchhaspel mit. Auf dem Fahrzeug sind außerdem ein mobiler Schaum- / Wasserwerfer sowie das Beleuchtungssystem Powermoon verlastet.

Messsystheme im Kommandowagen können Radioaktivitä aufspüren

Planmäßig konnte in diesem Jahr ein neuer Kommandowagen beschafft werden. Das Fahrzeug auf Basis eines Mercedes Sprinter verfügt über eine umfangreiche funktechnische Ausstattung und als Einsatzleitfahrzeug. Zudem ist es mit Messsystemen ausgestattet, mit denen Radioaktivität aufgespürt werden kann und verschiedene Gefahrstoffe gemessen werden können. Der Kommandowagen ist Teil des kreisweiten Messzuges und gehört deshalb auch zum Warnzug des Kreises Paderborn. Zu diesem Zweck kann kurzfristig eine mobile Warnanlage installiert werden.

„So kann die Bevölkerung durch Sprachdurchsagen und verschiedene Sirenensignale gewarnt werden“, erklärte Bernhard Grothoff-Wessels und sagte weiter: „Nach 17 Fahrzeugen in 15 Jahren stellen die Neuanschaffungen für uns ein Sahnehäubchen dar“.

Wehrführer Johannes Grothoff versprach, die neuen Fahrzeuge immer sorgsam zu pflegen, um den Menschen einen größtmöglichen Schutz zu bringen. „Auch die Vorgängerfahrzeuge waren in Boke in guten Händen. Es macht mich stolz, was hier in 15 Jahren entstanden ist“, so der Leiter der Wehr.

Zeitgemäße Ausstattung

In seinem Grußwort betonte Bürgermeister Peitz, dass Feuerschutz und Gefahrenabwehr Pflichtaufgaben der Kommune sind. Dieser Aufgabe stellten sich die freiwilligen Kräfte mit hoher Motivation und viel Fachwissen. „Dazu braucht die Feuerwehr eine zeitgemäße Ausstattung, um den aktuellen Anforderungen gerecht zu werden“, strich Peitz heraus und dankte der Wehr für die stete Einsatzbereitschaft

Geistlicher Rat Pfarrer i.R. Martin Göke unterstich in seiner kurzen Predigt das Wirken der Wehr zum Wohl der Bevölkerung, ehe er Fahrzeuge und Feuerwehrleute segnete.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7569961?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198401%2F2851065%2F
Neuhaus fordert mehr Selbstvertrauen
DSC-Trainer Uwe Neuhaus
Nachrichten-Ticker