Delbrücker Automobilzulieferer schreibt aber weiter rote Zahlen
Zuversicht bei Paragon

Delbrück (WB). Der für seine Luftgütesensoren bekannte Delbrücker Automobilzulieferer Paragon (rund 950 Mitarbeiter) und seine Batteriehersteller-Tochter Voltabox (240 Mitarbeiter) stecken weiter tief in den roten Zahlen. Die Folgen der Corona-Pandemie haben die börsennotierten Unternehmen zuletzt schwer belastet . Allerdings sieht das Management nun eine schnelle Umsatzerholung. Die Auswirkungen des Shutdowns seien „weniger kritisch als angenommen“, teilte Paragon am Freitag mit und spricht von einer Umsatzerholung in der V-Form. In der Produktion würden bereits Sonderschichten gefahren.

Samstag, 05.09.2020, 02:00 Uhr
Paragon-Vorstand und Gründer Klaus Dieter Frers.

Im ersten Halbjahr habe der Automotive-Umsatz bei 50 (Vorjahr: 64) Millionen Euro gelegen. Für das zweite Halbjahr seien 55 bis 65 Millionen Euro (Vorjahr: 71,4) geplant, so dass nach einer Prognoseanhebung der Jahresumsatz 2020 nunmehr zwischen 110 bis 120 Millionen Euro erwartet wird – und damit im günstigsten Fall um rund 14 Prozent unter dem des Vorjahres liegt.

Konzern-Verlust vor Zinsen und Steuern von 5,6 Millionen Euro

Wesentliche Produkte von Paragon würden „infolge der raschen Erholung des chinesischen Marktes und des erhöhten Fahrzeugabsatzes von Schlüsselkunden in unerwartet hohem Umfang stark nachgefragt“, heißt es. Paragon-Vorstand und Gründer Klaus Dieter Frers: „Die Delle in unserer Umsatzentwicklung war bereits im Juni nachhaltig behoben.“ Und Automotive-Geschäftsführer Matthias Schöllmann betont: „Seit einiger Zeit fordern unsere Kunden wieder die gewohnte just-in-time Belieferung ein.“

Aufgrund von erhöhten Abschreibungen über 8,9 Millionen Euro vermeldet der Konzern für das erste Halbjahr einen Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 5,6 Millionen Euro. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres lag der Verlust bei 1,8 Millionen Euro.

Auch bei der zum Verkauf stehenden Tochter Voltabox, an der Paragon 60 Prozent hält, habe sich das operative Geschäft im zweiten Quartal stabilisiert. Allerdings sei der Umsatz infolge von unterbrochenen Lieferketten, Produktionsstopp und Effekten bei Kunden auf 6,7 (Vorjahr: 19,5) Millionen Euro gefallen. Im ersten Halbjahr erhöhte sich der Verlust – auch wegen Abschreibungen und erhöhten Wertminderungen – auf 21,9 Millionen Euro. Im Vorjahr betrug der Verlust 3,6 Millionen.

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