Neues Konzept für Delbrücker Innenstadt geplant
Bürger schreiben Wunschzettel

Delbrück (WB). Der Innenstadtumbau in Delbrück ist beendet . Nun sollen aber weitere, bisher nicht erneuerte Bereiche umgestaltet werden. Die Bürger dürfen dabei ein gewichtiges Wörtchen mitreden und können an einer Art Wunschzettel mitschreiben. Dies ist sowohl online als auch im Rahmen eines Bürgerworkshops am 16. Juni in der Stadthalle möglich.

Sonntag, 07.06.2020, 12:00 Uhr aktualisiert: 07.06.2020, 12:20 Uhr
Bürgermeister Werner Peitz (rechts) und André Harbig (Fachbereich Bauen und Planen) hoffen auf viele Ideen für das Entwicklungskonzept.

Nach Angaben von André Harbig aus dem Fachbereich Bauen und Planen sollen zunächst nur wenig Vorgaben gemacht werden, um ergebnisoffen zu diskutieren. Angesprochen werden im Rahmen des neuen „integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes“ (ISEK) aber zum Beispiel die Gestaltung des so genannten grünen Platzes neben dem geplanten Rathaus-Neubau am Himmelreich, die künftige Nutzung des Hagedorn-Forums, die Außenflächen des Gymnasiums und der Gesamtschule sowie der Neubau einer Turnhalle anstelle des maroden Lehrschwimmbeckens.

So läuft die Beteiligung

Am Dienstag, 16. Juni, findet um 19 Uhr ein Workshop in der Stadthalle statt. Eine Anmeldung ist unter Telefon 05250/996246 oder per Mail (stadtplanung@delbrueck.de) notwendig. Wer lieber digital mitdiskutieren möchte, kann sich online unter www.delbrueck.de beteiligen. Über „Wikimap“ können Anregungen und Vorschläge eingebracht werden.

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Ambitionierter Zeitplan

Der Zeitplan ist durchaus ambitioniert. Nach dem Bürgerworkshop und der Online-Beteiligung soll die Verwaltung möglichst bis Mitte August konkretere Maßnahmen erarbeiten, die dann natürlich nochmals den Bürgern und den Politikern vorgestellt werden. Erste Ideen sollen bereits 2021 umgesetzt werden, insgesamt sei denkbar, das ISEK bis Ende 2025 laufen zu lassen.

„Wir möchten wissen, was sich die Bürger wünschen. Das kann von Spielplätzen über neue Standorte für Bäume bis hin zu Wünschen für Freizeit, Kultur, Handel oder Gastronomie gehen. Diskutiert werden soll zudem über Grünflächen, öffentliche Plätze, Mobilität, Verkehrsanbindungen und Wohnen“, erläutert André Harbig. Die Verwaltung wolle zunächst möglichst wenig Vorgaben machen, sondern höchstens zu verschiedenen Themenkomplexen die Diskussion ein wenig strukturieren, erklärte er.

„Positive Entwicklung fortführen“

Der Rat der Stadt Delbrück hatte die Erstellung des „integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes“ im Februar beschlossen. Delbrücker haben jetzt die Möglichkeit, sich zu beteiligen und Ideen zusammenzutragen. Nach Angaben der Stadtverwaltung geht es dabei darum, „die positive Entwicklung fortzuführen.“ Dabei gehe es nicht nur um städtebauliche Planungen, sondern zum Beispiel auch um ökologische, integrative oder soziale Belange.

Die Stadtverwaltung hat inzwischen das Büro SSR (Schulten Stadt- und Raumentwicklung) mit der Erstellung des Konzeptes beauftragt. Nach der Umsetzung der ersten Innenstadt-Planung aus dem Jahr 2012 sollen nun bisher noch nicht umgesetzte Ideen nochmals beleuchtet, aber auch neue Schwerpunkte identifiziert werden. Nach der Bürgerbeteiligung im Juni (online und im Workshop in der Stadthalle) soll bis zum 30. September ein entsprechender Förderantrag für das Konzept bei der Bezirksregierung in Detmold gestellt werden. „Damit könnten wir die Chance haben, bereits im kommenden Jahr erste Fördergelder für die Innenstadt zu erhalten“, heißt es in einer Vorlage für den Umwelt-, Bau-und Planungsausschuss, der sich am kommenden Mittwoch mit dem ISEK befassen wird.

Aktionstag in Planung

Auch ein Aktionstag zum neuen Konzept in der Innenstadt ist angedacht, um direkt vor Ort Ideen „einsammeln“ zu können. Ziel der Verwaltung ist es, „ein umfassendes Bild der Innenstadt zu erhalten, um konkret auf bestimmte Herausforderungen zu einzelnen Themenbereichen eingehen zu können“.

Bereits im Juli soll diese erste Bestandsaufnahme abgeschlossen sein, um mit einer konkreten Konzepterstellung beginnen zu können. Möglichst zum Bauausschuss am 10. August soll dann eine erste Maßnahmenliste vorliegen, die als Diskussionsgrundlage für die Politiker im Bauausschuss und im Rat dient.

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