Familie Nadermann in Schöning darf ihren Park von diesem Freitag an wieder öffnen
Hier gibt’s tierisch was zu erleben

Delbrück-Schöning (WB). Aufatmen bei Familie Nadermann in Schöning: Sieben Wochen später als ursprünglich geplant darf der Tierpark unter Beachtung bestimmter Hygiene- und Abstandsregeln wieder öffnen. Derzeit bereiten die Mitarbeiter alles vor – von diesen Freitag an sind Besucher wieder täglich von 9 bis 19 Uhr willkommen.

Freitag, 08.05.2020, 07:00 Uhr aktualisiert: 08.05.2020, 13:36 Uhr
Mariella (6, links) und Marie (5) freuen sich mit den kleinen Zicklein auf viele Besucher. Foto: Meike Oblau

„Wir wollten nicht direkt am Montag wieder öffnen, weil wir erst einmal in Ruhe mit dem Delbrücker Ordnungsamt besprechen wollten, worauf wir achten müssen“, sagt Inhaber Reinhold ­Nadermann. Rund 30 Schilder hat er für das gesamte Gelände bestellt, die auf Regelungen im Zuge der Corona-Pandemie hinweisen. Vor dem Kassenhäuschen und nahe der Gastronomie wurden Abstandslinien aufgemalt.

30 Schilder weisen auf Corona-Regelungen hin

Die Gastronomie darf zwar noch nicht wieder öffnen, aber außer Haus verkaufen – auch an Parkbesucher. Die Familie Buhk als Betreiber des „Café Manege“ hat an der Speisekarte gefeilt, um den Besuchern zum Beispiel Bratwurst oder Schnitzel im Brötchen anbieten zu können. Zudem wurden neue Papptabletts geordert. Wer Pommes oder andere Speisen bestellt, die frisch zubereitet werden, wird mit Hilfe eines kleinen Gerätes (Pager) informiert, das brummt, sobald die Bestellung abholbereit ist. So sollen Warteschlangen vermieden werden.

„Sitzgelegenheiten oder auch Stehtische rund um das Café dürfen wir derzeit nicht anbieten, aber vielleicht ändert sich das in der kommenden Woche auch schon wieder, wenn neue Regelungen für die Gastronomie kommen“, sagt Roland Buhk.

Im Tierpark selbst, in dem 420 Tiere zu Hause sind, soll den Besuchern eine Route vorgeschlagen werden, um „Begegnungsverkehr“ zu vermeiden. Wege, die in Sackgassen enden, werden vorerst gesperrt, auch der Streichelzoo bleibt zunächst geschlossen. Öffnen darf aber der große Spielplatz.

Um das Gelände und die Besucher im Blick zu haben und auch die Toilettenanlagen häufiger als sonst zu reinigen, ist mehr Personal nötig. Das kostet, und die Einnahmen aus den vergangenen sieben Wochen fehlen. „In diesen ersten sieben Wochen nach der Winterpause, also rund um Ostern und den 1. Mai, machen wir in der Regel die Hälfte unseres Jahresumsatzes. Ob wir das dieses Jahr noch wieder aufholen können, ist ungewiss“, sagt Reinhold Nadermann. Selbst im Minimalbetrieb fallen monatliche Kosten in Höhe von etwa 15.000 Euro an.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Spendern.

Reinhold Nadermann

Umso dankbarer ist Nadermann, dass der Spendenaufruf im WV Ende März erfolgreich war: „Wir möchten uns ganz herzlich bei den Spendern bedanken und auch bei denjenigen, die dauerhaft eine Tierpatenschaft übernommen haben“, sagt Reinhold Nadermann. Sein Familie, die Mitarbeiter und die Tiere freuen sich ab Freitag nun auf die Besucher.

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