Stadt Delbrück gibt Mehrkosten für neues Gesamtschulgebäude mit 500.000 Euro an
Rathaus-Umbau wird teurer und dauert länger

Delbrück (WB/mobl). Der Umbau des früheren Rathausgebäudes an der Marktstraße für die Oberstufe der Delbrücker Gesamtschule wird deutlich teurer als bisher geplant. Auch der geplante Zeitpunkt der Fertigstellung kann nicht eingehalten werden.

Donnerstag, 05.03.2020, 07:00 Uhr aktualisiert: 05.03.2020, 08:32 Uhr
Der Schriftzug „Rathaus“ ist bereits abmontiert, der Bauzaun aufgebaut: Nach den Sommerferien sollen an der Marktstraße die Oberstufenschüler der Gesamtschule unterrichtet werden. Foto: Meike Oblau

Die Mehrkosten gibt Markus Hückelheim, Fachbereichsleiter Bauen und Planen in der Stadtverwaltung, in einer Vorlage für den Bau- und Planungsausschuss mit 500.000 Euro an. Der Ausschuss tagt am Mittwoch, 11. März. Dann soll es auch einen Sachstandsbericht zum Umbau geben. Die zum 31. Juli vorgesehene Fertigstellung der Räume der neuen Oberstufe sei ebenfalls wohl nicht umzusetzen.

Bauarbeiten wohl erst Ende Oktober beendet

Die Stadtverwaltung rechnet nun stattdessen damit, dass die gesamten Bauarbeiten erst Ende Oktober beendet sein werden. Da die neue Oberstufe aber nicht sofort alle Räume des Gebäudes belegen werde, stünde nach den Sommerferien zunächst genügend Platz für die Schüler zur Verfügung, so dass keine Ausweichräume benötigt würden.

Ursprünglich war im Rahmen der Entwurfsplanung im vergangenen Sommer mit Umbaukosten in Höhe von etwa 1,075 Millionen Euro gerechnet worden. „Mit dem Auszug der Stadtverwaltung zum Jahresende konnten Anfang 2020 die Abbrucharbeiten im Gebäudeteil Marktstraße 6 beginnen. Erst zu diesem Zeitpunkt konnte der Zustand der elektrotechnischen Anlagen und der Leistungsführung erfasst werden“, heißt es in einer Vorlage der Verwaltung für den Bauausschuss.

Arbeiten an Elektroleitungen aufwändiger als gedacht

Dabei habe sich entgegen der bisherigen Annahmen gezeigt, dass „die Arbeiten zur Ertüchtigung der Elektroleitungen und der elektrotechnischen Anlagen wie EDV, Sicherheitsbeleuchtung oder Notstromversorgung deutlich umfangreicher auszuführen“ seien als geplant. Der erhöhte Aufwand sei unter anderem auch den verschärften Anforderungen aus der 2019 überarbeiteten Schulbaurichtlinie geschuldet, schreibt Markus Hückelheim.

Nach diesen neuen Erkenntnissen ergebe sich nun ein weiterer finanzieller Mehrbedarf von etwa 500.000 Euro, der laut Hückelheim „im Wesentlichen durch einen erheblichen Sanierungsstau im Gebäude Marktstraße 6 bedingt“ sei. Auch die Weiternutzung als Rathaus hätte, so der Fachbereichsleiter, mittel- oder langfristig eine Erneuerung der Leitungen erforderlich gemacht.

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