Schwerer Unfall in Ostenland: Auto prallt in Rechtskurve gegen zwei Straßenbäume
32-Jähriger lebensgefährlich verletzt

Delbrück-Ostenland (WB/al). Zu einem schweren Verkehrsunfall mit einer lebensgefährlich verletzten Person sind am frühen Sonntagmorgen Feuerwehrkräfte aus Ostenland, Delbrück und Hövelhof auf die Mühlensenner Straße zwischen Ostenland und Hövelhof gerufen worden. Der Fahrer eines VW Golf Variant war in einer Rechtskurve gegen zwei Straßenbäume geschleudert. Dabei zog er sich schwerste Verletzungen zu.

Sonntag, 15.12.2019, 11:11 Uhr aktualisiert: 15.12.2019, 12:54 Uhr
Der VW Golf blieb mit Totalschaden auf dem Dach liegen. Der Fahrer wurde in dem Wrack eingeklemmt. Foto: Axel Langer

Eine Zeugin alarmierte gegen 6.15 Uhr die Rettungskräfte, als sie ausgangs einer engen Rechtskurve auf der Mühlensenner Straße ein auf dem Dach liegendes Fahrzeug entdeckte. Knapp 60 Feuerwehrkräfte aus Ostenland und Delbrück eilten an die Unglücksstelle. Nach ersten Ermittlungen der Polizei war der 32-jährige Mann mit seinem VW Golf Variant aus Richtung Hövelhof gekommen und in einer Rechtskurve geradeaus gedriftet. Der Golf schleuderte in einen Graben, prallte gegen einen ersten Straßenbaum, wobei sich das Panoramaglasdach vom Fahrzeug löste. Anschließend schleuderte der Wagen in rund 2,50 Meter Höhe noch gegen einen zweiten Baum und durch die Wucht von dort aus wieder zurück auf die Straße, wo der Golf auf dem Dach zum Liegen kam.

Da sich direkt neben dem Autowrack ein tiefer Straßengraben befand, errichteten die Feuerwehrkräfte eine Rettungsplattform, um anschließend in Absprache mit dem Notarzt eine Crash-Rettung einleiteten.

„Die Lage des Fahrzeugs und der hohe Standard der Sicherheitsausstattung haben uns alles abverlangt.“

Einsatzleiter Ralf Fischer und Peter Bathe

Mit technischem Gerät wurde auf der Fahrerseite ein Zugang zum schwerstverletzten 32-Jährigen geschaffen. B-Säule und hintere Fahrzeugtür wurden entfernt, um den Mann schnellstmöglich zu befreien. Nach notfallmedizinischer Erstversorgung wurde er in eine Paderborner Krankenhaus transportiert. Lebensgefahr konnte vor Ort nicht ausgeschlossen werden.

„Die Lage des Fahrzeugs und der hohe Standard der Sicherheitsausstattung haben uns alles abverlangt“, sagten die beiden Einsatzleiter Ralf Fischer und Peter Bathe über die aufwendigen und schwierigen Rettungsarbeiten. Da zunächst nicht geklärt werden konnte, ob sich der Fahrer allein im Wagen befand, wurde die Umgebung von zwei Trupps mit Wärmebildkameras abgesucht. Zusätzlich setzte die Feuerwehr Hövelhof eine Drohne ein. Glücklicherweise bestätigte sich der Verdacht nicht.

30.000 Euro Schaden

Weitere Ermittlungen der Polizei ergaben, dass der Unfall in der Tempo-70-Zone möglicherweise schon deutlich vor der Alarmierung der Rettungskräfte passiert war. „Nachbarn haben gut eine Stunde zuvor einen Knall gehört, dies aber auf das stürmische Wetter zurückgeführt“, sagte ein Polizeibeamter vor Ort. Auch Feuerwehrkräfte stellten bei Eintreffen fest, dass der Motor bereits abgekühlt war.

Das Fahrzeugwrack wurde sichergestellt und die Mühlensenner Straße für die Dauer der Bergungs- und Unfallaufnahme bis gegen 9 Uhr voll gesperrt. Den Sachschaden schätzten Polizeibeamte vor Ort auf rund 30.000 Euro.

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