Zwischenbericht zur geplanten Sanierung des Gymnasiums in Delbrück
Es muss mehr Struktur her

Delbrück (WB). Das Gymnasium in Delbrück muss umfassend saniert werden. Seit dem Sommer laufen die konkreten Planungen. Einen Zwischenbericht über den Stand gab Falko Biermann im Bauausschuss. Allerdings gab es noch keine Aussagen zu den Kosten oder zur zeitlichen Planung.

Samstag, 07.12.2019, 08:00 Uhr
Das Delbrücker Gymnasium soll saniert werden – zu Kosten oder zu einem Zeitplan gibt es aber noch keine Aussagen. Foto: Besim Mazhiqi

„Wir gehen nicht an die Kernsubstanz des Gebäudes, aber wir ändern die Raumnutzung. An vielen Punkten merkt man, dass das Gymnasium im Laufe der Zeit gewachsen ist. Die Raumnutzung passt oft nicht zur Raumgröße“, erklärte Falko Biermann vom Architekturbüro Schmersahl, Biermann und Prüßner aus Bad Salzuflen. Bevor man die Gebäudehülle saniere, müsse die Nutzungsstruktur verbessert werden.

Raumnutzung anders konzipieren

Hatten die Ausschussmitglieder Aussagen zu Sanierungskosten der Fassade erwartet, lieferte Falko Biermann eher eine Strukturierung der Raumnutzung. „Das macht allerdings absolut Sinn, die Planungen machen einen sehr abgerundeten Eindruck“, befand Reinhold Hansmeier (CDU). Auch Brigitte Michaelis (PID) sieht die Überlegungen als nachvollziehbar an.

Bei der Analyse der Raumstruktur sei herausgekommen, dass oftmals die Nutzung nicht zur Größe der Räume passe. Die Räume seien als Oberstufen-Kursraum oftmals zu groß, als Klassenräume für die Sekundarstufe I aber zu klein. Differenzierungsräume fehlten komplett. Falko Biermann schlug eine Neustrukturierung vor. „Wir wollen die Raumnutzung deutlich entflechten, mehr Struktur schaffen und so die Nutzung ordnen. Um auch G 9 unterzubringen, wäre eine kleine Aufstockung im eingeschossigen Bereich nötig“, sagte Falko Biermann.

Bürgerbildungszentrum schaffen

Außerdem wolle man ein Bürgerbildungszentrum etablieren, so dass die VHS hier gestärkt werde. Im Hagedornforum könnte ein Medienzentrum entstehen. Durch die Dachkonstruktion ist das Hagedornforum schwer zu unterteilen und wird somit als Aula in einer überdimensionierten Größe von rund 500 Quadratmetern erhalten bleiben. Außerdem würde der Bau eines Bürgerbildungszentrums finanziell gefördert. Eine weitere Maßnahme könnte die Unterteilung zweier eigentlich zu kleiner Räume durch mobile Trennwände sein. So könnten zwei 50 Quadratmeter große Räume für Klausuren zusammengefasst werden und für die weitere Nutzung im Verhältnis 70 zu 30 getrennt werden. Eine weitere Baustelle sei der Brandschutz auf den Fluren, bei dem es enormen Nachholbedarf gäbe.

Das Missverhältnis der Raumgrößen und der Nutzung an vielen Stellen machte Falko Biermann mit Hilfe von Zahlen deutlich. Laut Anforderungsprofil soll die Schule eine Fläche von 5920 Quadratmeter nutzen, der Ist-Bestand beläuft sich 5991 Quadratmeter. Allerdings stehen statt der geforderten 3070 Quadratmeter für die Unterrichtsräume nur 2395 Quadratmeter zur Verfügung. Nach der Sanierung verfügt das Gymnasium über eine Fläche von 6.389 Quadratmetern und für die Unterrichtsräume stehen 3.026 Quadratmeter zur Verfügung. „Das wir hier bei der Gesamtfläche über den Soll-Vorgaben liegen, ist dem Hagedornforum geschuldet, das allein rund 500 Quadratmeter Fläche umfasst“, erläuterte Biermann.

Aufstockung geplant

Außerdem soll ein durchgehender Verbindungskorridor für jede Etage geschaffen werden, so dass man künftig die Barrierefreiheit mit nur noch einem Aufzug für alle Etagen erreichen könne. Biermann empfahl, mit der Aufstockung im eingeschossigen Bereich zu beginnen, da hier das Dach undicht sei und keine Fördergelder zu erwarten seien. Parallel könnten Fördergelder für andere Bereiche angefordert werden. Fachbereichsleiter Markus Hückelheim teilte mit, dass Gespräche mit der Bezirksregierung bereits angelaufen seien, um die vom Land zugesagte Förderung bei der Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren (G 9) auszuloten. Konkrete Förderrichtlinien fehlten noch.

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