Erfolgreiche Premiere des neuen Stücks der Laienspielschar Westenholz
Alles eine Frage der Familien-Ehre

Delbrück (WB). Hasso Krause (Volker Mathiasch) hat viele Jahre fleißig Pantoffeln produziert. Doch die Firma ging Pleite. »Die Leute haben halt lieber Stoppersocken getragen«, so seine Begründung. Hasso ist eine der Hauptrollen im neuen Stück der Laienspielschar Westenholz, das jetzt Premiere feierte.

Mittwoch, 06.11.2019, 04:00 Uhr aktualisiert: 06.11.2019, 05:01 Uhr
Eine der Neurosen von Psychologe Rüdiger (Markus Franz) ist das Zerquetschen der Luftblasen von Noppenfolie, doch hier versucht das in Mafiakreisen als »der Schlumpf« noch unbekannte Familienmitglied, den Nachforschungen von Babsi (Marina Berkemeier) auszuweichen. Die beiden stießen auf der Bühne des Saal Lütkewitte in der Komödie »Der Pantoffel-Panther« aufeinander. Foto: Axel Langer

Missglücke Anlagen haben ihn noch tiefer in die roten Zahlen gerissen. Inzwischen steht er mit 500.000 Euro in der Kreide und ihm gehört eigentlich nichts mehr. Mit Gelegenheitsjobs versucht er sich über Wasser zu halten. Doch das gelingt nicht so richtig, schließlich glaubt seine Gattin Hannelore, genannt Röschen (Sabrina Howe), dass ihr Gatte in wenigen Tagen in den Ruhestand geht und finanziell auf Rosen gebettet ist. Von finanziellen Engpässen ahnt sie nichts.

Noppenfolie hilft beim Stressabbau

Im Gegensatz zu Hassos bestem Freund Rüdiger (Markus Franz). Der schräge Psychologe, der zum Stressabbau Noppenfolie platzen lässt, hilft Hasso finanziell schon mal aus. »Ich bin pleite. Ich kann nur noch den Euro verlassen und die Drachme einführen«, ist Hasso niedergeschlagen, der gerade für den Hähnchengrill Werbung läuft.

Premiere bei der Laienspielschar Westenholz

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Foto: Axel Langer
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Bei Blick ins entwertete Sparbuch weist Rüdiger seinen Freund auf einen ganz kleinen Warnhinweis hin: »Schau mal, kann Spuren von Zinsen enthalten.« Auch Babsi (Marina Berkemeier), die ebenfalls für den Hähnchengrill im Hühnerkostüm Werbung macht, ist keine Hilfe. »Ich wollte immer schon mal was mit Tieren machen«, erklärt sie Rüdiger, dem Mann mit den 250 Neurosen. »Ach, deshalb arbeiten sie als Huhn am Hähnchengrill?« entgegnet dieser spitzfindig.

Mafioso will das Problem lösen

Hasso geht vor seiner Göttergattin immer häufiger in Deckung. »Was suchst Du hinter dem Sofa?« fragt Röschen. »Das weiß ich nicht, irgendwas. Deshalb ist es ja so schwer zu finden«, ist Hasso immer verzweifelter. Licht am Ende des Tunnels sieht der »Pantoffel-Panther«, als Luigi Campagnolo (Franz-Josef Johannesmeier) auftaucht. Für die Lösung eines kleines Problemchens durch den »Panther« ganz im Stil der Mafia bietet er zwei Millionen Euro an. »Also wir machen jetzt in fünfter Generation in Kriminalität und die Familie möchte, dass das Mammut getötet wird, vom Besten, vom Panther« erklärt Luigi. Schnell stellt sich heraus, dass Rüdiger ebenfalls zur Familie gehört und als »der Schlumpf« bekannt, aber bislang weniger gefürchtet war. Nichtsahnend springt Röschen ihrem Mann Hasso zur Seite: »Ich helfe meinem Mann immer, das kann ein Mann allein ja nicht schaffen, das ist mörderisch. Für die Familie tun wir alles.«

Mit witzigen Wortspielen brachte die Laienspielschar unter der Regie von Gisela Tölle-Hillemeier und Gerard Brouwer-Dirksmeier das Publikum der sehr gut besuchten Premiere im Saal Lütkewitte schnell zum Lachen. Der Zweiakter »Der Pantoffel-Panther« von Lars Albaum und Dieter Jakcobs wirkte, als sei er den Mitgliedern der Laienspielschar auf den Leib geschrieben. Die Darsteller waren mit viel Überzeugungskraft in ihre Rollen geschlüpft und spielten diese mit spürbarer Freude. Die Spielfreude sprang schnell auf das Publikum über und sorgte für einen gelungenen Nachmittag.

Die weiteren Aufführungstermine

Ob tatsächlich kaltblütiger Mord das Handwerk vom »Panther« und »Schlumpf« ist, verrät die Laienspielschar Westenholz bei noch vier weiteren Aufführungen im Saal Lütkewitte, Dorfplatz 1. Die Entwicklung vom Pantoffel-Produzenten zum Killer präsentiert das Ensemble am Sonntag, 10. November, um 16 Uhr, am Sonntag, 17. November, um 16 Uhr, am Samstag, 23. November, um 20 Uhr sowie letztmalig am Sonntag, 24. November, um 16 Uhr. Im Vorfeld der Sonntagsaufführungen öffnet jeweils um 14.30 Uhr das Theatercafé. Eintrittskarten sind im Vorverkauf in der St.-Joseph-Apotheke, Westenholzer Straße 100, in Westenholz sowie an der Tageskasse erhältlich. Der Eintrittspreis beträgt für Erwachsene sieben Euro und für Kinder bis zwölf Jahren drei Euro.

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