In Delbrück gibt es derzeit eine lange Warteliste bei Schwimmkursen
Hallenbad braucht neues Personal

Delbrück (WB). Die Stadt Delbrück muss derzeit vielen Eltern, die für ihre Kinder Schwimmkurse im Hallenbad buchen wollen, absagen, weil Personal fehlt. Da die Hallenbad-Mitarbeiter zudem durch ungeplante Ausfälle viele Überstunden und Urlaubstage vor sich herschieben, soll nun eine weitere Fachkraft für das vor einem Jahr nach Renovierung und Erweiterung wiedereröffnete Hallenbad eingestellt werden.

Mittwoch, 06.11.2019, 08:00 Uhr
Vor einem Jahr hat das frisch sanierte und erweiterte Hallenbad am Nordring wiedereröffnet. Aktuell gibt es im Delbrücker Hallenbad-Team aber personelle Sorgen. Foto: Axel Langer

Das schlägt Manuel Tegethoff, Leiter des Fachbereichs Bildung/Sport/Kultur, den politischen Vertretern vor, die Mittwochabend im Haupt- und Finanzausschuss und am 28. November im Rat über die Erhöhung des Stellenbedarfs für das Hallenbad diskutieren.

Schwimmschule hat sich aus Delbrück zurückgezogen

Dass die Nachfrage nach Schwimmkursen gerade in den Wintermonaten nicht befriedigt werden kann, hängt nach Angaben von Manuel Tegethoff auch damit zusammen, dass sich die Schwimmschule Hecker vor einem Jahr aus Delbrück zurückgezogen hat und hier keine Kurse mehr anbietet. Seither bieten sowohl Übungsleiter aus Delbrücker Sportvereinen als auch das Hallenbad-Personal Kurse an, sind aber an ihre Belastungsgrenzen gestoßen: »Gerade in den vergangenen Wochen, seit die Sommersaison im Salzkottener Freibad zu Ende ist, haben sich in Delbrück vermehrt lange Wartelisten gebildet«, sagt Manuel Tegethoff. Daraus resultiere auch insgesamt ein leichter Rückgang der Besucherzahlen.

611 Überstunden angehäuft

Ein Jahr nach Wiedereröffnung habe man die Personalsituation im Hallenbad gemeinsam mit den Mitarbeitern reflektiert, berichtet Tegethoff. Auch ein Beschäftigungsverbot einer Mitarbeiterin aufgrund einer Schwangerschaft habe zu Überstunden und nicht genommenen Urlaubstagen im Hallenbad-Team geführt, da ihre Stelle nicht habe nachbesetzt werden können. Ein weiterer Mitarbeiter habe zudem die Stelle gewechselt. »Insgesamt sind für dieses Jahr 611 Überstunden und 118 Resturlaubstage aufgelaufen«, bilanziert der Fachbereichsleiter. Das Gespräch mit Mitarbeitern und der Personalabteilung habe ergeben, dass die Personaldecke für den Bereich Bistro und Garderoben ausreichend sei, aber im Bereich Wasseraufsicht/technische Betreuung ein Mitarbeiter fehle.

Sorgen, die Stelle nicht besetzen zu können, hat Manuel Tegethoff nicht: »Ich hoffe, dass da unser frisch renoviertes Hallenbad, das auf dem neuesten Stand ist, eine Trumpfkarte sein kann«, sagt er.

Gerade in diesem Jahr hatten zahlreiche Frei- und Hallenbäder in ganz Deutschland darüber geklagt, dass kein neues Personal zu finden sei. Nach Krankheitsfällen hatten sowohl das Delbrücker Hallenbad als auch das Sennebad im benachbarten Hövelhof im Juni einige Tage lang geschlossen bleiben müssen.

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