An der Delbrücker Johannesschule wurden spezielle Akustikwände eingebaut
Ganz neu – und ganz leise

Delbrück (WB). Wer in die neuen Räume im Anbau der Johannesschule kommt, hört es sofort: Die Akustik ist merklich gedämmt. Grund sind neue, besonders wirksame Decken- und Wandbekleidungen, die beim Neubau eingesetzt wurden.

Freitag, 01.11.2019, 11:00 Uhr
Der knapp 1,7 Millionen Euro teure Anbau an der Johannesschule in Delbrück ist fertig. Die neuen Räume stellten (von links) Manuel Tegethoff (Fachbereichsleiter Bildung/Sport/Kultur), Architekt Martin-Uwe Balhorn (Architektur-Werk-Stadt), Schulleiter Christian Deutsch, Astrid Wölk (Fachbereich Bauen und Planen) und Bürgermeister Werner Peitz vor. Foto: Meike Oblau

Insgesamt hat die Stadt Delbrück im vergangenen Jahr 1,17 Millionen Euro (davon 440.000 Euro aus dem Landesprogramm »Gute Schule 2020«) investiert. Der zweigeschossige Anbau bietet im Erdgeschoss Platz für zwei Unterrichtsräume (einer davon ist in zwei Gruppenräume teilbar) und einen Putzmittelraum sowie im ersten Stock für zwei weitere Klassenräume und ein neues Büro für die Schulsozialarbeit.

»Beim Innenausbau haben wir viel Wert auf die Raumakustik gelegt«, sagt Astrid Wölk (Fachbereich Bauen und Planen), die das fertige Bauprojekt am Donnerstag gemeinsam mit Architekt Martin-Uwe Balhorn (Architektur-Werk-Stadt), Manuel Tegethoff (Fachbereichsleiter Bildung/Sport/Kultur), Schulleiter Christian Deutsch und Bürgermeister Werner Peitz vorstellte.

»Gute Akustik wirkt sich auf alle positiv aus«

Die Planer achteten dabei besonders auf die so genannte DIN-18041-Vorgaben. Die speziellen Akustikwände helfen dabei nicht nur Menschen mit eingeschränktem Hörvermögen: »Letztlich wirkt sich eine gute Akustik auf alle positiv aus, sowohl auf Schüler als auch auf Lehrer«, erläutert Astrid Wölk. Noch dazu haben die Akustikelemente eine für Schulen äußerst praktische Eigenschaft: »Man kann sie prima als Pinnwand nutzen«, sagt Schulleiter Christian Deutsch, so dass wohl schon bald bunte Bilder und Poster die neuen Räume schmücken werden.

Das neue Gebäude wurde direkt an den Altbau angedockt und ist sowohl über das schon früher vorhandene Treppenhaus als auch von außen (im Erdgeschoss durch eine separate Tür, im ersten Stock über eine neue Außentreppe) erreichbar.

Derzeit besuchen 305 Schüler die Johannesgrundschule. 24 Lehrer und pädagogische Mitarbeiter unterrichten und betreuen die Kinder. Knapp die Hälfte der Schüler besucht zudem ein Betreuungsangebot, 100 von ihnen zum Beispiel die Offene Ganztagsschule (OGS).

Vier neue Klassenräume und ein Büro für Schulsozialarbeit

Die Flure des Anbaus wurden auf Wunsch der Schule mit einigen Farbtupfern in Sonnengelb gestaltet. »Nächste Woche kommen die Möbel und spätestens in zwei Wochen können wir die Räume dann auch nutzen«, freut sich Christian Deutsch über das Ende der Bauarbeiten. Nun stehen drei jeweils 62 Quadratmeter große neue Klassenräume zur Verfügung, ein vierter Raum dieser Größe wurde vorerst durch eine Leichtbauwand in zwei kleinere Gruppenräume unterteilt. Insgesamt wurde die Johannesschule um 380 Quadratmeter Nutzfläche erweitert. Für dieses Raumgeschenk ließ sich auch der Baulärm ertragen. Wobei – Baulärm? »Das ist doch die Melodie des Wachstums«, schmunzelte Bürgermeister Werner Peitz.

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