170 Trecker rücken zum Traktorpulling in Schöning an
Alte Schätzchen ächzen und fauchen

Delbrück (WB). Weit über die Region hinaus bekannt ist das Traktorpulling im jährlichen Wechsel in Schöning und in Schloß Holte-Stukenbrock. Das zeigte am Samstag auch das teils weit angereiste Teilnehmerfeld der elften von den Schöninger Jungschützen perfekt organisierten Auflage des Traktorpullings. Am Start: Fast 170 Schlepper – vom betagten Schätzchen mit 11 PS bis hin zum hochmodernen Schlepper mit 360 PS.

Montag, 09.09.2019, 05:34 Uhr aktualisiert: 09.09.2019, 05:40 Uhr
Da geht die Vorderachse hoch: Franz Driller aus Salzkotten hatte einen der ältesten Trecker im Starterfeld mitgebracht. Der Allgaier R 18 mit 18 Pferdestärken wurde 1949 gebaut. 7,40 Meter bedeuteten am Ende Platz zwei in seiner Leistungsklasse. Foto: Axel Langer

Traktor-Pulling in Schöning

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Gestartet wurde in 14 nach Leistungsstärke eingeteilten Klassen. »Einige Fahrer haben im Vorfeld möglichst exakte Zeitangaben für den Start ihrer Klassen erfragt, da die Maisernte auf vollen Touren läuft und viele Landwirt hier eingebunden sind. Starten wollten sie aber trotzdem bei uns«, konnte Luca Oelschläger von den Schöninger Jungschützen am Rande berichten, dass der Zeitplan in diesem Jahr besonders wichtig war. Insgesamt 71 Jungschützinnen und Jungschützen waren im Einsatz, um die Großveranstaltung zu stemmen.

Auf zwei Bahnen wurde im Wechsel gezogen, so dass immer ein Trecker in Aktion zu sehen war. Damit es keine Wettbewerbsverzerrungen gab, startete eine Leistungsklasse immer auf der gleichen Bahn. Einen Bremswagen hatten die Oldtimer-Schlepperfreunde Schöning für dieses Jahr noch mit einer digitalen Distanzanzeige ausgestattet. Den zweiten Bremswagen stellen die Treckerfreunde Schloß Holte-Stukenbrock.

Bei den Zugnummern waren schon große Unterschiede zu sehen. War für den einen Trecker die Reise schon nach mageren 12,5 Zentimetern zu Ende, schafften andere mühelos einen Full Pull, was bedeutet, dass der Trecker die komplette Distanz von 60 Metern geschafft hat. Erreichten in einer Leistungsklasse gleich mehrere dieses Kunststück, wurde das Gewicht auf dem Bremswagen erhöht und die Zugnummer wiederholt.

Im Rechenzentrum hatten die Jungschützen Manuel Hamschmidt (links) und Alexander Bökmann alle Hände voll zu tun.

Im Rechenzentrum hatten die Jungschützen Manuel Hamschmidt (links) und Alexander Bökmann alle Hände voll zu tun. Foto: Axel Langer

Besonders spektakulär gestaltete sich die Leistungsklasse 71 bis 85 PS. Von den hier gestarteten 15 Schleppern schaffte gleich sechs einen Full Pull und qualifizierten sich für ein Stechen, das am Ende Philipp Kessler aus Rheda-Wiedenbrück mit 55,63 Metern für sich entschied.

»Zum Stehen kriegen wir sie alle. Jeder Betonklotz, den wir zusätzlich einhängen, wiegt 310 Kilogramm. Und sollte das nicht reichen, haben wir noch Erdhaken unten am Bremswagen, die ausgefahren bis zu 40 Zentimeter in den Boden eindringen«, erklärte Andreas Winkel die Funktionsweise des Bremswagens. Als Moderatoren führten Alexander Kruse und Markus Brake durch das Programm. »27,94 Meter Weite und satte 30 Zentimeter tief«, kommentierte Markus Brake den Siegeszug von Thomas Düsterhus aus Schöning mit seinem 40 PS starken IHC.

Mit Riesenlegosteinen und Hüpfburg hatten die Jungschützen auch für ein Kinder-Rahmenprogramm gesorgt. Die Landfrauen kümmerten sich um eine reichhaltige Kuchentafel. »Wir sind wirklich gut eingespielt. Alle ziehen an einem Strang«, war Jungschützenmeister Christian Börger rundum zufrieden.

Alle Klassensieger

bis 14 PS: Franz Knapp (Schöning) mit einem Deutz 11er (Baujahr 1949), 21,75 Meter; 15 bis 20 PS: Manfred Wimmelmeier (Langenberg) mit einem Deutz (Baujahr 1967), 9,92 Meter; 21 bis 30 PS: Melanie Freye (Verl) mit einem IHC 433 (Baujahr 1976), 35 Meter; 31 bis 40 PS: Thomas Düsterhus (Schöning) mit einem IHC 423 (Baujahr 1966), Full Pull + 27,94 Meter; 41 bis 50 PS: Dirk Börnemeier (Westenholz) mit einem IHC 523 (Baujahr 1972); Full Pull, 51 bis 60 PS: Sebastian Göstenmeier mit einem Deutz 6005 (Baujahr 1967), 53,81 Meter; 61 bis 70 PS: Joel Becker (Bokel) mit einem Lamborghini 745 OT (Baujahr 1986), 34,75 Meter; 71 bis 85 PS: Philipp Kessler (Rheda-Wiedenbrück) mit einem Deutz 8006 Spezial (Baujahr 1978), Full Pull + 55,63 Meter; 86 bis 100 PS: Hubert Holtkamp (Wadersloh) mit einem IHC 1055 (Baujahr 1979), Full Pull; 101 bis 120 PS: Daniel Tonnius (Gütersloh) mit einem Schlüter 1250VL (Baujahr 1983), Full Pull + 18,32 Meter; 121 bis 180 PS: Jonas Franzsander (Sudhagen) mit einem John Deere 7810 (Baujahr 1998), 38,18 Meter; Freie Klasse: Daniel Hartmann (Beckum) mit einem Fendt 933 (Baujahr 2011), 32,36 Meter; Lohnerspezial Mannschaftswertung: Firma Lüdeke (Beckum) mit drei Fendt, Gesamtlänge 168,02 Meter; Einzelwertung: Christoph Meyer (Beckum) mit einem Fendt 820 (Baujahr 2009), 48,02 Meter.

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