SGD-Fraktion bemängelt vielfach fehlende Parkplatz-Kennzeichnung
Wo sind die Markierungen?

Delbrück (WB). Dringend verbesserungsbedürftig ist nach Ansicht der SGD-Fraktion im Rat der Stadt Delbrück die Markierung der großen Parkplatzanlage Wiemenkamp. SGD-Ratsmitglied Willibald Haase sowie Sachkundiger Bürger Mike Lottmann haben den Antrag gestellt, dass dieses Thema auf die Tagesordnung der Sitzung des Umwelt-, Bau- und Planungsausschusses gesetzt wird.

Dienstag, 03.09.2019, 20:50 Uhr
Mike Lottmann und Willibald Haase (rechts) auf dem Wiemenkamp. Sie bemängeln, dass es weiträumig auf dem Großparkplatz teilweise gar keine oder stark zerschlissene Markierungen gibt. Sie haben deshalb einen Antrag gestellt, diesen Missstand zu beheben.

Der Fachausschuss kommt am Donnerstag, 5. September, um 18 Uhr in der Stadthalle zusammen.

Nur in einem ganz kleinen Teilbereich des Wiemenkamps gibt es aktuell gut sichtbare Stellplatzmarkierungen – unweit der Kreisverkehrzufahrt Boker Straße/Himmelreichallee. Gepflasterte Parkplatz-Markierungen gibt es ferner dort, wo vor wenigen Jahren der Bouleplatz war, der verschwand, als die Stadt dieses Areal umbaute und dort zusätz­liche innenstadtnahe Parkplätze anlegte.

Der weitaus größte Teil des Wiemenkamps besteht jedoch bekanntlich aus einer Asphaltfläche. Willibald Haase: »In der Mitte und entlang der Boker Straße ist die einstmals aufgebrachte Markierung kaum noch zu erkennen. Und hinter der Mauer des Kindergartens und in der Richtung fortgesetzt am Grünstreifen fand noch gar keine Markierung statt. Damit auf dem gesamten Wiemenkamp und für alle Autofahrer ein regelgerechtes Parken möglich ist, ist es notwendig, die entsprechende Markierung auf einen guten Stand zu bringen.«

Weiter streicht Haase heraus: »Durch diese Markierungsmaßnahme kann der Parkplatz Wiemenkamp besser ausgenutzt werden. Das führt letztlich zu einer weiteren Entlastung der unmittelbaren Innenstadtstraßen.«

Mike Lottmann vermutet, dass ein Teil der Markierungen vor etlichen Jahrzehnten mal aufgebracht und bisher nie erneuert wurde. Im mittleren Bereich der großen Stellplatzanlage »sieht man die zerschlissenen Markierungen der Parkboxen zumindest ein bisschen besser, aber ein akzeptabler Zustand ist das auch nicht.«

Nicht mehr zeitgerecht

Sollte es zu einer neuen oder erstmaligen Markierung der Stellplätze kommen, »hätte dies den weiteren Vorteil, dass die Breite der Parkboxen den heutigen Standards angepasst würden«, denkt Lottman daran, dass in den 80er und frühen 90er Jahren die meisten Autos unter 1,70 Meter breit waren und heutzutage viele SUV locker 1,95 Meter breit sind, einige sogar über 2,15 Meter. »Entsprechend weit schwingen auch die Türen auf. Das Parken auf Parkplätzen mit alten Abmessungen der Boxen ist schwierig«, sagt Lottmann, der außerdem die Frage stellt, aus welchem Grund es auf dem gesamten Wiemenkamp keinen ausgewiesenen Behindertenparkplatz gibt.

»Ich denke, wir fordern mit der Markierung des Wiemenkamps nichts Unmögliches«, betont Willibald Haase.

Kommentar

Den Vorstoß der SGD zur Markierung des Wiemenkamps wird vermutlich jeder Autofahrer, der dort parkt, begrüßen. In weiten Teilbereichen sucht man Abgrenzungen der Parkboxen vergeblich, an anderen Stellen lassen sich noch ein paar Striche erahnen. Vor wenigen Jahren gab es im Rathaus mal eine grobe Entwurfsplanung zur Neugestaltung des Wiemenkamps. Hervorgeholt wurden die Pläne bislang nicht. Die SGD bringt die Angelegenheit nun erneut zur Sprache. Gut so.

Was beim Stichwort Wiemenkamp aber gleich mit erwähnt werden sollte: Der weitläufige Parkplatz wirkt in manchen Bereichen unzureichend ausgeleuchtet. Wenn der Asphalt nass ist, fällt das besonders auf, etwa in der Mitte des Platzes sowie teilweise auch entlang der Boker Straße. Ebenfalls schlecht ist die Ausleuchtung der Wiemenkamp-Zufahrt in Höhe Fußgängerampel.Jürgen Spies

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