Mehr als 300 Fahrzeuge beim Oldtimertreffen in Delbrück-Boke
Mäuschen trifft muskulösen Mustang

Delbrück (WB). »Wir sind rundum zufrieden, auch wenn uns die Regenschauer und das kalte Wetter sicherlich einige Oldtimer und auch etliche Besucher gekostet haben.« Dieses Fazit zog Thorsten Schlichting, Geschäftsführer der Kameradschaft ehemaliger Soldaten Boke, als Hauptorganisator zum Abschluss des 5. Oldtimertreffens in Delbrück-Boke.

Dienstag, 07.05.2019, 19:46 Uhr aktualisiert: 07.05.2019, 19:50 Uhr
Erst seit wenigen Wochen befindet sich der Fiat Topolino, in Fachkreisen auch »Mäuschen« genannt, im Besitz von Christoph Kampmann. Sein 1947 gebauter Kleinwagen gilt als das italienische Volksauto und ist Vorläufer des legendären Kultautos Fiat 500. Foto: Axel Langer

Rund 300 betagte Autos, alte Traktoren, Motorrad-Veteranen und auch Lkw-Raritäten wurden zwischen Lippeschule und Pfarrhaus präsentiert. Die Besitzer der zwei, drei- und vierrädrigen alten Schätzchen hatten dazu ihre Fahrzeuge rausgeputzt.

Unter den Ausstellern auch der Boker Christoph Kampmann, der mit seinem Fiat Topolino Typ A zum Oldtimertreffen gekommen war. Erst vor wenigen Wochen gelangte der Ur-Typ des Fiat 500 in seine Hände. Sein Fiat Topolino, in Fachkreisen auch »Mäuschen« genannt, wurde 1947 zusammengeschraubt, verfügt über einen Hubraum von 570 Kubikzentimetern und 13 Pferdestärken. Der Fiat war bis 1997 in Italien »auf Achse« und wurde dann nach Leverkusen geholt. Christoph Kampmann übernahm den Fiat vor wenigen Wochen und präsentierte das auffällige Wägelchen nun erstmals beim Boker Oldtimertreffen.

Topolino: Vorgänger des Fiat 500

»Der Fiat wurde 1997 noch in Italien restauriert. Die Technik und der Innenraum sind in originalem Zustand. Der Lack wurde erneuert, in einer Farbkombination, die es so nicht gab«, reizen Christoph Kampmann vor allem kleine Oldtimer. Der Topolino A wurde von 1936 bis 1948 gebaut. Auf das Modell B folgte dann der noch heute weltbekannte Kultklassiker Fiat 500.

»Ursprünglich verfügte der Topolino nur über eine Rückleuchte sowie über Winker für die Richtungsangabe. Der TÜV in Deutschland verlangt allerdings zwei Rücklichter, so dass dies bei der Einfuhr nach Deutschland geändert werden musste«, berichtet Kampmann. Für ihn ist der Oldtimer kein Museumsstück, sondern gehört bei besonderen Anlässen auf die Straße: »Mich reizt das Puristische, das auf das Nötigste reduzierte an den Oldtimern. Damals war ein Auto der absolute Luxus. In der Regel fuhr man Fahrrad oder Motorrad.«

Absolute Rarität: Champion 400

Auch diesmal stellten einige Oldtimerfreunde, die teilweise eine weite Anfahrt nach Boke auf sich nahmern, Raritäten in Boke vor. Etwas versteckt stand auf der Rasenfläche zwischen Pfarrhaus und Schule ein Champion 400, für den viele Teile bei Benteler in Paderborn gefertigt wurden. Von dem 14 PS starken Kleinstwagen aus der frühen Wirtschaftswunderzeit wurden zwischen Februar 1951 und Mai 1953 gut 1900 Exemplare gebaut. Die Cabriolimousine bietet Platz für zwei Personen. Ganz in der Nähe des winzigen Champion 400 standen beim Oldtimertreffen in Boke aber auch riesige Straßenkreuter aus den USA von Dodge, Chrysler oder Chevrolet. Und unmittelbar neben dem Fiat Topolino-»Mäuschen« war ein Ford Mustang, Baujahr 1968, mit 210 PS geparkt.

Großen Raum auf der Ausstellungsfläche nahmen auch zahlreiche Traktoren ein. Hier gab es zudem einige Schnauferl in Aktion zu sehen.

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