Hövelhofer Bauausschuss debattiert über Neubau oder Sanierung des Sennebades
Erste Kostenschätzung wird vorgestellt

Hövelhof (WB). Bekommt Hövelhof ein komplett neues Hallenbad oder wird das alte Sennebad saniert? Die Mitglieder des Bauausschusses diskutieren das am kommenden Donnerstag, 28. März. In der Sitzung sollen auch erste Kostenschätzungen und Untersuchungsergebnisse von Architekten und Ingenieuren vorgestellt werden.

Samstag, 23.03.2019, 07:45 Uhr
Das Sennebad wurde in den 1970er Jahren gebaut und ist in die Jahre gekommen. Foto: Jörn Hannemann

Das Sennebad an der Staumühler Straße wurde Anfang der 1970er Jahre in Betrieb genommen und ist nicht mehr im besten Zustand. In der Sitzungsvorlage spricht das Hövelhofer Bauamt von einem »erhöhten Sanierungsbedarf«. Es sei bekannt, dass Hallenbäder, die in den 1970er Jahren erbaut wurden, meist eine Lebensdauer von etwa 40 bis 50 Jahren hätten. Der damalige Stand der Technik sei nicht mit den heutigen Kenntnissen zu vergleichen, vor allem in Sachen Bauphysik und energetische Bauweise.

2017 wurden bisher verdeckte Mängel an der Konstruktion erkannt

Die Gemeinde Hövelhof hatte in den vergangenen Jahren immer wieder in das Sennebad investiert, um den Schwimmsport vor Ort zu gewährleisten. 2017 aber waren bis dahin verdeckte Mängel an der Konstruktion des Gebäudes erkannt worden. »Die Fassade ist so auf Dauer nicht mehr haltbar, außerdem haben Bohrungen ergeben, dass die damals eingebauten Stahlträger im Betonkörper des Bades durch Chlor korrodiert sind, also rosten«, beschrieb Bürgermeister Michael Berens im Dezember vergangenen Jahres die Problematik . Als Sofortmaßnahme habe man zusätzliche Stützen im Keller eingebaut und die Sanierung der Fassade bewusst noch nicht umgesetzt. »Drei bis fünf Jahre hält das Bad noch, aber wir müssen uns Gedanken machen, was passieren soll«, so Berens.

Ein Gutachter habe festgestellt, dass tief greifende und teure Sanierungsmaßnahmen notwendig seien. »Wir müssten die Stahlträger komplett freilegen und vom Rost befreien, neue Stützträger einbauen und im Zuge dieser Maßnahmen auch das Becken komplett herausnehmen«, erläuterte Berens. Außerdem seien weitere Sanierungen unter anderem im Duschbereich sowie Brandschutzmaßnahmen notwendig.

Bauliche Lösungsansätze müssen her

Das Bauamt führt aus, dass zuletzt vor allem die Maßnahmen durchgeführt wurden, die den Sportbetrieb vorerst sichern würden: »Diese Maßnahmen sind jedoch nicht als erste Sanierungsschritte zum dauerhaften Erhalt zu verstehen.« Es gelte nun vielmehr, bauliche Lösungsansätze für das Sennebad zu finden: »Ein Weg wäre die Sanierung der kompletten Bauwerkskonstruktion und der Ausstattung«, heißt es aus dem Rathaus. Dazu sei eine Kostenschätzung in Auftrag gegeben worden, die das Architekturbüro Architektur-Werk-Statt (AWS) und das Ingenieurbüro für haustechnische Anlagen, KS Plan Ellger, am kommenden Donnerstag vorstellen wollen.

Zur Diskussion hatte zuletzt aber auch ein kompletter Neubau des Hallenbades gestanden, möglicherweise sogar an einem neuen Standort - letztlich wohl auch eine Kostenabwägung. »Eine Sanierung würde wohl zwei Jahre dauern, in der Zeit wäre das Sennebad geschlossen. Ein Neubau an neuem Standort hätte den Vorteil, dass während der Bauphase der Schwimmbetrieb im alten Bad weiterlaufen könnte«, hatte Michael Berens im Dezember gesagt.

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