Bürgerentscheid: CDU und Bürgermeister laden Mittwoch zu Infoabend ein
Mehrheitsfraktion sagt »Ja« zum Rathaus

Delbrück (WB/mobl). Die Delbrücker CDU spricht sich für einen Rathaus-Neubau am Himmelreich aus. Gemeinsam mit Bürgermeister Werner Peitz (parteilos) veranstaltet sie am Mittwoch, 6. Februar, um 20 Uhr einen Infoabend im Hotel Waldkrug, um Fragen aus der Bevölkerung zu beantworten.

Dienstag, 05.02.2019, 10:00 Uhr
So soll der mögliche Rathaus-Neubau in Delbrück am Himmelreich aussehen. Am 17. Februar gibt es einen Bürgerentscheid darüber, ob gebaut wird oder nicht.

Am 17. Februar haben die Delbrücker die Möglichkeit, im Rahmen eines Ratsbürgerentscheides über den Bau eines neuen Rathauses abzustimmen. »Ein Rathaus-Neubau im Herzen der Stadt ist unter Abwägung aller Argumente eine zukunftsorientierte Lösung, die für die weitere Entwicklung der Stadt von großer Bedeutung ist«, schreibt der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Reinhold Hansmeier in einer Presseerklärung.

»Wir treffen keine leichtfertige Entscheidung«

Von Beginn an habe die CDU-Fraktion im Rat die Planungen zu einem neuen Rathaus konstruktiv begleitet und eigene Vorschläge in das Verfahren eingebracht. Dabei habe die CDU die Entwicklungsmöglichkeiten von Schule und Rathaus immer im Blick gehabt. Durch die räumliche Trennung könne sich ein dann aufgewerteter Schulcampus genauso wie ein neues Rathaus zukunftssicher weiterentwickeln, wenn der Gesamtschule wie geplant das jetzige Rathaus Marktstraße zur Verfügung gestellt werde. Die jetzt vorliegenden Pläne seien das Ergebnis jahrelanger Beratungen und Planungen, die letztendlich durch einen Architektenwettbewerb Gestaltung fanden. »Wir treffen hier eine Entscheidung, die nicht leichtfertig mal eben zu fällen ist, sondern die die Entwicklung unserer Stadt auf viele Jahrzehnte bestimmen wird«, unterstreicht der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Stefan Knapp.

Rathaus unter einem Dach bietet Bürgern Orientierung

Die CDU sieht im Bau eines neuen Rathauses im Himmelreich viele gewichtige Vorteile. Wenn alle Mitarbeiter der Stadtverwaltung unter einem Dach zu finden seien, erleichtere dies die Orientierung für den Bürger – alle Belange können ohne langes Suchen in einem Gebäude erledigt werden. Ein Neubau ermögliche eine Verwaltung, die mit dem modernsten Stand der Technik ausgerüstet sei und so wesentlich effizienter arbeiten könne. Zudem investiere die CDU lieber in städtisches Eigentum, als in gemietete Objekte – gerade vor dem Hintergrund einer Niedrigzinsphase.

Schule benötigt dringend mehr Räume

Reinhold Hansmeier erinnert daran, dass die Politik in früheren Jahren davon ausgegangen sei, dass sich auf Grund des demografischen Wandels die Zahl der Kinder und damit auch der Schulkinder verringern werde. So sei die Idee, die alte Volksschule so lange als Schulraum zu nutzen, wie es nötig war, und anschließend dort das Rathaus einzurichten, wenn die Schülerzahlen gesunken sind. Als Übergangslösung sei die Anmietung des Rathauses in der Langen Straße 45 geplant gewesen. Inzwischen habe sich die Schullandschaft deutlich verändert. Diese positive Entwicklung schlage sich mit der Planung eines neuen Rathauses auch in der Stadtentwicklung nieder. Die Räumlichkeiten in der alten Volksschule würden dringender denn je durch die Gesamtschule benötigt.

Übergangslösungen sind unumgänglich

Zwischenzeitliche Verzögerungen und Änderungen bei der Ausschreibung sowie den Planungen zum neuen Rathaus machten es unumgänglich, Übergangslösungen zu entwickeln. Diese seien nicht Bestandteil des Ratsbürgerentscheides und stünden nicht zur Abstimmung. Von Beginn an sei klar gewesen, dass das Baufenster für eine Realisierung des neuen Rathauses sehr knapp sein würde, so seien alternative Überlegungen entstanden, diese Problematik zu lösen. Spätestens zum Schuljahr 2020/21 benötige die Gesamtschule weitere Räumlichkeiten im Rathaus in der Marktstraße.

»Wenn wir Klarheit über den Ausgang des Ratsbürgerentscheides haben, gilt es, Übergangslösungen zu entwickeln und dann zielführend von Verwaltung und Rat auf den Weg zu bringen«, betont die CDU-Fraktionsvorsitzende Anita Papenheinrich.

Die zentrale Unterbringung des Rathauses könne jetzt von den Bürgern durch den Ratsbürgerentscheid auf den Weg gebracht werden. Die CDU-Fraktion trage das einstimmig mit und empfiehlt, für eine Umsetzung der vorliegenden Planungen zum Bau des neuen Rathauses im Himmelreich zu stimmen.

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