Festgenommener spricht von Notwehr – Mann ist vorbestraft – Mit Video Nachbar soll Delbrücker erstochen haben

Delbrück (WB/mobl). Ein vorbestrafter 28-jähriger Mann aus Delbrück hat nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft gestanden, am frühen Freitagmorgen , 30. November, an der Friedrich-von-Spee-Straße einen 33-Jährigen mit einem Messer attackiert zu haben. Das Opfer starb.

Ermittler sichern am Freitag, 30. November, den Tatort. Jetzt wurde ein Verdächtiger festgenommen, der in der Nachbarschaft des Opfers gelebt haben soll.
Ermittler sichern am Freitag, 30. November, den Tatort. Jetzt wurde ein Verdächtiger festgenommen, der in der Nachbarschaft des Opfers gelebt haben soll. Foto: Jörn Hannemann

Nach Angaben der Ermittler hat der 28-Jährige, der am Donnerstag zunächst zusammen mit seinem Bruder festgenommen worden war, ausgesagt, in Notwehr gehandelt zu haben. Das decke sich allerdings nicht mit dem Ermittlungsstand.

Nach den bisherigen Ermittlungen wurde der Bruder des Festgenommenen am Tatort beobachtet. Im Rahmen der Recherchen waren Ermittler und Beamte einer Einsatzhundertschaft am Mittwoch in dem Delbrücker Wohngebiet nahe des Tatorts unterwegs. Am Nachmittag führten die Ermittlungen zur Festnahme von zwei Brüdern aus der Nachbarschaft des Opfers.

Auf angebliche Notwehrhandlung berufen

Nach weiteren Untersuchungen wurde einer der Brüder in den Abendstunden des Mittwochs wieder freigelassen. Das Tatwerkzeug wurde bislang nicht gefunden.

Der in Russland geborene deutsche 28-jährige Tatverdächtige machte bei seiner Vernehmung Angaben zum Tathergang. Dabei räumte er ein, das Opfer mit Stichen verletzt zu haben. Der 28-Jährige berief sich auf eine angebliche Notwehrhandlung. Dies deckt sich nicht mit dem bisherigen Ermittlungsstand.

Dem Haftrichter vorgeführt

Die Staatsanwaltschaft Paderborn beantragte beim Amtsgericht Paderborn einen Haftbefehl wegen Totschlags gegen den 28-Jährigen. Er wurde am Donnerstagnachmittag dem Haftrichter beim Amtsgericht vorgeführt.

Wie berichtet hatte ein Passant in der Nacht zu Freitag, 30. November, einen schwer verletzten 33-Jährigen im Bereich der Friedrich-von-Spee-Straße gefunden und den Notruf gewählt. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen. Eine Obduktion hatte ergeben , dass der Mann zahlreiche Stichverletzungen aufwies und innerlich verblutet war.

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