Haus Joseph in Ostenland feierlich eröffnet – Lob vom Landrat
»Das ist gelebte Humanität«

Delbrück (WB/al). Unter dem Motto »Ostenländer für Ostenland« startet im Jahr 2016 ein ehrgeiziges Projekt in dem Delbrücker Ortsteil. Nun wurde das Haus Joseph mit einer Feierstunde eröffnet.

Montag, 03.12.2018, 12:30 Uhr
Über die Eröffnung freuen sich (von links): Franz Büser, Reinhard Thiele, die Architektin Nicole Fortmeier, Landrat Manfred Müller, Susann Kingert (Geschäftsleitung Daheim e.V.), Ulrich Renger, Einrichtungsleiterin Alexandra Peters und Werner Peitz. Foto: Axel Langer

Zehn Eigentumswohnungen, 16 Plätze in der Hausgemeinschaft, 16 Tagespflegeplätze sowie ein Palliativplatz entstanden seit Baubeginn im Mai 2017 im Herzen von Ostenland. Den Weg bis zur Eröffnung zeichnete Ulrich Renger, gemeinsam mit Reinhard Thiele und Franz Büser einer von drei ehrenamtlichen Geschäftsführern der gemeinnützigen Trägergesellschaft, zur Eröffnung nach.

185 Gesellschafter erwarben Anteile

Bereits im Jahr 2013 begannen erste Gespräche über ein für eine Seniorenunterkunft geeignetes Grundstück. Bis zum Frühjahr 2016 waren diese so weit fortgeschritten, dass die Planungen konkretisiert werden konnten. Eine Trägergesellschaft wurde gegründet und 185 Gesellschafter erwarben Anteile. »Wir hatten auf 100 Gesellschafter gehofft und waren von dem Zuspruch ganz überwältigt«, betonte Ulrich Renger. Rund vier Millionen Euro flossen in den Neubau. Ab Mai 2017 entstanden auf dem rund 4450 Quadratmeter großen Grundstück in unmittelbarer Nachbarschaft zur Kirche die Bauarbeiten, um das Gebäude mit etwa 2000 Quadratmetern Wohnfläche zu errichten. Inzwischen sind die ersten Bewohner in die Eigentumswohnungen eingezogen. Mit dem Jahreswechsel übernimmt der Verein Daheim die Hausgemeinschafts- und Tagespflegeplätze und wird hier die Menschen betreuen.

Manfred Müller bekundet »Riesenrespekt«

»Sie haben mit diesem Musterbeispiel gezeigt, wie sich ein ganzes Dorf für seine älteren Bewohner einsetzt und sich damit in besonderer Art und Weise der Herausforderung des Älterwerdens gestellt«, fand Landrat Manfred Müller Worte des Lobes und der Anerkennung für das Haus Joseph. »Dieses Projekt nötigt mir Riesenrespekt ab. Das ist gelebte Humanität und steht für ein tolles Miteinander der Generationen«, so Müller.

Von einem Freudentag sprach auch Delbrücks Bürgermeister Werner Peitz: »Sie haben hier ein Stück Lebensqualität geschaffen und haben mit viel Kraft und Weitsicht die Welt ein Stück besser gemacht. Ein Mosaikstein der Daseinsvorsorge.«. Peitz dankte vor allem den drei ehrenamtlichen Geschäftsführern, bei denen die Fäden zusammengelaufen seien und die viel Zeit und Energie in das Projekt gesteckt hätten.

Palliativzimmer eingerichtet

Palliativmediziner Dr. Johannes Meiß dankte, dass in dem Haus ein Palliativzimmer eingerichtet werden konnte. »Unser Netzwerk gibt den Menschen die Gelegenheit, ihre letzten Tage zu Hause zu verbringen, doch es gibt Situationen, in denen das einfach nicht mehr geht. Dann greifen wir auf die Palliativzimmer zurück.«

Glückwünsche zur Fertigstellung sprach auch Bernd Meißnest, Vorsitzender von Daheim e.V. aus. Der Verein hat die Hausgemeinschaftsplätze sowie die Tagespflege angemietet und betreibt diese. »Wir freuen uns, zwei Hausgemeinschaften mit sieben und neun Plätze mit einer 24-Stunden-Betreuung anbieten zu können. Wir können hier die Menschen bis zu letzten Stunde begleiten.«

»Sie nehmen hier neue Herausforderungen an und ermöglichen das Altwerden unter optimalen Bedingungen«, sagte die evangelische Pfarrerin Gabriele Hische. Pastor Bernd Haase unterstrich die christliche Motivation, dieses ehrgeizige Projekt anzugehen.

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