Delbrück muss keine Feuerwache mit hauptamtlichen Kräften vorhalten
Ehrenamtliche Retter bestehen »Stresstest«

Delbrück (WB/al). Die Stadt Delbrück muss auch weiterhin keine hauptamtlichen Feuerwehrkräfte einstellen: Eine Überprüfung der Bezirksregierung hat ergeben, dass die ehrenamtliche Feuerwehr der Stadt leistungsstark ist und stets zur vorgegebenen Zeit ihre Einsatzorte erreicht.

Mittwoch, 01.08.2018, 12:00 Uhr
Die Delbrücker Feuerwehr ist trotz ehrenamtlicher Besetzung bei Einsätzen schnell genug vor Ort. Das hat eine Überprüfung ergeben. Foto: Axel Langer

Laut Gesetz über Brandschutz, Hilfeleistung und Katastrophenschutz sind mittlere, kreisangehörige Städte verpflichtet, eine rund um die Uhr besetzte Feuerwache mit hauptamtlichen Kräften vorzuhalten. Als mittlere, kreisangehörige Städte gelten Kommunen mit mehr als 25.000 Einwohnern – so wie Delbrück. Bei der Bezirksregierung kann von dieser Pflicht aber eine Ausnahmeregelung beantragt werden, wenn eine freiwillige Feuerwehr die Eintreffzeiten und Schutzziele wie eine hauptamtlich besetzte Wache erfüllt.

Diese Überprüfung findet alle fünf Jahre statt und ist in Delbrück in den vergangenen Wochen mit positiven Ergebnissen durchgeführt worden.

»Alle Schutzziele erreicht«

»Die Delbrücker Feuerwehr hat bei der Überprüfung alle Schutzziele erreicht und so den Grundstein für eine weitere Freiwilligkeit gelegt«, stellte der stellvertretende Kreisbrandmeister Christoph Müller im Anschluss an die letzte Probealarmierung fest. Er lobte die hohe Motivation und Kompetenz der Freiwilligen Feuerwehr Delbrück, die mit dem Erreichen der Eintreffzeiten die Voraussetzungen für die weitere Freiwilligkeit gelegt hat. Die letztlich maßgebliche Beurteilung durch die Bezirksregierung steht zwar noch aus, aber die Grundlagen für die Freiwilligkeit in den nächsten fünf Jahren ist gelegt.

Drei Probealarmierungen gemeistert

Für die Überprüfung werden sämtliche Einsätze der vergangenen fünf Jahre ausgewertet sowie drei Probealarmierung an unterschiedlichen Tagen und zu unterschiedlichen Uhrzeiten durchgeführt. Die Feuerwehrkräfte wurden bei fingierten Einsätzen zum Waldkrug in Delbrück, zum Autohaus Jungewelter in Ostenland sowie am vergangenen Sonntag zum Einrichtungshaus Hansel in Westenholz alarmiert. Bei den Einsätzen befanden sich vorgeblich jeweils Menschenleben in Gefahr, so dass jeweils mehrere Löschzüge ausrückten. Vor Ort eingetroffen, wurden die Eintreffzeiten der einzelnen Fahrzeuge und deren Besatzung von Beamten der Bezirksregierung festgehalten. Christoph Müller konnte nach dem letzten Probealarm bestätigen, dass bei allen Tests die Anforderungen innerhalb der zeitlichen Vorgaben erfüllt werden konnten und somit die Zeichen für eine weiterhin ehrenamtlich besetzte Feuerwache gut stehen.

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