Von Diana Kettelgerdes geschaffener Brunnen symbolisiert alle zehn Ortsteile Delbrück schenkt sich die Kugel

Delbrück (WB/mobl). Kinder haben den neuen Brunnen an der Thül­ecke bereits »Weltkugel« getauft. »Zumindest symbolisiert er unsere kleine Delbrücker Welt«, schmunzelte Bürgermeister Werner Peitz am Samstag bei der offiziellen Einweihung. Steinmetzmeisterin Diana Kettelgerdes hat die Kugel mit einem Durchmesser von 1,6 Metern geschaffen. Sie teilt sich auf in zehn Scheiben, die die Ortsteile darstellen, deren Ortsnamen auch eingemeißelt wurden.

Vera und Berna Dinslage (links), Reinhold Hansmeier vom Arbeitskreis Innenstadtumgestaltung (Zweiter von links), Marcus Maul, Bürgermeister Werner Peitz, Angelika Bochnig und Martinus Förster vom Heimatverein und Steinmetzmeisterin Diana Kettelgerdes (von links) bei der Einweihung des Brunnens.
Vera und Berna Dinslage (links), Reinhold Hansmeier vom Arbeitskreis Innenstadtumgestaltung (Zweiter von links), Marcus Maul, Bürgermeister Werner Peitz, Angelika Bochnig und Martinus Förster vom Heimatverein und Steinmetzmeisterin Diana Kettelgerdes (von links) bei der Einweihung des Brunnens. Foto: Meike Oblau

»Meine Idee war es, dass die zehn Ortsteile ein Ganzes bilden und zur Stadt Delbrück zusammengewachsen sind. Die Namen der Ortsteile sind den Himmelsrichtungen entsprechend ausgerichtet«, beschreibt Diana Kettelgerdes ihr 4,5 Tonnen schweres Werk aus Granitstein.

Heimatverein spendet den neuen Hingucker

Gespendet hat den neuen Hingucker an der Thülecke der Heimatverein. Einen 50-prozentigen Zuschuss erhielt der Verein, der im vergangenen Jahr sein 40-jähriges Bestehen feierte, durch den Verfügungsfonds der Stadt Delbrück, der im Rahmen des Innenstadtumbaus eingerichtet wurde. Mit Geldern aus diesem Fonds, der auch durch Mittel von Bund und Land gespeist wird, können zum Beispiel Kunstwerke, Leuchten, Spielgeräte, Bänke oder Fahrradständer mitfinanziert werden.

»Dieser Brunnen und das Sitzrondell direkt daneben laden zum Verweilen ein. Das ist doch besser als die Internet-Singlebörse Par­ship, um jemanden kennenzulernen«, scherzte Heimatvereins-Vorsitzender Martinus Förster. »Dieser Stein kommt allerdings nicht ins Rollen, sondern bleibt hoffentlich hier stehen.« Die evangelische Pfarrerin Ga­briele Hische und Diakon Rudolf Voss segneten den Brunnen. Voss besprenkelte ihn zudem mit Weihwasser. »Ich hoffe, es hat jetzt auch jeder Ortsteil genug abbekommen«, spaßte er – dann wurde der Brunnen in Betrieb genommen und endgültig jeder Ortsteil symbolisch »nassgemacht«.

Umrahmt wurde die Einweihung durch Vorführungen des Jugendvolkstanzkreises. Delbrück gibt sich also nicht die Kugel – Delbrück schenkt sich die Kugel. Und nach der Einweihung dauerte es keine Minute, bis die ersten Kinder hier spielten.

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